Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung zum Policenmodell gegen die Lebensversicherer entschieden. Aber es ist keineswegs klar, dass es jetzt zu einer Widerrufswelle für Verträge aus den Jahren 1994 bis 2007 kommt.
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Swiss Re sieht sich trotz weniger Gewinn auf Kurs
Swiss Re hat im ersten Quartal rund 200 Mio. Dollar weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Grund ist ein Ergebniseinbruch im Leben-Bereich. Beim konzernweiten Prämienaufkommen gab es ein Wachstum. Swiss Re gab bekannt, dass der ehemalige Finma-Chef Patrick Raaflaub im Herbst neuer Risikochef des Konzerns wird.
Hannover Rück trotzt negativem Marktumfeld
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Quartal 2014 gut verdient. Der einzige Großschaden stammte von dem verschwundenen malaysischen Verkehrsflugzeug. Bei den Vertragserneuerungen zeigen sich allerdings deutliche Aufweichungstendenzen bei den Preisen. Am Gewinnziel hält das Unternehmen fest.
Allianz-Aktionäre kritisieren Umgang mit Pimco
Die Anteilseigner der Allianz monieren auf der Hauptversammlung des Versicherungsriesen den Umgang mit den massiven Mittelabflüssen und der Führungskrise beim Vermögensverwalter Pimco. Sie wünschen sich ein härteres Durchgreifen von Allianz-Chef Michael Diekmann bei der US-Tochter – und fordern Klarheit bezüglich seiner Nachfolge.
Der 4,2 Prozent-Traum
Meinung am Mittwoch: Angesichts steigender Bestandswerte scheint es, als könnte die Niedrigzinsphase börsennotierten Versicherern nichts anhaben. Doch der Schein trügt, denn sie rechnen sich den sogenannten Embedded Value mit einem angenommenen Langfristzinssatz von 4,2 Prozent schön. Ob das realistisch ist, hinterfragt niemand.
Scor legt bei Gewinn und Prämien zu
Der Rückversicherer Scor hat im ersten Quartal besonders im Leben-Geschäft mehr Bruttoprämien erzielt. Der Grund ist unter anderem der 2013 erworbene Leben-Rückversicherer Generali US. Auch beim Gewinn legt der Rückversicherer zu. Die Aktionäre können sich auf eine höhere Dividende freuen.
Vorwürfe schaden Debeka-Zahlen nicht
Die Untersuchungen zu möglicherweise illegalen Vertriebspraktiken bei der Debeka sind noch nicht abgeschlossen. Erst wenn BaFin, Staatsanwaltschaft und Datenschützer ihre Ermittlungen abgeschlossen haben, will sich der Versicherer zu den Ergebnissen und möglichen Konsequenzen äußern. Eins steht jetzt schon fest: Das Geschäft der Debeka haben die Vorwürfe bislang nicht beeinträchtigt.
Verivox übernimmt Transparo-Markenrechte
Das Vergleichsportal Verivox übernimmt von der HUK-Coburg die Rechte an den Marken Transparo und Aspect Online. Damit stärkt das Heidelberger Unternehmen, das seine Stärke vor allem in Energiepreisvergleichen hat, seine Präsenz im Versicherungsmarkt. Platzhirsch Check24 hat damit weiterhin einen veritablen Konkurrenten.
AIG leidet unter hartem Winter
Hohe Katastrophenschäden belasten den Gewinn des US-Versicherers AIG. Das Ergebnis fiel im ersten Quartal deutlich schlechter aus als 2013. Der Umbau des Unternehmens schreitet aber weiter voran.
Buffett glaubt an das Versicherungsgeschäft
Die Versicherungs- und Rückversicherungsaktivitäten haben in den ersten drei Monaten des Jahres den Gewinn von Berkshire Hathaway eher belastet als befördert. Warren Buffett hält sie trotzdem für einen wichtigen Aktivposten. Eine Herausforderung bildet die Kapitalanlage.
Schnick, Schnack, Schnuck – welcher Vertrag gilt?
Neben den klassischen Unternehmenspolicen bieten Versicherer eine Vielzahl spezieller Produkte und ergänzender Deckungsbausteine an. Für Unternehmen ist es eine große Herausforderung, passgenau aufeinander abgestimmten Deckungsschutz zu unterhalten. Ein Mittel, Überschneidungen zwischen verschiedenen Versicherungsverträgen zu vermeiden, sind so genannte Subsidiaritätsklauseln. Aber auch hier ist Vorsicht geboten.
Ratschläge statt Schadenzahlungen
In der Industrie- und Gewerbeversicherung sind Policen, die im Schadenfall keinerlei Geld- sondern nur Sachleistungen vorsehen, unüblich. Hiscox bringt jetzt eine reine Assistance-Deckung auf den Markt. Sie soll Mittelständler in Krisensituationen mit Beratungsleistungen unterstützen.
Ergo: Das Umsatzdenken lebt
Herbert Frommes Kolumne: Im Geschäftsmodell des Dresdner Finanzkonzerns Future Business und seiner Tochter Infinus spielten Lebensversicherer wie die Ergo eine unrühmliche Rolle. Geschädigt wurden Anleger und Vermittler. Dabei wissen alle Lebensversicherer, dass das Modell keineswegs neu ist, mit Hilfe selbst abgeschlossener Lebensversicherungen hohe Provisionen zu generieren. In den 90er Jahren wurden Policen über 1 Mrd. DM auf das Leben kleiner Kinder abgeschlossen.
Lohrmanns Verunsicherung XL
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Die Assekuranz und die Frauenquote.
Thofern: Rückversicherer müssen flexibler werden
Pensionsfonds und andere alternative Kapazitätsanbieter könnten auch in traditionelle Märkte der Rückversicherer eindringen. Die sollten deshalb bei Produkten und Preisen flexibler werden, sagt Jan-Oliver Thofern im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Thofern ist Deutschlandchef des weltweit größten Rückversicherungsmaklers Aon Benfield, der auch der größte Arrangeur für Versicherungsverbriefungen ist.














