Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.

  • Allianz gründet Ventilmakler

    Die Allianz gründet zusammen mit dem Hamburger Makler Gayen & Berns Homann eine eigene Maklergesellschaft, mit der sie das Firmenkundengeschäft ihrer Vertreter stärken will. Über die Neugründung Advania, an der die Allianz 60 Prozent hält, können die Vertreter künftig Risiken platzieren, die der Konzern selbst nicht nehmen kann oder will. Im Branchenjargon heißt das Ventilmakler. Damit will der größte deutsche Versicherer die Präsenz seiner Agenturen im Industrie- und Gewerbegeschäft stärken und gleichzeitig den Wildwuchs in dem Bereich eindämmen. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz: „Keine Fusion von AGCS und Euler Hermes“

    Die Allianz plant keine Fusion ihres Industrieversicherers AGCS mit dem Kreditversicherer Euler Hermes. Das sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol bei der Erläuterung der Zahlen für das erste Quartal. „Sie können davon ausgehen, dass wir keine Fusion haben werden, weil wir auch nie von einer Fusion gesprochen haben“, sagte Terzariol. Stattdessen würden Einheiten, die zu AGCS und Euler gehören, fusioniert, und die Kooperation bei Produktentwicklung und Vertrieb ausgebaut. Die Allianz legte gute Zahlen für das erste Quartal vor. Dazu trugen geringere Katastrophenschäden bei. In Deutschland steigerte der Konzern den Vertrieb von Lebensversicherungen um 40 Prozent. … Lesen Sie mehr ›

  • Nofri verkauft an MRH Trowe

    Der Versicherungsmakler Nofri in Neuss gehört künftig zu MRH Trowe in Frankfurt. Trowe kauft 90 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, das rund 40 Mitarbeiter hat. Trowe hat 370. Marc Nofri behält 10 Prozent und bleibt Geschäftsführer. Im September zieht der Makler um nach Düsseldorf und wird dort räumlich mit der Trowe-Dependance zusammengelegt. Nofri konzentriert sich auf die Immobilienwirtschaft und die Industrieversicherung, in beiden Feldern ist auch Trowe aktiv – und außerdem in den Bereichen Heilwesen, Architekten, Anwälte und Kreditversicherung. Den Kaufpreis wollte MRH Trowe-Vorstand Ralph Rockel (Bild) nicht nennen. … Lesen Sie mehr ›

  • Berkshires neue Einfachheit

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Oliver Bäte will die Allianz radikal vereinfachen. Damit ist er nicht allein. In den USA haben Berkshire Hathaway, Allstate und Starr Companies unabhängig voneinander Gewerbeversicherer auf den Markt gebracht, die sehr einfach und billig sein sollen. Sie verkaufen direkt ohne Makler und andere physische Vermittler. Damit booten die Anbieter nicht nur die Makler aus, sondern auch Versicherer, die noch nach Sparten anbieten. Denn alle drei haben All-Risk-Policen im Angebot, die den Gewerbetreibenden ruhig schlafen lassen sollen. … Lesen Sie mehr ›

  • Provinzial-Verhandlungen stocken

    Die Verhandlungen über die Fusion zwischen der Provinzial Rheinland in Düsseldorf und der Provinzial Nordwest in Münster sind in einer schwierigen Phase. Die beiden Vorstände arbeiten eng zusammen, aber zwischen den Eignern gibt es Spannungen. Dabei geht es vor allem um die künftigen Anteile an dem neuen Unternehmen. Die beiden Versicherer gehören Sparkassen und Gemeindeverbünden. Die rheinischen Gemeinden wollen eine Aufteilung der künftigen Anteile von 50 zu 50 durchsetzen. In Münster kann man sich eher 60 zu 40 oder höchstens 55 zu 45 vorstellen. … Lesen Sie mehr ›

  • BaFin will Lebensversicherer schützen

    Die BaFin will bei der Überprüfung von Solvency II verhindern, dass andere Länder höhere Kapitalanforderungen für deutsche Lebensversicherer durchsetzen. „Lebensversicherer können Schwankungen in der Kapitalanlage aussitzen“, sagte Frank Grund bei der Pressekonferenz der BaFin in Frankfurt. Das müsse sich bei den Kapitalanforderungen zeigen. Der Chef der Versicherungsaufsicht bei der BaFin sagte zum Verkauf der Generali Leben, er erwarte keine Welle von weiteren Run-off-Anträgen. Die Zahl der Pensionskassen, die intensiv beaufsichtigt werden, habe sich innerhalb eines Jahres von 45 auf 31 reduziert. Das bewertet er als Erfolg der Aufsicht. … Lesen Sie mehr ›

  • Aktuare, was war das denn?

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Die Deutsche Aktuarvereinigung hat bei ihrem Kongress in Düsseldorf interessante Aussagen zur künstlichen Intelligenz und zu Big Data getroffen. Von einer digitalen Revolution könne keine Rede sein, eher von Evolution, hieß es. Und die privaten Kranken- und Lebensversicherer seien weit entfernt von der Nutzung von Big Data, dafür seien die Datenmengen zu klein. Ich halte das für die Bankrotterklärung eines Berufsstandes. Er müsste eigentlich ganz vorne sein bei der intelligenten größtmöglichen Datennutzung – die dem Kunden und dem Versicherer dient. Stattdessen verkriechen sich die Aktuare hinter der bewährten Linie, dass es schon nicht so schlimm kommen […] … Lesen Sie mehr ›

  • Transformation zu Ende, Wachstum geht weiter

    Generali Deutschland-Chef Giovanni Liverani will in den kommenden drei Jahren 275 Mio. Euro in weiteres Wachstum investieren, vor allem in den Bereichen Data Analystics, künstliche Intelligenz und Roboter. Dabei sieht er das Unternehmen bei Innovationen bereits in einer Spitzenposition. Für mögliche Zukäufe ist er bereit, noch viel mehr Geld in die Hand zu nehmen. Der geplante Provisionsdeckel lässt ihn dagegen eher kalt. Zwar ist er gegen das Konzept eines Deckels. Aber: „Diese Pläne sind nicht so weit entfernt von der Realität“, sagte Liverani dem Versicherungsmonitor zur in Berlin angedachten Höhe des Deckels. Die Aachen Münchener heißt demnächst Generali Deutschland Leben. … Lesen Sie mehr ›

  • Lloyd’s baut groß um und spart

    Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s hat am Mittwoch ein weitreichendes Umbau- und Sparprogramm vorgestellt, das jetzt in eine Konsultationsphase geht. Lloyd’s will zwei neue digitale Platzierungsplattformen einführen – eine für einfache Risiken und eine zweite für komplexere Geschäfte. Die Einsparungen könnten zu Kostensenkungen von 10 Prozent bis 20 Prozent der Prämien führen, das wären mehr als eine Milliarde Pfund. Das würde die heutigen Kostensätze von 30 Prozent bis 40 Prozent spürbar senken. Außerdem will der Markt attraktiver und leichter zugänglich für alternatives Kapital werden. … Lesen Sie mehr ›

  • Munich Re will Cybervolumen bis 2020 verdoppeln

    Munich Re erwartet für 2020 einen Weltmarkt für Cyberversicherungen von 8 Mrd. Dollar bis 9 Mrd. Dollar. Die Munich Re hat aktuell einen Marktanteil von 10 Prozent am Weltmarkt, den will sie behalten – und deshalb das Prämienvolumen in der Cyberversicherung verdoppeln. Das sagte Konzernchef Joachim Wenning bei der Hauptversammlung in München. Wenning kündigte an, das Unternehmen werde „digitaler, schneller, flexibler“. Er nahm zur Klimaveränderung Stellung und forderte eine CO2-Steuer. „Der Ausstoß von CO2 sollte ein klares Preisschild bekommen, über alle Wirtschaftssektoren hinweg“, sagte er. Umweltschützer kritisierten die Munich Re dennoch scharf. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz bietet für L&G-Sachbestand

    Die Allianz bietet für den Bestand des britischen Versicherungs- und Vermögensverwaltungskonzerns Legal & General in der Wohngebäude-, Hausrat- und Kleintierversicherung. Das meldet der britische Nachrichtensender Sky News auf seiner Website. Die Allianz kommentierte die Nachricht nicht, gut unterrichtete Branchenkreise halten sie aber für realistisch. Kommt der Münchener Konzern zum Zuge, würde er seine Marktposition in der britischen Privatkunden-Sachversicherung weiter ausbauen – ein erklärtes Ziel von Konzernchef Oliver Bäte. Er steht bereits in einem langwierigen Übernahmeprozess für das Sachgeschäft der LV-Gruppe. … Lesen Sie mehr ›

  • Bayern schiebt Dürreversicherung an

    Bayern will über den Bundesrat die Einführung einer Landwirtschaftsversicherung durchsetzen, die auch das Risiko von Missernten durch Dürre absichert. Es soll sich um eine Mehrgefahrendeckung handeln, bei der Bund und Länder die Hälfte der Prämien zahlen. Allerdings bleibt die Hagelversicherung außen vor. Beim Deutschen Bauernverband gibt es auch skeptische Stimmen. Die Versicherungswirtschaft ist für eine solche Lösung, vor allem die Munich Re argumentiert in diese Richtung. … Lesen Sie mehr ›

  • Die offene Plattform gewinnt

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne   Die Älteren unter Ihnen werden sich noch an Inex24 erinnern. Das war 2011 der Versuch, mithilfe einer unabhängigen Plattform die Industrieversicherung zu digitalisieren.  Die Plattform scheiterte an heftigem Widerstand verschiedener Marktteilnehmer, vor allem einige Industriekunden taten sich schwer. Aber im Nachhinein sagen selbst einstige Gegner, dass die Fundamentalopposition möglicherweise falsch war. Denn so ein System wird heute dringend gebraucht. So wie es in der Industrieversicherung ist, kann es nicht bleiben. Möglicherweise wäre eine Stiftung die Antwort. … Lesen Sie mehr ›

  • Boeing-Schaden sorgt für Marktwende

    Versicherer werden wohl über eine Milliarde Dollar für die zwei Totalverluste der Boeing 737 Max 8 und die aktuell noch geltende Flugsperre für alle Maschinen des Typs zahlen, schätzen Experten aus der Luftfahrtversicherung. Viel hängt davon ab, ob die Kläger eine Verantwortung Boeings für die Abstürze nachweisen können. Dann dürfte es auch zu Regressforderungen der Versicherer gegen Boeing kommen, die für die beiden Maschinen und für Ansprüche der Passagiere haften. Die Munich Re beobachtet aktuell eine Erhöhung der Preise in der Luftfahrtversicherung. … Lesen Sie mehr ›

  • Scor-Jäger Covéa will zukaufen

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