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Zeitenwende in den K-Sparten

 Herbert Frommes Kolumne  Auf den ersten Blick läuft die Kfz-Versicherung ganz wunderbar. Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass sich die Schäden zumindest 2020 auf sehr niedrigem Niveau bewegt und zu einer sensationell günstigen Schaden-Kostenquote geführt haben. Die Beiträge für das Neugeschäft sinken, aber von einem Preiskampf kann keine Rede sein. Dennoch stehen viele Versicherer mit kleinen Beständen vor der Entscheidung, was sie künftig mit der Sparte machen: Die Rahmenbedingungen ändern sich fundamental. Manche müssen das Geschäft aufgeben. Da passt es gut, dass die HUK-Coburg zusammen mit Neodigital einen White-Label-Versicherer aufbauen will.

DAV: Telematik sorgt für risikogerechtere Kfz-Prämien

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) bezieht Stellung in der Debatte über Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung. Vorstandsmitglied Detlef Frank betont die Vorteile der integrierten Technologie in Fahrzeugen. Zum einen könnten damit Kfz-Prämien noch risikoadäquater und individueller kalkuliert werden, sagt er. Zum anderen sei die Telematik auch für die Aktuarwissenschaften von Vorteil.

Amazon Accelerator: Makler sind die großen Verlierer

Der Technologie-Gigant Amazon schaut schon eine Weile auf die Versicherungswirtschaft. Der neue Amazon Insurance Accelerator ist nach Ansicht von Clyde & Co bisher das interessanteste Projekt, mit dem Amazon versucht, sich in den Versicherungsmarkt einzugliedern. Denn das Technologie-Unternehmen hat sich künstlich einen Markt geschaffen, erklärte der Jurist Behrad Lalani auf dem Casualty Day der Kanzlei. Dabei ist der Accelerator vor allem gefährlich für Makler – zumindest vorerst.

Wochenspot: Fähige Frauen und Klimaschutz

 Wochenspot – der Podcast  Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren die Redakteurinnen Katrin Berkenkopf und Kaja Adchayan über Frauen in Versicherungsunternehmen und die Rolle der Branche beim UN-Klimagipfel.

Keine Entwarnung für Lebensrückversicherer

Hatte die Corona-Pandemie zu Beginn vor allem Schaden- und Unfallversicherer und ihre Rückversicherer mit Betriebsunterbrechungs- und Veranstaltungsausfallschäden belastet, verzeichnen seit Jahresbeginn 2021 die Lebensversicherer steigende Schäden. Zwar ist die Zahl der Covid-19-Toten zuletzt aufgrund der Fortschritte der Impfkampagne wieder gesunken, doch das ist kein Grund zu Entwarnung, mahnte Scor-Chef Laurent Rousseau bei einer virtuellen Veranstaltung. Virusmutationen können die Schäden der Lebensrückversicherer schnell wieder steigen lassen.

Hohe Schäden treffen Hannover Rück

Hohe Schäden durch Naturkatastrophen und andere Großschäden haben sich im dritten Quartal im Ergebnis der Hannover Rück bemerkbar gemacht. Das Großschadenbudget wurde um rund 220 Mio. Euro überschritten, die Schaden- und Kostenquote lag mit 97,9 Prozent über dem Zielwert von 96 Prozent. Unerwartet hoch fielen außerdem die Lasten durch die gestiegene Mortalität infolge von Covid-19 aus. Trotzdem hält der Rückversicherer an seinem Gewinnziel für 2021 fest.

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