Allianz-Chef Oliver Bäte sieht die traditionelle Lebensversicherung am Ende. Beim Media Barbecue der Allianz in München sprach er über neue Produktwelten für die Altersvorsorge. Dabei brachte er auch die Stärkung komplett digitaler Lösungen ins Spiel.
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Welches ist der richtige Captive-Standort?
Firmeneigene Versicherer erfreuen sich trotz des weichen Marktes in der Industrieversicherung wachsender Beliebtheit. Es ist allerdings umstritten, welches Land der beste Standort für die Gründung einer sogenannten Captive ist, wie eine Fachveranstaltung des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft zeigt.
Warum es Captives nach Deutschland zieht
Die Volkswagen-Captive zieht von Dublin nach Braunschweig, Telekom gründet einen firmeneigenen Rückversicherer in Köln – am Captive-Standort Deutschland gibt es nach Jahren der Stagnation Bewegung. Bei einer Fachveranstaltung berichteten Manager beider Unternehmen über die Fortschritte ihrer Projekte. Beide treiben ähnliche Motive nach Deutschland.
Telekom-Captive erhält BaFin-Lizenz
Die Telekom hat grünes Licht von der Finanzaufsicht BaFin für die Gründung ihrer Rückversicherungs-Captive mit Sitz in Köln erhalten. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprechen die Telekom-Versicherungsexperten Wolfgang Kocybik und David Bruckschen darüber, was sie mit dem firmeneigenen Rückversicherer vorhaben.
Lohrmanns Verunsicherung: Die Geister, die ich rief
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Die Geister der Vergangenheit suchen D&O-Versicherer heim.
Der Rückblick auf 2025, Teil 3: D&O-Beben, PKV-Preisschock und Captive-Comeback
Sinkende Rückversicherungspreise, neue Datenschnittstellen und ein Generationswechsel in der Maklerszene treffen im Herbst auf eine Welle von Großschäden. Von September bis Dezember prägen milliardenschwere D&O-Konflikte, stark steigende PKV-Beiträge, schärfere BaFin-Vorgaben im Vertrieb und im Kfz-Markt sowie weitere Umbrüche bei Maklern und Assekuradeuren die Schlagzeilen. Parallel erlebt das Captive-Thema in Deutschland ein Comeback.
Telekom: Größere Kontrolle durch Captive-Standort Deutschland
Die Telekom hat sich entschlossen, in Deutschland eine Rückversicherungs-Captive zu gründen. Der Kommunikationsriese schätzt vor allem das Mehr an Kontrolle, dass er über den firmeneigenen Versicherer hat, wenn dieser in Köln und nicht in Luxemburg sitzt, erklärte Wolfgang Kocybik, Leiter Versicherungsmanagement bei der Telekom, beim Captive Day von KPMG. Die Gesellschaft soll erstmals bei der Vertragserneuerung zum 1. Mai 2026 mitmischen.
D&O: Schäden steigen stärker als Prämien
Der Versichererverband GDV meldet das dritte Jahr in Folge einen Anstieg bei der Zahl der Schäden in der D&O-Versicherung. Den Grund sieht er in der ungünstigen konjunkturellen Lage, höheren gesetzlichen Anforderungen und steigenden Insolvenzzahlen. Die Beitragseinnahmen übersteigen zwar noch die Schadenaufwendungen, jedoch legen die Schäden weit stärker zu als die Prämien, warnt der GDV.
VW will Captive nach Deutschland verlagern
Laut Medienberichten plant der Volkswagen-Konzern, seine Captive mit Sitz in Dublin nach Deutschland zu verlagern. Der Umzug der Volkswagen Insurance Company DAC soll für Anfang 2027 geplant sein. Zusammen mit der Telekom-Rückversicherungs-Captive, die sich Mitte 2026 hierzulande ansiedeln will, wäre der stagnierende Captive-Standort Deutschland damit um zwei Unternehmen reicher.
Captives: Das eigene Risiko im Griff
Auch wenn die Preise in weiten Teilen des Industrieversicherungsmarktes wieder sinken, ist das Interesse an firmeneigenen Versicherern nach wie vor ungebrochen. Unternehmen schätzen die Captives als Risikomanagement-Instrument – und Gewinne werfen die Gesellschaften meist auch noch ab. Trotz widriger Rahmenbedingungen in Deutschland denken Firmen darüber nach, auch hierzulande einen eigenen Versicherer zu gründen.
Kommt jetzt der Captive-Boom?
Kommentar Neugründungen von Captives gab es in Deutschland lange nicht. Jetzt macht die Telekom ernst und gründet einen eigenen Rückversicherer. Das wird das ohnehin schon recht hohe Interesse deutscher Unternehmen an der Selbstversicherung noch einmal steigen lassen. Doch dass es hierzulande zu einem Captive-Boom kommen wird, ist eher unwahrscheinlich. Zu hoch sind die Hürden, nicht nur durch die Aufsicht. Den Versicherern sollte aber zu denken geben, dass die Eigentragung von Risiken für die Industrie ein Thema bleibt.
Verimi: Hacker warnen vor Sicherheitsproblemen
Exklusiv Die Online-Anmeldeplattform Verimi ist weiterhin von Sicherheitsproblemen betroffen. In einer anonymen E-Mail an den Versicherungsmonitor beschreiben Hacker, wie sie sich mit manipulierten Ausweisdokumenten Zugang zum Online-Kundenportal der R+V verschafft haben wollen. Die R+V nutzt das Verimi-System, um ihre Nutzer beim Login zu verifizieren. Die Hacker warnen auch vor den Online-Sicherheitsrisiken der Nürnberger Lebensversicherung. Verimi räumt die Sicherheitslücken ein.
PKV zahlt digitales Spezialangebot
Exklusiv Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat eine Vereinbarung zur Vergütung telemedizinischer Leistungen in der Intensivmedizin mit dem Hamburger Start-up Telehealth Competence Center (TCC) geschlossen. TCC ist spezialisiert auf die digitale Rund-um-die-Uhr-Fernbetreuung von Patientinnen und Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Das Unternehmen setzt auf die schnelle Datenanalyse mithilfe von künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen zu verbessern.
Umbau: Telekom und Badenova machen es vor
Auf den ersten Blick verbindet die Telekommunikationsbranche, den Energiesektor und die Versicherungswirtschaft wenig. Ein genauerer Blick zeigt: Alle Branchen haben mit tiefgreifenden Veränderungen der Rahmenbedingungen zu kämpfen, die ihr Geschäftsmodell auf die Probe stellen. Christina Kiehl (Bild) von der Telekom und Hans-Martin Hellebrand vom Energieversorger Badenova haben auf einer SZ-Fachkonferenz in Köln erklärt, wie ihnen der Wandel gelungen ist und was sich Versicherer von ihnen abschauen können.














