Viele Versicherer investieren derzeit enorme Summen in neue Kernsysteme. Doch warum dauern diese Projekte oft länger und werden teurer als geplant? Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht Martin Seibold von der Unternehmensberatung Sollers über gescheiterte IT-Vorhaben, die Tücken jahrzehntealter Bestände und die Frage, wie künstliche Intelligenz Migrationen künftig verändern könnte.
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KI verändert Software – und verlangt von Investoren mehr Agilität
Der Boom der künstlichen Intelligenz (KI) und der KI-Agenten hat eine Marktkorrektur im Softwaresektor ausgelöst. Für institutionelle Investoren wird die systematische Analyse von KI-Risiken und -Chancen und damit die Wahl des Asset-Managers immer wichtiger, schreibt Daniel Boege von Golding Capital Partners.
Almato übernimmt KI-Spezialisten Aristech
Der Softwareentwickler Almato hat den auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten Softwareentwickler Aristech aus Heidelberg übernommen. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine europäische Alternative zu den Angeboten der US-Techkonzerne schaffen und dabei auf Datenschutz und erklärbare KI setzen.
Dyno: Es geht auch ohne hohe Vertriebskosten
Marc Karkossa ist Gründer des auf betriebliche Altersversorgung (bAV) spezialisierten Insurtechs Dyno. Mit moderner Technologie will er diesen Markt ordentlich umkrempeln. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Karkossa, was in der klassischen bAV schiefläuft und wie er es besser machen will.
Emil-Gründer Bastian Knutzen: „Eigenentwicklungen haben keine Zukunft“
Gestartet als Assekuradeur ist Emil mittlerweile als Anbieter für Cloud-basierte Versicherungs-Kernsysteme aktiv. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt Mitgründer Bastian Knutzen, warum er künstliche Intelligenz nicht als Bedrohung für das eigene Geschäft sieht und welche Rolle die Themen digitale Souveränität und DORA spielen.
Ehemaliger Wefox-Chef will SAP Konkurrenz machen
Julian Teicke, Gründer und ehemaliger Chef von Wefox, kündigt sein erstes Projekt nach dem Ausstieg aus dem angeschlagenen Insurtech an: Über sein Investmentvehikel The Delta steigt er als Investor beim Berliner Softwareanbieter Agent F ein. Damit will er traditionellen Anbietern wie SAP Konkurrenz machen.
ChatGPT greift Software-Spezialisten an
Der KI-Konzern Open AI, bekannt durch seinen Chatbot ChatGPT, hat die neue Plattform Frontier auf den Markt gebracht. Sie richtet sich an Unternehmen, auch an Versicherer. Experten sehen darin einen direkten Angriff auf Software-Hersteller wie SAP. Die US-Gesellschaft State Farm gehört zu den ersten Kunden. Unabhängig davon hat der spanische Assekuradeur Tuio ein Werkzeug vorgestellt, mit dem Kunden direkt auf ChatGPT Angebote für ihre Hausratversicherung einholen können.
Warum die Software-Krise die Versicherer beunruhigen sollte
Viele Versicherer stecken mitten in milliardenschweren IT-Modernisierungen. Sie setzen auf etablierte Softwareanbieter, die Kernsysteme, Schadenbearbeitung, Bestandsführung und Datenanalyse liefern. Ausgerechnet diese Anbieter geraten derzeit an den Börsen unter Druck. Die Kurse wichtiger Softwarefirmen sind deutlich gefallen, nicht nur die von Versicherungsspezialisten. Investoren bezweifeln zunehmend, ob ihre Geschäftsmodelle im Zeitalter der künstlichen Intelligenz dauerhaft sind, schreibt Herbert Fromme.
UK-Insurtech Artificial Labs sammelt 45 Mio. Dollar ein
Das britische Versicherungs-Start-up Artificial Labs hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 45 Mio. Dollar (38 Mio. Euro) eingesammelt. Mit dem frischen Geld hat das Insurtech einiges vor. Neben dem Londoner Markt, auf dem das Unternehmen nach eigenen Angaben derzeit gut aufgestellt ist, will Artificial Labs auch in den USA Fuß fassen. Eine Expansion nach Kontinentaleuropa soll folgen – um die soll sich Christopher Lohmann kümmern.
IT-Strategiewechsel bei der R+V
Abschied von der Eigenentwicklung: Die Wiesbadener Versicherungsgruppe R+V hat einen Auswahlprozess für Anbieter von Standardsoftware gestartet. Das bedeutet einen Strategieschwenk, denn eigentlich wollte der Versicherer das neue Bestandssystem selbst entwickeln.
MSG: Kampfansage an die Software-Konkurrenz
Das sind deutliche Ziele: Bis 2030 will der Softwarehersteller MSG den Umsatz mit Versicherern verdoppeln. Das kündigt MSG-Vorständin Andrea van Aubel im Interview mit dem Versicherungsmonitor an. Van Aubel spricht über den Trend bei Versicherern, die IT ins Ausland zu verlegen, über den wachsenden Einfluss von künstlicher Intelligenz und die Rolle der Cloud. Bis 2030, so ihre Vorhersage, werden 80 Prozent aller Versicherer mit gemieteter Software (Software as a service) arbeiten.
Fadata findet neuen Vertriebsleiter für DACH
Leute – Aktuelle Personalien Der Softwareanbieter Fadata, der Versicherer bei der digitalen Transformation unterstützen will, hat Andreas Everett zum neuen Sales Director für die DACH-Region ernannt. Everett bringt langjährige Erfahrung aus verschiedenen Softwarehäusern mit. Außerdem hat der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s einen neuen Chief Operating Officer ernannt, der sein Amt zum 1. September dieses Jahres antreten soll.














