Archiv ‘Rückversicherung’

Herbert Fromme

Ergo: Das Umsatzdenken lebt

Herbert Frommes Kolumne: Im Geschäftsmodell des Dresdner Finanzkonzerns Future Business und seiner Tochter Infinus spielten Lebensversicherer wie die Ergo eine unrühmliche Rolle. Geschädigt wurden Anleger und Vermittler. Dabei wissen alle Lebensversicherer, dass das Modell keineswegs neu ist, mit Hilfe selbst abgeschlossener Lebensversicherungen hohe Provisionen zu generieren. In den 90er Jahren wurden Policen über 1 Mrd. DM auf das Leben kleiner Kinder abgeschlossen.

Thofern: Rückversicherer müssen flexibler werden

Pensionsfonds und andere alternative Kapazitätsanbieter könnten auch in traditionelle Märkte der Rückversicherer eindringen. Die sollten deshalb bei Produkten und Preisen flexibler werden, sagt Jan-Oliver Thofern im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Thofern ist Deutschlandchef des weltweit größten Rückversicherungsmaklers Aon Benfield, der auch der größte Arrangeur für Versicherungsverbriefungen ist.

Infinus-Skandal erreicht Munich Re

Die Munich Re-Tochter Ergo hat bis Herbst vergangenen Jahres Geschäfte mit der Finanzfirma Infinus gemacht, gegen die jetzt die Staatsanwaltschaft ermittelt – trotz interner Warnungen. Konzernchef Nikolaus von Bomhard äußerte sich auf der Hauptversammlung verärgert.

Kfz-Sparte unter Innovationsdruck – Teil I

Die Kfz-Versicherer konnten zur Wechselsaison 2013 noch einmal höhere Preise durchsetzen und haben so etwas Luft gewonnen. Die Branche ist deshalb aber nicht aus dem Schneider. Der Autoversicherungsmarkt befindet sich im Umbruch, die Gesellschaften müssen frische Rezepte gegen neue Wettbewerber und langfristig rückläufige Umsätze finden.

Sparkassenversicherung verdaut Hagelschaden

Mit einem ausgefeilten Rückversicherungsprogramm sowie langfristigen Verträgen mit Dachdeckern und anderen Dienstleistern aus dem gesamten Bundesgebiet hat die SV Sparkassenversicherung in Stuttgart die Folgen der Hagelschäden überwunden. Konzernchef Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl rechnet mit einem guten, aber anspruchsvollen Jahr 2014, weil die Niedrigzinsen sich weiter auswirken.

Hanse Merkur: Melsheimer gibt Chefposten ab

Geschrieben von Lea Deuber.
Nach 12 Jahren gibt Fritz Horst Melsheimer seinen Vorstandsvorsitz bei Hanse Merkur an seinen Stellvertreter Eberhard Sautter ab. Unterdessen hat Tobias Warweg seit April die Leitung des Makler- und Partnerbetriebs bei Axa übernommen.

Hebammen-Vertrag macht niemanden glücklich

Die Verlängerung des Gruppenvertrags für die Berufshaftpflichtversicherung der freiberuflichen Hebammen ist perfekt. Ab Mitte 2015 beteiligen sich neben der Versicherungskammer Bayern und der R+V auch Allianz, Axa, Ergo, Debeka und Württembergische an dem Deckungskonzept. Nach Einschätzung des zuständigen Maklers Bernd Hendges ist damit aber nur eine Teillösung erreicht. Kritik kommt auch von den Hebammen.

Teure Notlösung für die Hebammen

Die freiberuflich tätigen Hebammen haben bis Mitte 2016 eine Deckung in der Berufshaftpflichtversicherung. Eine Gruppe von Versicherern füllt die Lücke, die ab Juli 2015 durch den Rückzug der Nürnberger aus dem zuständigen Konsortium entstehen wird. Eine tragfähige Lösung ist das nicht, vor allem ist sie für die Hebammen mit einem erneuten Prämienanstieg verbunden.

Kapital der Rückversicherer wächst

Gute Zeiten für Käufer von Rückversicherungsschutz: Die weltweiten Kapazitäten sind im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Gründe sind der anhaltende Zustrom alternativen Kapitals, aber auch die guten Ergebnisse der Rückversicherer.

Gegenwind im Offshore-Geschäft

Geschrieben von Lea Deuber.
Mit Offshore-Anlagen will die Bundesregierung in der Zukunft einen Großteil der erneuerbaren Energie gewinnen. Für die Assekuranz eröffnen sich daraus lukrative Geschäftsfelder. Die Skepsis der Versicherer ist aber groß und gefährdet den Ausbau.

VW greift mit Billigangebot Autoversicherer an

Volkswagen kommt mit einem neuen Niedrigangebot für die Versicherung bestimmter Typen. Es liegt rund 40 Prozent unter vergleichbaren Tarifen von Rivalen. Allerdings: „Allen Einzelkunden“, wie VW behauptet, bietet der Konzern die Deckung nicht an – sie müssen schon 23 Jahre alt sein und mindestens die Schadenfreiheitsklasse 1 bei Kfz-Haftpflicht und Vollkasko haben.

Ergo will Industriegeschäft ausbauen

Die Munich Re-Tochter Ergo will in der Gewerbe- und Industrieversicherung zulegen, vorrangig mit Kunst-, Veranstaltungs- und Kautionspolicen. Auch auf das neue Lebensversicherungsprodukt setzt Ergo-Chef Torsten Oletzky große Hoffnungen. Bisherige Verkaufserfolge sind allerdings mäßig. Die Mutter Munich Re kann sich über eine verdoppelte Dividende freuen.

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