Archiv ‘S&P’

S&P: Rückversicherer können Belastungen durch Iran-Krieg schultern

Das Ausmaß der Schäden infolge des Iran-Kriegs auf die Rückversicherer und die Auswirkungen auf die Branche lassen sich aufgrund der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen noch nicht abschätzen, schreibt S&P in einem aktuellen Bericht. Die Stabilität des Sektors und seine Kreditqualität sieht die Ratingagentur wegen der starken Kapitalausstattung jedoch nicht gefährdet.

Howden sichert sich 703 Mio. Dollar für weiteres Wachstum

Der britische Großmakler Howden hat von Investoren 703 Mio. Dollar (596 Mio. Euro) durch die Ausgabe von Anleihen erhalten, wie das Unternehmen mitteilte. Das frische Geld will der Makler in Fusionen und Übernahmen (M&A) stecken und weiter wachsen. Die Ratingagenturen Moody’s und S&P bewerten Howden als stabil und vertrauen auf die finanzielle Robustheit des Maklers.

S&P: Versicherer wachsen trotz Handelskonflikten

Handelskonflikte, insbesondere durch Zölle und Protektionismus, belasten das globale Wirtschaftswachstum 2026 erheblich. Versicherern und Rückversicherern in Europa prognostiziert die Ratingagentur S&P allerdings eine stabile Nachfrage. Aber auch sie sind vor Kapitalmarktverwerfungen nicht gefeit. Trotz geopolitischer Risiken und starker Preisnachlässe in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar dieses Jahres sieht S&P die Rückversicherer gut aufgestellt.

S&P: Rückversicherer sorgen für Stabilität in der Cyberversicherung

Rückversicherer nehmen den Erstversicherern in der Cyberversicherung nicht nur Risiken ab, sondern erweisen sich zunehmend als aktive Partner, schreibt die Ratingagentur S&P in einem aktuellen Bericht. Sie helfen den Versicherern so, sich in der komplexen, sich schnell verändernden Landschaft der Cyberrisiken zurechtzufinden. Das Cybergeschäft ist für die Rückversicherer in den vergangenen Jahren immer profitabler geworden.

S&P: Optimistischer Ausblick für Versicherer

Die Ratingagentur S&P erwartet, dass die europäischen Versicherer im kommenden Jahr eine solide operative Performance zeigen werden. Trotz sich verschärfender Risiken, beispielsweise infolge der problematischen Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA und des zunehmenden Populismus, bleiben die Analysten bei ihrem positiven Sektorausblick.

Reeder müssen mehr Schiffshaftpflicht zahlen

Schiffseigner müssen sich darauf einstellen, dass die Preise für ihre Haftpflicht-Deckungen erneut steigen werden. Die P&I-Clubs, spezialisierte Gegenseitigkeitsversicherer, werden die Prämien bei der Erneuerung im Februar erneut anheben, erwarten Branchenbeobachter. Im Schnitt werden die Preise wohl um etwas mehr als 5 Prozent steigen, erwartet die Ratingagentur S&P. Der Makler Lockton erwartet Erhöhungen zwischen 5 und 10 Prozent. Künftig könnten Prämiensteigerungen allerdings schwieriger werden.

Rückversicherer: Die fetten Jahre sind vorbei

Die Preise in der Rückversicherung haben ihren Zenit überschritten und werden in den kommenden Erneuerungsrunden weiter sinken, darüber waren sich Experten beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo einig. „Die besten Tage liegen hinter uns“, sagte Fitch-Analyst Manuel Arrivé. Uneins sind sich die Ratingagenturen allerdings darüber, ob die Rückversicherer auch willens sind, wieder mehr Frequenzschäden zu versichern – und ob eine Senkung des Branchenausblicks gerechtfertigt ist.

Rückversicherer: Fitch und Moody’s senken Ausblick

Sinkende Preise und steigende Schäden stimmen die Ratingagenturen Fitch und Moody’s weniger optimistisch, was die Rückversicherer angeht. Beide haben ihren Ausblick für die Branche gesenkt – Moody’s von „positiv“ auf „neutral“, Fitch sogar von „neutral“ auf „sich verschlechternd“. Auch wenn die Agenturen weiterhin mit profitablen Ergebnissen rechnen, sehen sie die Zeichnungsdisziplin langsam schwinden. Im Gegensatz zu S&P erwarten sie auch, dass die Bedingungen aufweichen.

Nachgiebig bei Preisen, streng bei Bedingungen

Die Ratingagentur S&P rechnet mit weiter rückläufigen Preisen für Rückversicherungen in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026. Um durchschnittlich 5 Prozent wird das Prämienniveau bei kurzfristigen Verträgen wie Feuerversicherungen zurückgehen, erklärt Director Johannes Bender. Während die Rückversicherer bei den Preisen mit sich reden lassen, bleiben sie bei den Bedingungen unnachgiebig – auch wenn erste Versicherer bereits wieder nach Frequenzdeckungen verlangen. 

Wenn Katastrophenanleihen ausfallen

Mit Naturkatastrophenanleihen sichern sich Versicherer am Kapitalmarkt gegen hohe Schäden durch Stürme und andere Naturgefahren ab. Die historische Ausfallrate ist bei solchen Anleihen relativ niedrig, kann aber im Fall einer aktiven Hurrikan-Saison steigen, schreibt die Ratingagentur Standard & Poor’s in einem aktuellen Bericht. 2025 könnte es zu einem Anstieg kommen, nachdem das erste Halbjahr bereits durch hohe Schäden durch Waldbrände in Kalifornien geprägt war.

Zölle: Alles halb so wild?

Die kaum absehbare Politik des US-Präsidenten Donald Trump bereitet auch den Versicherern erhebliche Sorgen. Vielerorts sorgen vor allem die Zölle und ihre Folgen für Unsicherheiten. Dabei sind Unsicherheiten doch eigentlich das Kerngeschäft der Assekuranz. Darauf weist die Ratingagentur S&P hin. Die Versicherer seien besser auf die geopolitischen Risiken vorbereitet, als es dieser Tage wirke.

S&P: Gute Aussichten, wäre da nicht Trump

Die Ratingagentur S&P Global sieht die europäischen Versicherer vor einer guten zweiten Jahreshälfte. Angesichts der verschiedenen Herausforderungen der Branche wie der Schadeninflation, dem Klimawandel und vor allem geopolitischen Unsicherheiten würden sich die Versicherer gut behaupten. Für die Unsicherheiten sei vor allem US-Präsident Donald Trump zuständig. S&P attestiert seiner Politik einen hohen Grad an Unvorhersehbarkeit, die womöglich auch die schönen Aussichten trüben könnte.

S&P: Mehr über Intensität der Krise sprechen

Die Schäden durch Naturkatastrophen steigen an, das haben zuletzt die Waldbrände in Los Angeles gezeigt. Deren Schäden werden die Rückversicherer wohl wenig belasten. Doch es müsse mehr über die Intensität der vergangenen und vor allem noch kommenden Schäden gesprochen werden, meint die Ratingagentur S&P. Denn das tatsächliche Ausmaß der Risiken werde oft nicht erkannt.

Der Rückblick auf 2024 Teil 3: Fusionen, Cogitanda-Insolvenz, United Healthcare-Mord

Überschwemmungen in Spanien, Nahost-Krieg, die Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump, eine schwächelnde Wirtschaft und der Bruch der Ampel-Koalition: Im Jahr 2024 ist einiges passiert – auch in der Versicherungswirtschaft. Inspiriert von der Fusion von Barmenia und Gothaer kündigen einige kleinere Versicherer Zusammenschlüsse an und der Assekuradeur Cogitanda wird insolvent. In den USA wird der United Healthcare-Chef Brian Thompson erschossen. Hier der letzte Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks.

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