Die privaten Krankenversicherer (PKV) sehen die Politik in der Pflicht, bei der anstehenden Pflegereform die Weichen in Richtung stärkerer Eigenvorsorge zu stellen. Das bietet die Chance, aus der Spirale steigender Beitragssätze in der Sozialversicherung auszusteigen, findet der Geschäftsführer Politik des PKV-Verbands Timm Genett. Im kleinsten Zweig der Sozialversicherung sei das am ehesten möglich, denn die finanzielle Belastung für die Bürger sei am geringsten. Mit der Entwicklung bei den Pflegezusatzversicherungen ist die Branche nicht zufrieden. Genett sieht einen großen Hebel in tarifvertraglichen Lösungen in der betrieblichen Pflegeversicherung.
Archiv ‘PKV-Verband’
Virtuelle Industrieversicherung
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Virtuelle Vorträge und Podiumsdiskussion des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft, Kfz-Tagung von Meyerthole Siems Kohlruss, Fitch-Webinar, Online-Talk und -Pressekonferenz vom PKV-Verband und Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten
Linke sorgt sich um Qualität im PKV-Basistarif
Der Linke-Bundestagsabgeordnete Achim Kessler warnt vor Problemen bei der ärztlichen Versorgung im Basistarif der privaten Krankenversicherer (PKV). In einer Kleinen Anfrage will er unter anderem wissen, wie sich die Zahl der Betroffenen entwickelt und welchen Qualitätsanspruch die Bundesregierung an den Tarif stellt. Seit Mai gelten Erleichterungen für Menschen, die nach Beendigung vorübergehender Zahlungsprobleme wieder aus dem Basistarif in ihren ursprünglichen PKV-Tarif zurückkehren wollen. Die Zahl der Versicherten im Basistarif ist zuletzt gestiegen.
PKV-Fonds mit erstem Investment
Das niederländische Gesundheits-Start-up Siilo erhält in einer Series A-Finanzierungsrunde 9,5 Mio. Euro frisches Kapital. Leitinvestor ist Heal Capital, der Spezialfonds für digitale Entwicklungen, den die privaten Krankenversicherer (PKV) aufgelegt haben. Es ist das erste Investment des Fonds, der im vergangenen Jahr an den Start gegangen ist. Siilo hat eine App zum sicheren Austausch von Nachrichten zwischen Fachkräften aus dem Gesundheitswesen entwickelt. Philips Health Technology Venture und EQT Ventures waren als weitere Investoren an der Runde beteiligt.
Debeka holt Biederbick in den Vorstand
Exklusiv Mit Annabritta Biederbick rückt erstmals seit langer Zeit eine Frau in den Vorstand der Debeka-Gruppe auf. Die Juristin folgt am 1. August auf Peter Görg, der in den Ruhestand geht. Biederbicks Schwerpunkt wird die Krankenversicherung sein. In dem Bereich ist sie beim Marktführer in der privaten Krankenversicherung (PKV) schon länger tätig, zuvor hat sie Erfahrungen im PKV-Verband gesammelt. Angst vor der neuen Herausforderung hat die 46-Jährige nicht.
GKV und PKV sichern Finanzierung – auch in der Krise
Die Behauptung, das deutsche Gesundheitssystem sei in den vergangenen Jahren kaputt gespart worden, was sich jetzt in der Corona-Pandemie räche, lässt sich nach Einschätzung der privaten Krankenversicherer (PKV) nicht halten. Überall dort, wo PKV und gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Finanzierung sicherstellen, sei das nicht der Fall, betont Timm Genett, Geschäftsführer Politik im PKV-Verband. Das habe die aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherer (WIP) unter Beweis gestellt. An der Finanzierung sei die PKV überproportional beteiligt. Grundsätzlich sieht das WIP Sozialversicherungssysteme im Vorteil gegenüber der Steuerfinanzierung.
PKV will Beamte aus der GKV locken
Mit einer neuen Öffnungsaktion wollen die privaten Krankenversicherer (PKV) ihre ohnehin starke Position bei Beamten weiter festigen. Beamte, die bislang freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind, können von Oktober 2020 bis Ende März 2021 mit Annahmegarantie und begrenzten Risikozuschlägen in die PKV wechseln. Die Branche unterstreicht auch ihre wichtige Rolle bei der Bewältigung der Corona-Krise. Verbandschef Ralf Kantak macht aber deutlich, dass es nicht Aufgabe der PKV sein, für Verdienstausfälle der Ärzte aufzukommen. Die genauen Auswirkungen der Pandemie auf die Branche lassen sich noch nicht beziffern.
Ärzte kritisieren PKV heftig
Die Kritik von Ärzten am Verhalten der privaten Krankenversicherer (PKV) während der Corona-Krise reißt nicht ab. In einem Brief an den Direktor des PKV-Verbands wirft die Allianz Deutscher Ärzteverbände der Branche vor, sich trotz deutlicher Einsparungen bei den Leistungsausgaben anders als die gesetzliche Krankenversicherung nur unzureichend an den Ausgleichszahlungen für das Gesundheitssystem zu beteiligen. Über die von den Ärzten gewünschte Verlängerung der Corona-bedingten Extra-Vergütungen verhandelt der Verband noch mit der Bundesärztekammer.
Krankenhäuser wollen Geld von der PKV
Die Reaktion kam prompt: Kaum war bekannt geworden, dass die privaten Krankenversicherer (PKV) wegen der Corona-Krise Extra-Vergütungen in Höhe von rund 300 Mio. Euro an niedergelassene Ärzte und Zahnärzte zahlen, meldeten sich die Krankenhäuser zu Wort. Sie wollen ebenfalls bedient werden und fordern von der Branche einen „Pandemiezuschlag“. Die PKV beteilige sich bereits in großem Umfang am Rettungsschirm für die Kliniken, betont PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Der Behauptung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Versicherer hätten bereits 1 Mrd. Euro durch die Pandemie eingespart, fehle die Datengrundlage.
PKV zahlt 300 Mio. Euro als Corona-Pauschalen
Nach einer ersten Schätzung erhalten Ärzte und Zahnärzte für die Behandlung von Privatpatienten unter Corona-Bedingungen rund 300 Mio. Euro extra. Mit der Zahlung von zusätzlichen Pauschalen wollen die privaten Krankenversicherer (PKV) Einnahmeverluste kompensieren, die Mediziner erleiden, weil Patienten ihren Praxen aus Angst vor einer Ansteckung fernbleiben. Mit dem Verweis auf die damit verbundenen Kosten tritt die PKV dem Vorwurf entgegen, sie stehle sich in der Krise aus der Verantwortung.
Private Krankenversicherer wollen VVG-Ergänzung
Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen elektronische Patientenakten und digitale Gesundheitsanwendungen zum Bestandteil ihrer Tarife machen. Deshalb plädieren sie für eine entsprechende Ergänzung des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Das solle aber kein Einstieg in verhaltensbasierte Tarife sein, stellt der PKV-Verband in einer Stellungnahme für den Gesundheitsausschuss des Bundestages klar. Die PKV macht sich erneut dafür stark, mit Blick auf die Telematik-Infrastruktur mit den gesetzlichen Krankenkassen gleichgestellt zu werden.
PKV will für Zolgensma zahlen
Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen die Kosten für die Behandlung mit Zolgensma übernehmen, einer Gentherapie für Kinder, die an Spinaler Muskelathropie erkrankt sind. Es soll 2 Mio. Euro kosten und gilt als das teuerste Medikament der Welt. Der PKV-Verband hat einen entsprechenden Versorgungsvertrag mit der Novartis-Tochter Avexis abgeschlossen. Die einzelnen Unternehmen müssen dem Rahmenvertrag noch beitreten, der auch den Beihilfeträgern offensteht.
PKV will zurück in die Gematik
Die privaten Krankenversicherer wollen sich wieder aktiv am Aufbau einer Telematikinfrastruktur (TI) für das deutsche Gesundheitswesen beteiligen. Der PKV-Verband verhandelt mit dem GKV-Spitzenverband und den anderen Gesellschaftern der TI-Betreibergesellschaft Gematik über den Erwerb von Gesellschafteranteilen. Die PKV hatte die Gematik 2012 verlassen. Über die Rückkehr will die Branche sicherstellen, dass die Interessen der Privatversicherten bei der technischen Weiterentwicklung der TI nicht ins Hintertreffen geraten.











