Archiv ‘USA’

Solvency II-Äquivalenz – as sound as made in Europe?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die EU-Eigenkapitalregeln Solvency II sollen nicht zur Abschottung des europäischen Versicherungsmarktes führen. Den europäischen Versicherern soll weiterhin der Weltmarkt zur Verfügung stehen, insbesondere für den Einkauf von Rückversicherungen. Dies versucht die Europäische Kommission mit ihren Entscheidungen zur Äquivalenz zu ermöglichen. Ende November gab es gute Nachrichten für die Versicherer in Bermuda und Japan. Aber wie weit trägt das Konzept wirklich, und wie schnell kann der Zugang zu anderen wesentlichen Märkten umgesetzt werden?

Deutscher Cyber-Markt wächst stärker

Nach einem langen und langsamen Start beobachten Makler immer mehr Abschlüsse in der Cyber-Versicherung. Spezialmakler Sven Erichsen sieht die Sparte auf dem Weg zu einem stark wachsenden Markt. Insgesamt gibt es schon rund 600 Abschlüsse, von denen die meisten aus diesem Jahr stammen, sagte er auf der Vermittlermesse DKM.

Fluten an der US-Küste sorgen für Milliardenschaden

Der US-Bundesstaat South Carolina kämpft nach Rekord-Regenfällen mit schweren Überschwemmungen. Nach einer frühen Schätzung von Aon Benfield dürfte der gesamtwirtschaftliche Schaden bei über 1 Mrd. Dollar liegen. Der Rückversicherungsmakler erwartet, dass viele betroffene Anwohner auf ihrem Schaden sitzen bleiben werden.

Zurich meldet US-Probleme und sagt RSA-Kauf ab

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich muss die Reserven in der US-Haftpflichtversicherung deutlich erhöhen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Außerdem trifft die Explosionsserie im chinesischen Hafen Tianjin das Unternehmen mit rund 275 Mio. Dollar. Die geplante Übernahme des britischen Rivalen RSA hat Zurich abgesagt. Aktionäre hoffen jetzt wieder auf eine Sonderdividende, die das Unternehmen vor Aufnahme der Gespräche mit RSA in Aussicht gestellt hatte.

Hannover Rück sucht Lloyd’s-Syndikat

Der Rückversicherer Hannover Rück ist großen Übernahmen gegenüber zwar abgeneigt, kann sich aber den Zukauf von spezialisierten Rückversicherern vorstellen. Insbesondere der Londoner Markt Lloyd’s interessiert die Hannoveraner. Die Konsolidierungswelle in der Erstversicherung sieht Chef Ulrich Wallin kritisch. Sie könnte die Nachfrage nach Rückdeckungen weiter verringern. Im Gegensatz zu Konkurrent Munich Re zeigte sich Hannover Rück optimistisch, dass die Trendwende bei den Preisen bald kommt.

Swiss Re: Weniger Katastrophenschäden

Laut dem Rückversicherer Swiss Re haben Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2015 versicherte Schäden von 12,9 Mrd. Dollar verursacht, von Menschen verursachte Unglücke kosteten die Assekuranz 3,6 Mrd. Dollar. Insgesamt musste die globale Assekuranz deutlich weniger als im ersten Halbjahr 2014 für Katastrophenschäden zahlen und auch weniger als im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Die Zahl der Todesopfer durch Katastrophen stieg dagegen sehr stark an.

US-Krankenversicherer: Anthem kauft Cigna

Der US-Krankenversicherer Anthem will den Konkurrenten Cigna für 54,2 Mrd. Dollar übernehmen. Dadurch würde ein neuer Marktführer entstehen, vor dem derzeitigen Platzhirschen United Health. Experten bezweifeln allerdings, dass die Aufsichtsbehörden ihren Segen für den Zukauf geben. Befeuert durch die US-Gesundheitsreform zeichnet sich auf dem US-Krankenversicherungsmarkt eine Konzentration ab. Statt fünf könnte es bald nur noch drei große Gesellschaften geben.

Aon Benfield: Weniger Naturkatastrophenschäden

Nach Munich Re hat nun auch der Rückversicherungsmakler Aon Benfield eine Bilanz zu den Naturkatastrophen des ersten Halbjahres 2015 veröffentlicht. Er stellt ebenso wie der Rückversicherer einen rückläufigen Trend bei den Schäden durch Unwetter, Erdbeben und Dürre fest, kommt aber auf höhere wirtschaftliche und versicherte Werte. Laut Aon Benfield wird das stärker werdende Klimaphänomen El Niño große Auswirkungen auf die Schäden in der zweiten Jahreshälfte nehmen.

Weniger Schäden durch Naturkatastrophen

Die Versicherer haben im ersten Halbjahr 2015 mit 11 Mrd. Euro deutlich weniger für Naturkatastrophen wie Stürme oder Erdbeben zahlen müssen als im Vorjahr. Besonders teuer kamen die Assekuranz Winterstürme in den USA und Kanada, kostspieligste Naturkatastrophe in Europa war der Wintersturm „Niklas“. Für die höchsten volkswirtschaftlichen Schäden sorgte das schwere Erdbeben in Nepal, bei dem 8.850 Menschen ums Leben kamen.

S&P: US-Versicherer haben Cybersparte im Griff

Cyberrisiken sind für Versicherer schwer zu kalkulieren, es stehen noch zu wenige Daten über Hackerangriffe zur Verfügung. Die Anbieter in den USA haben die Gefahren aus Cyberpolicen dennoch unter Kontrolle, weil sie relativ geringe Limits anbieten und viele Ausschlüsse vorsehen, glaubt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Sie droht allerdings mit Herabstufungen des Ratings für den Fall, dass Versicherer die Underwriting-Disziplin schleifen lassen. Auch eine zu starke Nutzung von Modellen sieht S&P kritisch.

Swiss Re kooperiert mit IBM

Der Industrieversicherungsarm des Schweizer Rückversicherers Swiss Re greift bei der Bewertung von Cyberrisiken jetzt auf die Expertise von IBM zurück. Die beiden Unternehmen haben sich auf eine Zusammenarbeit geeinigt, die schrittweise ausgebaut werden soll. Gut aufgestellte Kunden von Swiss Re Corporate Solutions sollen von der genaueren Risikoprüfung in Form höherer Kapazitäten und niedrigerer Prämien profitieren.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner