Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
-
Die Unterversicherungskrise
Herbert Frommes Kolumne Die Waldbrände in Kalifornien haben ein gravierendes Problem der Versicherungswirtschaft und ihrer Kunden ans Licht gebracht: die Unterversicherung. Viele Hausbesitzer hatten einen großen Teil ihres Vermögens in ihr Haus investiert, es aber nicht ausreichend versichert. Es geht buchstäblich um Billionen. Die Klimakrise führt nicht nur in den USA zu einer Zunahme von Naturkatastrophen mit entsprechenden Folgen für Gebäude und andere Wertgegenstände, die schlicht nicht mehr ausreichend versichert sind. Die Konsequenzen sind weitreichend. … Lesen Sie mehr ›
-
Ecclesia verkauft sieben Töchter
Exklusiv Der Versicherungsmakler Ecclesia verkauft sieben Tochtergesellschaften in Belgien und den Niederlanden mit zusammen rund 700 Mitarbeitern. Käufer ist der Londoner Maklerkonsolidierer Specialist Risk Group (SRG). Im Gegenzug beteiligt sich Ecclesia mit einer Minderheit an SRG. Führende Aktionäre bei SRG sind Warburg Pincus und Temasek, der Staatsfonds aus Singapur. … Lesen Sie mehr ›
-
Ein turbulentes Jahr 2025
Herbert Frommes Kolumne 2024 war schon lebendig genug, aber 2025 wird noch unruhiger. Das gilt auch für die Versicherungswirtschaft. Langfristige Trends setzen sich durch, oft in Form von Disruptionen und Krisen. Einer dieser Trends ist der Siegeszug der künstlichen Intelligenz, der sowohl Versicherungskunden als auch Versicherer in diesem Jahr massiv beschäftigen wird. Klimawandel, Kfz-Versicherung, Fachkräftemangel, Maklerfusionen, das energische Auftreten der BaFin und die Diskussion über die Nachfolge von Allianz-CEO Oliver Bäte werden ebenfalls eine große Rolle spielen. … Lesen Sie mehr ›
-
Insurlab scheitert mit Insurtech-Fonds
Exklusiv Der vom Insurlab in Köln initiierte Venture-Fonds Ensure Growth Capital ist gescheitert und wird aufgelöst. Kein einziger Versicherer habe sich als Investor engagiert, hieß es in Branchenkreisen. Auch die Gesellschaften, von denen Vorstandsmitglieder als Vorstände von Insurlab die Gründung vorangetrieben hatten, wollten sich nicht beteiligen. Jetzt hat sich Carsten Maschmeyer zum Rückzug entschlossen. Seine Gruppe hatte die technische Umsetzung des Plans vorangetrieben und das Unternehmen gegründet. … Lesen Sie mehr ›
-
GGW kauft Spezialmakler für Luftfahrt
Die Maklergruppe GGW übernimmt den europäischen Spezialmakler Aélia Assurances Group. Das kleine Unternehmen mit Büros in Paris und Genf ist auf die Versicherung der Luftfahrt und verwandter Branchen spezialisiert. Gründer und Mitarbeitende bleiben an Bord. Der Maklermarkt für Luftfahrtversicherungen ist in Bewegung: Die Lufthansa will ihre Delvag-Versicherer und den Makler Albatros verkaufen. Anfang 2025 soll es soweit sein. … Lesen Sie mehr ›
-
Schweres Flugzeugunglück in Südkorea
Die südkoreanische Fluggesellschaft Jeju Air hat allen Angehörigen von Opfern des schweren Unglücks vom 29. Dezember 2024 Entschädigungen zugesagt. Das Unternehmen sei mit 1 Mrd. Dollar (959 Mio. Euro) versichert, teilte das Unternehmen mit. Eine Boeing 737-800 war nach einer Notlandung auf dem Flughafen Muan in Südkorea gegen eine Mauer geprallt. 179 der 181 Menschen an Bord starben bei dem Unglück. Es wird vermutet, dass die Maschine vorher einen Vogelschlag erlitten hatte. … Lesen Sie mehr ›
-
Ein KI-Chatbot dreht durch
Herbert Frommes Kolumne Eigentlich wollte Sascha-Alexander Esposito mit seiner Lebensgefährtin in Mexiko Urlaub machen. Stattdessen hockt der Vorstand der Traditionsversicherung im Büro und versucht, einen wild gewordenen Chatbot einzufangen, der Beleidigungen und Schmähgedichte über das eigene Unternehmen veröffentlicht. Esposito stellt fest: Ganz so einfach ist es nicht, die künstliche Intelligenz (KI) zum Schweigen zu bringen. Es kann auch ziemlich teuer werden. … Lesen Sie mehr ›
-
Aviva kauft Direct Line ziemlich billig
Die Anfang Dezember angekündigte Übernahme des britischen Direktversicherers Direct Line durch Aviva ist in trockenen Tüchern. Beide Gesellschaften veröffentlichten am 23. Dezember 2024 die Einzelheiten ihrer Vereinbarung. Darin wird Direct Line mit etwa 3,7 Mrd. Pfund (4,46 Mrd. Euro) bewertet, Analysten halten das für einen Schnäppchenpreis. Direct-Line-Chef Adam Winslow dürfte den Direktversicherer verlassen. … Lesen Sie mehr ›
-
BaFin verbietet Element das Neugeschäft
Exklusiv Die Finanzaufsicht BaFin hat dem Insurtech Element nach Informationen des Versicherungsmonitors das Neugeschäft verboten. Der Versicherer bestätigte die „unerwartete Situation“. Die BaFin wollte dazu nicht Stellung nehmen. Hintergrund ist die Kündigung eines Rückversicherungsvertrags. Element, seit 2022 von Astrid Stange geführt, agiert vor allem als White-Label-Versicherer. … Lesen Sie mehr ›
-
„Alle Unterlagen nur postalisch“
Herbert Frommes Kolumne Die IT vieler Versicherer ist in einem schlechten Zustand, deutlich schlechter als die der Banken. Inzwischen haben viele Vorstände erkannt, dass sie ein Problem haben. Wenn nicht, sorgen Kundenansprüche, DORA-Vorschriften und die BaFin dafür. Digitalisierung und KI-Nutzung? Machen wir, heißt es bei den meisten Gesellschaften. Aber die Realität ist davon weit entfernt. Manche Versicherer verlangen Schadenunterlagen ausschließlich per Post, wie unser Beispiel von der Concordia zeigt. … Lesen Sie mehr ›
-
Cogitanda hofft auf Angebote bis Mitte Januar
Exklusiv Der insolvente Cyber-Assekuradeur Cogitanda sucht bis zum 17. Januar 2025 Angebote von Übernahmeinteressenten. Das geht aus einem Papier mit Rahmendaten hervor, den das Beratungsunternehmen Novaerion an mögliche Käufer geschickt hat. Cogitanda soll dann nach dem 1. Februar 2025 übertragen werden. Für 2024 erwartet das Unternehmen einen operativen Verlust von 10 Mio. Euro. 2027 soll es profitabel arbeiten. … Lesen Sie mehr ›
-
Cogitanda-Chefs glauben an Rettung
Exklusiv Der Vorstand des insolventen Cyber-Assekuradeurs Cogitanda in Köln sieht gute Chancen auf ein Fortbestehen des Unternehmens. Es gebe weiterhin Interesse bei Investoren, sagten CEO Jens Lison (Bild) und Finanzchef Christian Rink im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Sie weisen Vorwurfe zurück, dass der Vorstand die Insolvenz zu früh beantragt und nicht genug mit bestehenden Aktionären kommuniziert habe. … Lesen Sie mehr ›
-
Peter Schwark arbeitet wieder für Versicherer
Leute – Aktuelle Personalien Peter Schwark, bis September 2023 stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, kehrt in die Branche zurück. Schwark geht in die Geschäftsleitung des Beratungsunternehmens Teckpro, das knapp 100 Experten hat. Dort soll er den Bereich Regulatorik verantworten. Außerdem: Der Industrieversicherer Chubb hat einen neuen Leiter für seine Schadenabteilungen in Übersee. … Lesen Sie mehr ›
-
Krisenfeste Versicherer? Von wegen
Herbert Frommes Kolumne Die deutsche Wirtschaft ist unbestritten in einer Krise. Zahlreiche Unternehmen wollen Arbeitsplätze abbauen, die Konjunkturaussichten sind mau. Die meisten Versicherer glauben, dass sie davon kaum betroffen sind. Das Gegenteil ist der Fall. Jeder Konjunktureinbruch trifft auch die Versicherer. Dazu kommen hausgemachte Probleme. Einzelne Unternehmen wie Nürnberger oder Württembergische müssen kämpfen. Es riecht nach Konsolidierung. … Lesen Sie mehr ›
-
Ergo-Chef Rieß bleibt
Leute – Aktuelle Personalien Der Aufsichtsrat der Munich Re hat den Vertrag von Markus Rieß, der bis 2025 lief, bis 2030 verlängert. Rieß ist seit 2015 Vorstand bei der Munich Re und gleichzeitig Chef der Ergo. Seither hat er den Düsseldorfer Versicherer erfolgreich auf mehr Gewinn getrimmt. Lag der Gewinn 2016 noch bei 41 Mio. Euro, erwartet Ergo für das laufende Jahr ein Ergebnis von 800 Mio. Euro. … Lesen Sie mehr ›