Archiv ‘Starkregen’

Risikomodelle arbeiten künftig mit Sturzflutrisiko

Sturzfluten sind oft verheerender als herkömmliche Hochwasserereignisse, allerdings bilden die Risikomodelle der Versicherer das nur ungenau ab. Der Versichererverband GDV kündigt jetzt an, Sturzfluten in den Modellen künftig als separates Risiko zu erfassen. Die für dieses Risiko relevanten Gebiete umfassen rund ein Drittel der Adressen in Deutschland, diese sind allerdings nicht alle stark gefährdet. Die neuen Informationen sollen ab 2025 in das ZÜRS-System fließen. … Lesen Sie mehr ›

Aktuare: Pflichtversicherung wird teuer

Die schweren Überschwemmungen in Niedersachen und anderen Teilen Deutschlands haben die Diskussion um eine bundesweite Pflicht einer Elementarschadenversicherung wieder aufflammen lassen. Eine deutschlandweite Einheitsprämie würde für die meisten Hausbesitzer deutlich teurer werden als derzeit, hat die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss berechnet. An der Kalkulation einer solchen Deckung soll es laut den Aktuaren nicht scheitern. … Lesen Sie mehr ›

Versicherter Hochwasserschaden noch ungewiss

 Exklusiv  Die Lage in den Hochwassergebieten ist weiter kritisch, Entspannung ist angesichts der anhaltenden Regenfälle nicht in Sicht – im Gegenteil: Die Pegel steigen weiter, Deiche weichen auf. Wie hoch die Schadenbelastung für die Versicherer ausfallen wird, ist aktuell noch unklar, zeigt eine Recherche des Versicherungsmonitors bei einer Reihe von Gesellschaften. Die Unternehmen rechnen damit, dass der größte Teil der Schadenmeldungen noch kommen wird. Der im stark betroffenen Niedersachsen besonders geringe Anteil der Kunden mit Elementarschadendeckung könnte aber dazu führen, dass sich der versicherte Schaden in Grenzen hält. … Lesen Sie mehr ›

Allianz-Vorstand Sommerfeld: Opt-out statt Pflicht

Die Diskussion um eine Pflichtversicherung für Elementarrisiken hat wieder Schwung aufgenommen. Auf der Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung sprach sich Allianz-Deutschland-Vorstand Frank Sommerfeld noch einmal für eine Opt-out-Lösung anstelle einer Pflichtdeckung aus. Diese sei ein deutlich kleinerer gesetzlicher Eingriff. Die Pflichtversicherung löse außerdem das Problem hoher Prämien nicht. Unter den anwesenden Aktuaren gab es dagegen eine Mehrheit für eine verpflichtende Elementardeckung. … Lesen Sie mehr ›

Schäden durch Hurrikan „Ian“ steigen

Die ersten Risikoanalysefirmen haben Schadenschätzungen zu Hurrikan „Ian“ veröffentlicht. Die Spannbreite ist riesig, die Kalkulationen reichen bis zu 80 Mrd. Dollar. Eins ist klar: Der Sturm, der erst Florida heimgesucht hat und jetzt auf South Carolina zusteuert, wird Versicherer und Rückversicherer teuer zu stehen kommen und dem krisengeplagten Versicherungsmarkt in Florida weiteres Ungemach bescheren. Die Analysefirma Corelogic rechnet mit weiteren Insolvenzen. … Lesen Sie mehr ›

Pflichtversicherung: Versicherer vor Milliarden-Schäden

Starkregen spielt für die Versicherer angesichts des Klimawandels eine immer größere Rolle. Sollte eine Elementar-Pflichtversicherung eingeführt werden, wären viel mehr Hausbesitzer dagegen versichert. Für die Versicherer bedeutet das, dass sie bei einem solchen Ereignis mit zusätzlichen Schäden von 7 bis 10 Mrd. Euro rechnen müssen, hat der Makler und Berater Aon mit seinem neuen Flutmodell berechnet. Es biete deutliche Vorteile gegenüber den bisherigen Modellen, beispielsweise getrennte Prognosen für Starkregen und für Flussüberschwemmungen, erklärt Stephan Schützeck, Analytics-Chef bei Aon Deutschland. … Lesen Sie mehr ›

VGH: Pflichtversicherung verhindert keine Schäden

Seit der Jahrhundertflut durch Tief „Bernd“ ist außer der Debatte um die Elementar-Pflichtversicherung nicht viel passiert, kritisiert Ulrich Knemeyer, Vorstandschef der VGH Versicherungen. Es existiere immer noch kein wirkungsvolles Frühwarnsystem, sinnvolle Maßnahmen wie Sirenen seien abgeschafft worden, außerdem gebe es weiterhin Baugenehmigungen für riskante Gebiete. Es brauche jetzt schnelle Lösungen, die nächsten Ereignisse dieser Art ließen nicht lange auf sich warten. Eine Pflichtdeckung für Elementarschäden hält er nicht für die richtige Lösung. … Lesen Sie mehr ›

Wie sich Versicherer auf den Klimawandel vorbereiten

Der Sturm „Bernd“, der im Juli hohe Überschwemmungsschäden verursacht hat, kam für Versicherer nicht völlig unerwartet, hat in seiner Heftigkeit aber schon überrascht, erklärt der Chefaktuar der Gothaer Matthias Land. Zudem hat er vor Augen geführt, auf was sich die Branche künftig einstellen muss, wenn der Klimawandel voranschreitet. Es gilt jetzt nicht nur, Risikomodelle zu überarbeiten, sondern auch den Rückversicherungsschutz anzupassen. Land bezweifelt, dass zur Tragung von Großschäden immer der Staat nötig ist. … Lesen Sie mehr ›

Willis Re: Erneuerung ohne Vergleich

Der Rückversicherungsmakler Willis Re erwartet sehr individuelle Verhandlungen zur Erneuerung von Nat Cat-Programmen angesichts hoher Schäden einerseits und Rückversicherungskapital in Rekordhöhe andererseits. Der Leiter des Bereichs EMEA Norden/Osten Dirk Spenner sagte, historisch gebe es für die aktuelle Lage keinen Vergleich. Thema bei der virtuellen Nach-Monte Carlo-Veranstaltung war außerdem, wie genau sich der Klimawandel auf Extremwetterereignisse auswirkt. Auf die Übernahme durch Arthur J. Gallagher blickt Willis Re-Chef James Kent sehr positiv. … Lesen Sie mehr ›

„Bernd“ trifft Gothaer, Hilfsfonds im Bundestag

Nächste Wasserstandsmeldung zu „Bernd“: Die Gothaer schätzt den versicherten Schaden vor Rückversicherung auf bis zu 450 Mio. Euro, 140 Mio. Euro sind bereits ausgezahlt. Auch der führende Autoversicherer HUK-Coburg äußert sich zu den Folgen der Juli-Fluten. Die Neuigkeiten kommen kurz bevor sich der Bundestag mit dem geplanten Hilfsfonds in Höhe von 30 Mrd. Euro beschäftigt. Eine aktuelle Studie beziffert unterdessen, wie stark der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Starkregen erhöht. … Lesen Sie mehr ›