Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.

  • Softbank-Einstieg bei Swiss Re konkreter

    Der japanische Telekom- und Technologiekonzern Softbank strebt mit seinem Einstieg beim Rückversicherer Swiss Re eine Reihe von Verwaltungsratsmandaten an. Das berichtet die Financial Times. Die Transaktion, bei der die Japaner bis zu einem Drittel der Swiss Re-Aktien übernehmen würden, wird jetzt konkreter. Softbank wird von der Bank UBS beraten, Swiss Re von Credit Suisse. Ein Treffen zwischen Softbanks Chef Masayoshi Son und Swiss Re-Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz stehe kurz bevor, heißt es. … Lesen Sie mehr ›

  • Hoffnungslos im Run-off verheddert

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne   Die deutsche Versicherungswirtschaft verheddert sich gerade auf das Schönste in der Diskussion über den möglichen Run-off von Lebensversicherungsgesellschaften und ihren Verkauf. Während der GDV und die großen Anbieter argumentieren, dass der Run-off als eine Option möglich sein muss, attackieren kleine und mittlere Anbieter alle Konzerne, die solche Pläne verfolgen oder verfolgt haben. Dabei wird es auf beiden Seiten der Debatte etwas bizarr. Das hängt damit zusammen, dass die deutschen Lebensversicherer seit Jahrzehnten ihre Verträge ideologisch überhöhen. … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz bleibt vorsichtig

    Die Allianz hat 2017 trotz der Stürme und der Dollarschwäche gut verdient. Dazu trugen gestiegene Gewinne in anderen Geschäftsfeldern und eine vorsichtige Zeichnungspolitik bei. Bei der Vorhersage für das Jahr 2018 bleibt der Versicherer vorsichtig, wesentliche Gewinnsteigerungen erwartet er nicht. Seine Aktionäre will Konzernchef Oliver Bäte auch in Zukunft durch hohe Dividenden und Aktienrückkäufe bei Laune halten. Seine Aussagen zur Digitalisierung blieben eher vage. Großen Respekt hat er vor Amazon. … Lesen Sie mehr ›

  • HDI drängt auf Preiserhöhungen in Feuer

    Der Talanx-Industrieversicherer HDI Global will seine Kunden in der industriellen Feuerversicherung zur Kasse bitten. Das technische Ergebnis in dieser Sparte war 2017 tief rot, sagte Unternehmenschef und Talanx-Vorstand Christian Hinsch (Bild) vor Journalisten. Jetzt soll saniert werden. In der Transportversicherung sei das in den vergangenen Jahren gelungen. Hinsch und der demnächst ausscheidende Talanx-Konzernchef Herbert Haas beklagten die US-Steuerreform, die den Konzern zu Veränderungen bei Struktur und Kapitalausstattung zwingt – und möglicherweise die Entscheidung erleichtert, demnächst in den USA in der Industrieversicherung zuzukaufen. … Lesen Sie mehr ›

  • Wie Swiss Re die Kunden bindet

    Ein kleiner oder mittelgroßer Versicherer braucht ein Underwriting-Werkzeug für Naturgefahrenrisiken? Eine andere Gesellschaft beschäftigt sich mit Telematik und braucht Unterstützung? Nichts lieber als das, sagt der Rückversicherer Swiss Re. Genau für diese Fälle hat er den Bereich P&C Solutions geschaffen, der von Eric Schuh geleitet wird. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Schuh, welche gemeinsamen Interessen Swiss Re und ihre Kunden haben, welche Zukunft er für den Kfz-Markt sieht und warum er seinen digitalen Assistenten im Auto so wichtig findet. … Lesen Sie mehr ›

  • Große Koalition: Die eigentliche Bedrohung

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne   In den Verhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD über den Koalitionsvertrag ist die Versicherungswirtschaft ohne größere Blessuren davongekommen. Im Gegenteil, einiges von dem, was die neue große Koalition verspricht, steht auch auf der Agenda der Versicherer. Das gilt vor allem für die digitale Infrastruktur. Die eigentliche Bedrohung für das langfristige Geschäft der Branche kommt nicht von möglichen Initiativen der künftigen Regierungsparteien. Sie hätte viel mehr zu verlieren, sollte die letzte Regierung Merkel spektakulär scheitern. … Lesen Sie mehr ›

  • Softbank will ein Drittel von Swiss Re

    Der japanische Mischkonzern Softbank spricht mit Swiss Re über einen langfristigen Einstieg bei dem Rückversicherer. Das bestätigte Swiss Re am Mittwochabend. Zuvor hatte das Wall Street Journal in New York gemeldet, Softbank wolle bis zu einem Drittel der Schweizer Gesellschaft übernehmen. Softbank folgt mit dem möglichen Einstieg bei Swiss Re dem Vorbild von Warren Buffett, dem große Versicherer und Rückversicherer wie Gen Re gehören. … Lesen Sie mehr ›

  • Munich Re plant Stellenabbau im Kerngeschäft

    Die Munich Re erhöht die Schlagzahl bei ihrem Transformationsprogramm im Kerngeschäft Rückversicherung. Als Teil der Maßnahmen soll es einen spürbaren Stellenabbau geben, der vor allem in der Münchener Zentrale und bei der US-Tochter zu Reduzierungen führen wird. Der Konzern setzt dabei auf Pensionierungen und das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern. Durch den Schnitt will Konzernchef Joachim Wenning den Abwärtstrend bei den Gewinnen in dem Segment stoppen und Spielraum für Investitionen in die Digitalisierung schaffen. In einem Interview in der internen Publikation Go Ahead Online kündigt Wenning an, die „Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns auch mit einer Stellenreduzierung zu stärken“. … Lesen Sie mehr ›

  • Signal Iduna: Milliardenprozess beginnt

    Vor dem Landgericht Dortmund hat am Dienstag im Prozess um Schadenersatzansprüche des Investors Anno August Jagdfeld gegen den Versicherer Signal Iduna die Beweisaufnahme begonnen. Der Versicherer soll wegen eines Investments in einem Fonds, der das Hotel Adlon (Bild) aufgebaut hat, unwahre Behauptungen über Jagdfeld verbreitet haben. Die Anwälte Jagdfelds beziffern den Vermögensschaden des Investors inzwischen mit rund 1 Mrd. Euro. Allerdings geht es bei dem Dortmunder Prozess nicht um eine Summe, sondern nur um die Frage, ob Jagdfeld überhaupt Anrecht auf Schadenersatz hat. Heute trat der frühere Leiter des Bereichs für Finanzen und Beteiligungen als Zeuge vor Gericht auf. … Lesen Sie mehr ›

  • Munich Re ändert die Tonart

    Vom einst so konservativen Rückversicherer Munich Re kommen neue Töne: Zwar stiegen die Preise zum Jahresanfang nur um enttäuschende 0,8 Prozent, aber zusammen mit den höheren Zinsen reicht das für den Münchenern als Begründung für eine kräftige Geschäftsausweitung im Kernsegment Schaden-Rückversicherung. Um satte 19 Prozent steigerte das Unternehmen das Volumen bei der Erneuerung zum 1. Januar 2018. Das Jahr 2017 mit seinen hohen Sturmschäden und dem nachfolgenden Gewinneinbruch hat die Munich Re weitgehend abgehakt. Das gilt nicht für die Aktionäre: Bei einer ohnehin schwachen Börse war die Aktie des Konzerns zeitweise mit sechs Prozent im Minus und damit das Schlusslicht […] … Lesen Sie mehr ›

  • Allianz verliert Altin als Digitalchef

     Leute – Aktuelle Personalien  Solmaz Altin, der bisherige Digitalisierungschef der Allianz, geht nach Singapur in die Asien-Holding des Konzerns. Was der Schritt bedeutet, ist unklar: Altin sei als Chief Digital Officer gescheitert, glauben die einen. Er stehe kurz vor der nächsten Karrierestufe, meinen die anderen. Fest steht: Er hat sich im Konzern als Digitalisierungschef nicht nur Freunde gemacht. Die Personalie könnte gefährlich werden für Konzernchef Oliver Bäte, der Altin geholt hat und jetzt eine neue Digitalisierungsstrategie braucht. … Lesen Sie mehr ›

  • Vergiftete Cyberdeckungen

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne   Die Cyberversicherung gilt als wichtigster Wachstumsmarkt in der Industrie- und Gewerbeversicherung. Zweifellos gibt es großen Bedarf bei den Unternehmen, auch wenn sich das noch nicht in entsprechender Nachfrage äußert. Aber ob die Versicherungswirtschaft damit jemals  langfristig Geld verdienen wird, ist sehr zweifelhaft. Im Gegenteil, mancher Anbieter könnte sich hier gefährlich die Finger verbrennen. Ohne rigorose Underwriting-Richtlinien, Kumulkontrolle und Limite wird es nicht gehen. Der Vorschlag einer staatlichen Deckung für Großschäden, der von der Swiss Re kommt, ist auf jeden Fall bedenkenswert. … Lesen Sie mehr ›

  • Das Ende der Cowboys

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne   Manche Profis in der Branche haben sich darüber gewundert, dass die Munich Re-Tochter Ergo ihren Maklervorstand Stephan Schinnenburg gefeuert hat, nachdem seine ruppigen Äußerungen über Mitarbeiter bekannt geworden waren. Die Sprache im Vertrieb sei nun mal etwas rauer, wird argumentiert. Möglicherweise reagiere Ergo wegen der vorangegangenen Skandale auch besonders empfindlich. Ich glaube, es geht um etwas anderes: Die Zeit der Cowboys an der Spitze der Vertriebe neigt sich dem Ende zu. Es reicht nicht mehr, die richtige Mischung aus Druck und Schmeichelei zu beherrschen (und eine leistungsfähige Leber zu haben), um die Vertriebler zu motivieren. […] … Lesen Sie mehr ›

  • Element versichert Borussia Dortmund-Fans

    Der 109 Jahre alte Fußballklub Borussia Dortmund und das knapp ein Jahr alte Insurtech Element stehen kurz vor einer weitreichenden Partnerschaft. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung  und Versicherungsmonitor verhandeln sie über einen Vertrag, nach dem Element für Mitglieder und Fans Hausrat- und Haftpflichtpolicen anbietet. Mit von der Partie ist Signal Iduna als Rückversicherer. Kommt der Deal zustande, könnte er ein starkes Zeichen für die gesamte Branche sein. … Lesen Sie mehr ›

  • R+V: Hoffnung auf den digitalen Bankvertrieb

    Die R+V hängt am Schicksal der Genossenschaftsbanken, sie sind Eigner und wichtigster Vertriebskanal des Versicherers. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert R+V-Chef Norbert Rollinger, wie er trotz Filialschließungen den Vertrieb über die Banken auf hohem Niveau halten will, warum die Gesellschaft trotz ihres ursprünglichen Ausstiegs aus dem Thema jetzt doch Telematik-Tarife anbietet und wieso die R+V ihm manchmal zu langsam ist. Rollinger erklärt auch, welche Rolle die beiden autonomen Busse spielen, mit denen die R+V unterwegs ist. Es handele sich keineswegs um einen Marketing-Gag, sagt er. Das ist eher der Fall beim Sponsoring für den Bundesligisten Schalke 04. … Lesen Sie mehr ›

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