Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
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Axa stellt Industriegeschäft neu auf
Axa-Chef Thomas Buberl war am Mittwoch in Hongkong und besuchte die dortigen Axa-Gesellschaften. Aber er ließ es sich nicht nehmen, den Sieg der französischen Fußball-Nationalmannschaft über Belgien in einem Tweet und auf Linkedin ausführlich zu loben. Die geheime Zutat zum Sieg sei Vertrauen, so Buberl, und lässt sich dann über Markenstrategie aus. Quasi nebenbei bestätigte die Axa per Pressemitteilung die bereits im März angekündigte neue Aufstellung des um die XL erweiterten Konzerns. … Lesen Sie mehr ›
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Ergo schafft den Durchbruch
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Die Ergo macht große Fortschritte. Der Victoria-Platz wird kommende Woche in Ergo-Platz umbenannt. … Lesen Sie mehr ›
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Der schnöde digitale Alltag
Herbert Frommes Kolumne Wenn es für ihn gut läuft, hat ein Kunde wenig Kontakt zum Versicherer. Er schließt den Vertrag ab und zahlt die Prämie. Gibt es keinen Schaden, hat er auch keinen Grund, den Versicherer zu kontaktieren. Viele Gesellschaften wollen das ändern und zum digitalen Lebensbegleiter der Kundschaft werden. Aber bislang scheitern eine große Zahl von ihnen schon an den Grundlagen: Sie können keinen einfachen digitalen Zugang für Vertragsänderungen zur Verfügung stellen. … Lesen Sie mehr ›
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Run-off: Generali-Deal erhitzt Gemüter
Nach der Nachricht über den Verkauf der Generali Leben an Viridium rumort es heftig in der Versicherungsbranche. Die deutsche Lebensversicherung steht vor dem größten Run-off-Deal ihrer Geschichte. Mehr als vier Millionen Verträge sollen zusammen mit rund 300 Generali-Mitarbeitern zu Viridium wechseln. Heftige Kritik an der BaFin äußert der Bund der Versicherten und spricht vom „Sündenfall der Deutschen Lebensversicherung“. Verbraucherschützer honorieren indes, dass Generali eine Minderheitsbeteiligung behält. Die BaFin will genau prüfen, ob Viridium einen Bestand dieser Größe stemmen kann. In der Politik klaffen die Meinungen zum Deal auseinander. Die Grünen werfen der großen Koalition Untätigkeit vor. … Lesen Sie mehr ›
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Liverani: Das könnte eine Blaupause werden
Wir erreichen Giovanni Liverani in Triest. Der Deutschland-Chef der Generali hat an einer Vorstandssitzung teilgenommen und bereitet sich auf die Rückfahrt nach München vor. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sagte Liverani, dass der Run-off-Deal mit Viridium zum Vorbild für andere ähnliche Übernahmen im deutschen Markt werden könnte. Deshalb begrüßt er die genaue BaFin-Prüfung. Nachteile habe niemand aus dem Geschäft. … Lesen Sie mehr ›
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Warum der Generali-Deal gut sein kann
Kommentar Mit der Unterschrift von Generali und Viridium unter die Vereinbarung zum Verkauf der Generali Leben ist der Kampf um den Verkauf von Run-off-Beständen nicht vorbei – im Gegenteil, der beginnt gerade erst richtig. Verbraucherschützer und Politiker haben Widerstand angekündigt, sie fürchten um die Interessen der vier Millionen Kunden. Die Versicherungsbranche ist tief gespalten in der Frage. Dabei hat noch kein Mensch erklärt, warum ein interner Run-off mit steigenden Kosten pro Versichertem bei abschmelzendem Bestand besser sein soll als eine professionelle Abwicklung, in der die Bestände wachsen. Dennoch: Die Gegner haben wichtige Argumente, die man ernst nehmen muss. … Lesen Sie mehr ›
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Generali verkauft Leben an Viridium
Die italienische Versicherungsgruppe Generali, in Deutschland der zweitgrößte Privatkundenversicherer, verkauft 89,9 Prozent an ihrer stillgelegten Tochter Generali Leben an den Abwicklungsspezialisten Viridium. Dabei wird die Generali Leben mit bis zu einer Milliarde Euro bewertet. 300 Mitarbeiter gehen zu Viridium. Die Generali beteiligt sich sehr wahrscheinlich an dem Abwicklungsspezialisten. Der umstrittene Deal dürfte zu heftiger Kritik von Politikern und Verbraucherschützern führen, die Nachteile für Kunden befürchten. In der Branche selbst gibt es schon jetzt eine scharfe Spaltung zwischen Gegnern von Run-off-Lösungen und Versicherern, die einen Bestandsverkauf für eine mögliche Option halten. … Lesen Sie mehr ›
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DFV beteiligt sich an Maklerpool BCA
Die Deutsche Familienversicherung hat 10 Prozent minus einer Aktie an dem Maklerpool BCA in Oberursel übernommen. Verkäufer ist die bbg Betriebsberatung in Bayreuth, die Veranstalterin der Branchenmesse DKM. Die bbg hatte im vergangenen Jahr alle Anteile des Gründers Jens Wüstenbecker gekauft und sie Schritt für Schritt an Versicherer weiterverkauft. Stefan Knoll, Chef der Familienversicherung, sieht den Kauf als Schritt zur weiteren Diversifizierung der Vertriebswege. Über die BCA heißt es in Branchenkreisen, dass man sich bei dem Unternehmen auch Zukäufe vorstellen könnte. … Lesen Sie mehr ›
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Athora macht Thimann zum Athene-Chef
Leute – Aktuelle Personalien Christian Thimann, bislang in der Pariser Axa-Führung für Strategie zuständig und als von der EU beauftragter Experte für nachhaltige Finanzierungen tätig, wird Chef des Wiesbadener Run-off-Spezialisten Athene. Athene gehört zur Athora-Gruppe in Bermuda. Vorgängerin Ina Kirchhof wechselt in den Aufsichtsrat der Athene Lebensversicherung. Stefan Spohr ist jetzt Chef der Athene Deutschland Service GmbH. Claudius Vievers wird Chief Risk Officer und Vorstand der Athene Leben. In wenigen Monaten werden alle Athene-Gesellschaften in Athora umbenannt. … Lesen Sie mehr ›
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Talanx bald ohne Gerling-Villa
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Warum Talanx die Gerling-Villa in der Kölner Marienburg als Tagungszentrum aufgibt. … Lesen Sie mehr ›
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Gothaer gibt Rück-Bestand in den externen Run-off
Die Gothaer hat den Altbestand der früheren Gothaer Rück verkauft. Das Portfolio enthält vor allem europäische Kfz-Haftpflichtrisiken und allgemeine Haftpflichtverträge. Der Bestand und die Kapitalanlagen wurden von der Gothaer Finanzholding an die Axa Liabilities Manager verkauft, neben der Darag einer der wichtigen Anbieter für Run-off-Übernahmen in der Schaden- und Unfallversicherung. Die Gothaer ließ sich von Guy Carpenter beraten, dem Rückversicherungsmakler von Marsh. … Lesen Sie mehr ›
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Schiffsspezialist Windward gewinnt Prominenz
Das israelische Start-up Windward, das sich die Revolutionierung der Schiffsversicherung zum Ziel gesetzt hat, findet prominente Unterstützer. In der dritten Finanzierungsrunde hat sich Marc Benioff beteiligt, Chef der Softwarefirma Salesforce. Die Runde wird angeführt von XL Innovate, Teil der künftig zur Axa gehörenden XL-Gruppe. Insgesamt hat Windward jetzt 38,9 Mio. Dollar eingesammelt. Das Unternehmen analysiert genauestens das Verhalten von Schiffen unter allen Bedingungen und errechnet daraus die Wahrscheinlichkeit von Schäden. … Lesen Sie mehr ›
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Debeka ändert Anlagepolitik
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Digitaler Wetterversicherer startet
Ein Berliner Insurtech versucht, mit einer neuen Wetterversicherung Privat- und Gewerbekunden zu begeistern. Das von Safe Good aufgelegte Angebot hat mindestens zwei Besonderheiten: Erstens wird die Versicherungssumme ausgezahlt, wenn eine bestimmte vorher festgelegte Regenmenge gefallen ist. Der Versicherte muss keinen konkreten Schaden nachweisen. Zweitens ist Mark Wilhelm einer der Gründer, ein in der Branche bekannter Versicherungsjurist aus Düsseldorf. Risikoträger ist der japanische Versicherer Tokio Marine über seine Tochter Tokio Marine HCC. … Lesen Sie mehr ›
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Kfz-Versicherer kämpfen um Telematik-Daten
Lange Zeit waren Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung ein Nischengeschäft, in dem die Anbieter bestenfalls experimentierten – weit weg war von der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen. Jetzt kommen die Versicherer langsam in Gang, weil auch die technischen Voraussetzungen immer besser werden. Aber die Hersteller sind schon viel weiter, manche nutzen die Daten für eigene Versicherungsangebote. Die Ausweitung der Tarife auf alle Altersgruppen könnte für die Versicherer den Durchbruch bei Telematik-Policen bedeuten. … Lesen Sie mehr ›