Archiv ‘Private Krankenversicherung’

PKV warnt vor grünem Bürgerversicherungs-Konzept

Die privaten Krankenversicherer (PKV) werfen der Partei Bündnis 90/Die Grünen vor, die Wählerinnen und Wähler beim Thema Krankenversicherung der Zukunft zu täuschen. Stein des Anstoßes ist ein Positionspapier der Bundestagsfraktion der Grünen. Auch wenn die Abschaffung der PKV dort nicht mehr explizit gefordert wird, bleibt sie nach Einschätzung des PKV-Verbands das Ziel. Viele Privatversicherte würden bei einer Umsetzung stark belastet, warnt er.

Pflegeversicherung für Beamte wird deutlich teurer

Beamtinnen und Beamte müssen künftig für ihre Pflegeversicherung tiefer in die Tasche greifen. Die Beiträge in der privaten Pflegepflichtversicherung steigen ab dem 1. Juli im Schnitt um 50 Prozent. Absolut handelt es sich um zwischen 10 und 15 Euro im Monat. Die Gründe für die Anhebung in dem brancheneinheitlich kalkulierten Tarif sind die Leistungsausweitungen durch die Pflegereformen und die Absenkung des Rechnungszinses.

Pflegezusatz: Mehr Leistungen, höhere Prämien

Die zum Teil heftigen Beitragssteigerungen bei privaten Pflegezusatzpolicen sind für die Kunden nicht schön. Aber es gibt gute Gründe für sie, betont die Ratingagentur Assekurata. Das sind vor allem die deutlichen Leistungsausweitungen durch das Pflegestärkungsgesetz II und der sinkende Rechnungszins. Kritisch sieht Assekurata-Analyst Gerhard Reichl die von manchen Versicherern auch in niedrigen Pflegegraden gewährte Beitragsbefreiung im Pflegefall. Er warnt Verbraucher davor, die Zusatzpolicen wegen der teureren Prämien vorschnell zu kündigen.

PKV geht gegen Betrüger vor

Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) will nicht länger tatenlos zusehen, dass windige Geschäftemacher seinen Namen benutzen, um Verbraucher zu einem Tarifwechsel zu drängen. Er hat Anzeige gegen Betrüger gestellt, die bei Verbrauchern anrufen und dabei den Eindruck erwecken, sie täten das im Auftrag des PKV-Verbands. Verbraucher hatten sich über das aggressive Vorgehen der Anrufer beschwert. Auch gegen Betreiber von zweifelhaften Webseiten geht der Verband vor.

PKV beglückt niedergelassene Ärzte

Die höheren Vergütungen, die private Krankenversicherer (PKV) im Vergleich zu den gesetzlichen Krankenkassen zahlen, haben im Jahr 2019 insgesamt 12,7 Mrd. Euro ins Gesundheitssystem gespült. Das hat das Wissenschaftliche Institut der PKV errechnet. Am meisten profitieren vom sogenannten Mehrumsatz die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, auf sie entfiel gut die Hälfte der Gesamtsumme. Rein rechnerisch brachte das höhere PKV-Honorar jeder Praxis ein Plus von 55.302 Euro.

Der gesetzliche Schutz reicht vielen

Viele gesetzlich Krankenversicherte stehen privaten Zusatzversicherungen skeptisch gegenüber. Der wichtigste Grund, der gegen den Abschluss einer solchen Police spricht: Die Versicherten sind mit den Leistungen ihrer Krankenkasse zufrieden. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Gothaer. Danach bleiben Zahnzusatzversicherungen die mit Abstand beliebtesten Angebote, an ambulanten Tarifen gibt es dagegen kaum Interesse. Kunden kaufen die Zusatzpolicen meist dort, wo sie auch andere Verträge haben, oder sie orientieren sich an persönlichen Empfehlungen.

Hanse Merkur wächst trotz Corona-Einbrüchen

Die Hanse Merkur musste im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie herbe Einschläge in der Reiseversicherung hinnehmen. Die Beiträge gingen um 33,3 Prozent auf rund 160 Mio. Euro zurück. Dass der Versicherer dennoch unter dem Strich eine positive Bilanz ziehen kann, hat er der guten Entwicklung in der privaten Krankenversicherung und der Lebensversicherung zu verdanken. Auch mit dem Kapitalanlageergebnis ist das Unternehmen zufrieden. Es erreichte im Corona-Jahr einen neuen Höchstwert.

Begutachtungen aus der Ferne kommen gut an

Pflegebedürftige sind mit der telefonischen und digitalen Begutachtung genauso zufrieden wie mit dem Hausbesuch durch Ärzte oder Pflegekräfte. Das zeigt die Erfahrung von Medicproof, dem medizinischen Dienst der privaten Krankenversicherer (PKV). Die Corona-bedingten Veränderungen im Begutachtungsverfahren haben aus Sicht der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen offenbar keinen negativen Einfluss auf die Qualität. Langfristig setzt Medicproof auf einen Mix aus digitaler Begutachtung und persönlichem Besuch.

Axa kooperiert mit Microsoft

Die Axa-Gruppe und Microsoft bauen gemeinsam eine digitale Gesundheitsplattform für die Versicherten auf. Microsoft liefert die technische Infrastruktur, auf der Axa unterschiedliche Gesundheitsleistungen zur Verfügung stellt. Italien und Deutschland machen den Anfang, weitere Länder sollen folgen. Für die Axa in Deutschland bleibt das Portal „Meine Gesundheit“ der digitale Zugang zu den unterschiedlichen Angeboten, sagt Vorstand Thilo Schumacher. Der Krankenversicherer bietet vollversicherten Kunden künftig einen Symptom-Check und verbindet ihn auf Wunsch direkt zur Videosprechstunde mit einem Arzt.

Hallesche mit bKV-Police für pflegende Angehörige

Die Hallesche Krankenversicherung hat ihr Angebot in der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) erweitert. In Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst hat der Stuttgarter Versicherer eine neue Pflegezusatzversicherung entwickelt, über die Arbeitgeber Mitarbeiter entlasten können, die Angehörige pflegen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf konkreten Unterstützungsleistungen, die Police hat aber auch eine finanzielle Komponente. Die Versicherung ist nach Einschätzung der Halleschen einzigartig im Markt.

Die PKV braucht keine Einzelkämpfer

Kooperationen werden für die privaten Krankenversicherer (PKV) immer wichtiger. Partner sind nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen und andere PKV-Anbieter, sondern auch Leistungserbringer und Technologieanbieter. Ziel muss es sein, Ökosysteme rund um das Thema Gesundheit zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Adesso Insurance Solutions und Versicherungsforen Leipzig. Allein wird es den Versicherern danach nicht gelingen, die nötige Wandlung zum Gesundheitspartner ihrer Kunden zu schaffen.

Wochenspot: GDV und PKV

 Wochenspot – der Podcast  Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über den Umgang des GDV mit Mitgliedsunternehmen, die beim Verhaltenskodex nicht mehr mitmachen, über neue Entwicklungen in der privaten Krankenversicherung und den Einfluss der Pandemie.

Gesundheitsleistungen über die Banking-App

Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) hofft, über die Banking-App TEO des Fintechs Comeco künftig ihre Kundenbasis zu erweitern. Dabei geht es nicht nur um den Verkauf von Kranken-Zusatzpolicen, sondern auch um das Angebot von Gesundheitsdienstleistungen. „Wir wollen der führende Gesundheitsspezialist sein“, sagt Vorstand Olaf Engemann. Die Kritik an der App hat die SDK nicht von ihrem finanziellen Engagement bei Comeco abgehalten. Viele Probleme seien inzwischen behoben, die App laufe stabil, betont Comeco-Geschäftsführer Stefan Bisterfeld.

Längere Niedrigzinsen machen Versicherern Probleme

Die Corona-Pandemie hatte bislang kaum negative Auswirkungen auf die Bewertungen deutscher Versicherer. Die Ratings sind größtenteils stabil geblieben, teilte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) mit. Allerdings hat die Pandemie dafür gesorgt, dass sich die Niedrigzinsphase noch einmal verlängert. Bei der Kapitalanlage haben die Versicherer begonnen, leicht umzusteuern. Sie setzen unter anderem mehr auf Unternehmensanleihen statt auf Zinspapiere von Staaten. Bislang macht das S&P aber keine größeren Sorgen.

Pflegezusatzpolicen müssen bedarfsgerecht sein

Daniel Bahr vom Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung sieht gute Chancen, in der nächsten Legislaturperiode die betriebliche Pflegevorsorge zu stärken. Dafür gebe es bei vielen Parteien Sympathien, sagte Bahr bei einer Online-Veranstaltung des Leipziger Instituts für Versicherungswissenschaften. Die privaten Krankenversicherer (PKV) brauchen seiner Meinung nach bedarfsgerechte Produkte, um die Verbreitung von Pflegezusatzversicherungen zu erhöhen. Der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel beklagte, dass die SPD eine Weiterentwicklung der PKV verhindert. „Der Koalitionspartner versucht, die PKV auszuhungern.“ Die Blockade der SPD betrifft auch das Thema Beitragsanpassungen, bestätigte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther.

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