Im vergangenen Jahr haben europäische Unternehmen mit einer Gewährleistungsversicherung (W&I) mehr Schäden gemeldet als im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Spezialmaklers und Beraters HWF Partners hervor. Dabei sei mehr als die Hälfte der Schadenmeldungen auf Betrug und das Verschweigen von Informationen zurückzuführen. Angesichts dieser Ergebnisse betont HWF Partners die Relevanz von W&I-Policen und prognostiziert ein Wachstum in diesem Bereich.
Archiv ‘W&I’
Nach der ESG-Regulierung kommen die ESG-Klagen
Nachdem Berichtspflichten, gesetzliche und regularische Vorgaben zu ESG-Aspekten (Environment, Social, Governance) inzwischen gang und gäbe sind, ist die Aufregung darüber etwas abgeebbt. Versicherer und ihre Kunden haben Routine bekommen. Doch nun folgt laut der Spezialkanzlei Clyde & Co die nächste Herausforderung: zunehmende Klagen aus dem ESG-Bereich. Deutschland könnte dabei ein neuer Hotspot werden.
Howden kauft US-Makler Atlantic
Nach dem gescheiterten Zukauf des US-Maklers Risk Strategies ist dem britischen Makler Howden ein Zukauf in den USA geglückt: Er übernimmt den auf Policen zur Absicherung von Fusionen und Übernahmen spezialisierten Makler Atlantic Global Risk mit Sitz in New York. Das Unternehmen zählt zu den führenden Vermittlern in diesem Feld in Nordamerika und wird laut Medienberichten in der Transaktion mit mehr als 500 Mio. Dollar (427,4 Mio. Euro) bewertet.
Aon: M&A-Schäden erreichen Rekordniveau
Die Absicherung von Unternehmensverkäufen mit speziellen Versicherungen führt für die Versicherer zu immer mehr Schäden. Das vergangene Jahr war weltweit das bislang teuerste für die Anbieter von sogenannten M&A-Policen, so ein aktueller Bericht des Großmaklers Aon. In der EMEA-Region haben die Versicherer 2024 insgesamt 70,9 Mio. Euro für Schäden gezahlt, das waren 35 Prozent aller bislang dort überhaupt geleisteten Schadenzahlungen. Eine Preiswende in der Sparte zeichnet sich laut Aon bislang dennoch nicht ab.
Wecoya wirbt Experten-Team bei Dual ab
Exklusiv Der zum Maklerkonsolidierer GGW gehörende Assekuradeur Wecoya erweitert sein Angebot nach Informationen des Versicherungsmonitors um die Absicherung von Fusionen und Übernahmen mit M&A-Policen. Die neue Einheit Wecoya Transactional Risk Solutions GmbH soll ab dem 1. Juli aktiv sein. Dafür hat Wecoya ein siebenköpfiges Experten-Team beim Konkurrenten Dual abgeworben.
Generali im Streit mit Mittelständler
Exklusiv Die Firma J.M. Schmitt in Bad Neuenahr-Ahrweiler produziert Rundverpackungen. Die katastrophale Flut im Sommer 2021 sorgte für einen Schaden von 23 Mio. Euro. Doch der Versicherer Generali hat nur 8 Mio. Euro gezahlt. Firmenchef Erwin Schmitt habe einem Sublimit von 20 Prozent für Elementarschäden zugestimmt, argumentiert die Generali. Der bestreitet das und hat den Versicherer verklagt.
GGW greift Howden frontal an
Exklusiv Die Maklergruppe GGW attackiert den Rivalen Howden im deutschen Markt für Financial Lines. GGW bündelt das Geschäft in den Bereichen D&O, Rechtsschutz und Warranty & Indemnity in einer Tochtergesellschaft, die den Namen Hendricks GmbH tragen soll. Geleitet wird sie von Michael Hendricks Junior, 39, Sohn der D&O-Legende Michael Hendricks, 70 (Bild). Auch Senior Hendricks wird zum 1. Juli 2025 als Berater zu GGW wechseln. Bisher ist er bei Howden unter Vertrag.
Wie spezielle Policen Pleite-Unternehmen retten sollen
Die zunehmende Zahl von Insolvenzen könnte speziellen M&A-Policen zum Durchbruch verhelfen, hofft der Makler Aon. Mit den Verträgen können dem Käufer auch beim Verkauf von insolventen Unternehmen Garantien gegeben werden, was eine Veräußerung erleichtern könnte. Bislang waren die Versicherer sehr zögerlich bei diesen Verträgen. Das könnte sich nun ändern – auch weil die Zahl der Fusionen und Übernahmen zurückgeht und es damit weniger Bedarf für traditionelle M&A-Deckungen gibt.
WTW: Preiswende in der Industrieversicherung
Die Preise in der Industrieversicherung werden in der kommenden Erneuerungsrunde wohl insgesamt stabil bleiben und in einigen Segmenten sogar sinken. Das schreibt der Makler WTW in einem aktuellen Bericht über den deutschen Markt. Insbesondere in der Haftpflicht-, der Cyber- sowie der M&A-Versicherung erwarten die Experten fallende Preise. Damit ist nach vielen Jahren der Trend stetiger Prämienerhöhungen in fast allen Segmenten gestoppt.
Ecclesia erwirbt Mehrheit an Londoner Makler
Exklusiv Die Maklergruppe Ecclesia hat die Mehrheit an dem kleinen Spezialmakler Liva in London übernommen. Liva ist spezialisiert auf Transaktionsversicherungen, so genannte Warranty and Indemnity Cover (W&I). Mit Hilfe von Ecclesia will Liva jetzt schnell wachsen, auch über den eigentlich angedachten EU-Markt hinaus.
W&I-Markt in Deutschland länger weich
Weltweit fusionieren wieder mehr Unternehmen oder übernehmen Konkurrenten. Mit etwas Verzögerung zeigt sich dieser Trend auch im Markt für Warranty & Indemnity-Versicherungen (W&I), die Risiken aus diesen Deals abdecken. Der Makler und Berater WTW erwartet, dass Ende dieses Jahres das Tal des weichen Marktes erreicht sein könnte. Allerdings könnte es in Deutschland etwas länger dauern, bis sich der Markt für Versicherer wieder verhärtet, unter anderem weil neue Anbieter auf den Markt drängen.
W&I-Versicherungen könnten teurer werden
Unternehmen und Investoren werden weltweit wieder übernahme- und fusionsfreudiger. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Versicherungsmaklers und Beraters Willis Towers Watson (WTW) hervor. Das wirkt sich auch auf die Versicherer solcher Transaktionen aus. Die Preise für die sogenannten W&I-Versicherungen waren zuletzt im Sinkflug. Im Laufe dieses Jahres könnten diese Produkte aber wieder etwas teurer werden, meinen die Experten von WTW.
M&A-Aktivitäten erreichen Tiefpunkt
In der Versicherungsbranche hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Fusionen und Übernahmen (M&A) gegeben als in den Jahren zuvor. Laut der Großkanzlei Clyde & Co ist die Talsohle jedoch durchschritten. Das geht aus dem Insurance Growth Report von Clyde & Co hervor, der die Wachstumsaussichten von Versicherungsunternehmen weltweit untersucht. Viele Unsicherheiten belasten die Unternehmen, zum Beispiel geopolitische Risiken. Sie können dazu führen, dass sich Unternehmen aus Konfliktregionen wie Europa, Afrika oder dem Nahen Osten zurückziehen. Immer mehr Unternehmen suchen daher nach Alternativen für organisches Wachstum.
M&A-Schadenmeldungen 2023 rückläufig
Der M&A-Versicherer Liberty Global Transactions Solutions, der Risiken bei Fusionen und Übernahmen absichert, hat zwischen Januar und August 2023 weniger Schadenmeldungen erhalten, nachdem das Aufkommen 2022 noch um 38 Prozent gestiegen war. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts. Ein Großteil entfiel erneut auf Meldungen mit Steuerbezug. Und: Der Anteil der Meldungen, die zwei Jahre oder später nach Vertragsschluss erfolgten, hat zugenommen.
Howden: Mehr M&A-Schadenmeldungen
In der Absicherung von Fusionen und Übernahmen per Versicherungsschutz in Europa hat es 2022 einen Anstieg der gemeldeten Schäden gegeben. Die Quote legte um 2 Prozentpunkte auf 9 Prozent zu, zeigt ein aktueller Bericht des Maklers Howden. Dabei gab es eine Verdopplung der Meldungen aus kleinen Deals. Für die Zukunft rechnet Howden mit einem weiteren Anstieg – unter anderem, weil die Zahl der späten Meldungen an Bedeutung gewinnt.














