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USA: Cyber-Kapazität wird knapp

Die USA sind weltweit der größte Markt für Cyber-Policen, mit denen sich Unternehmen vor Daten-Dieben aus dem Internet schützen können. Die Sparte wächst rasant. Im vergangenen Jahr betrugen die Prämieneinnahmen 2 Mrd. Dollar. Mittlerweile kaufen nicht nur Großkonzerne, sondern auch Mittelständler die Deckungen. Langsam stoßen die Versicherer an ihr Limit.

Haftpflicht: Deckungsprobleme nur für Problemkinder

Recycling-Unternehmen, die Pharma-Branche und freiberufliche Hebammen sind aus Sicht der Haftpflichtversicherer weiterhin keine attraktiven Risiken. Entsprechend schwer fällt es diesen Kunden, Versicherungsschutz zu bekommen. Der Großteil der Industrie hat aber keine Probleme, ausreichend Deckung zu finden. Die Prämien sind seit Jahren unter Druck. Über den Londoner Markt bieten deutsche Versicherer oft ganz andere Preise und Konditionen an als hierzulande.

Niedrige Zinsen verändern Geschäftsausrichtung

Meinung am Mittwoch: Rückversicherer stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Das Überangebot aufgrund des Zustroms an alternativ-opportunistischem Kapital hat für einen weichen Markt gesorgt. Doch auch die niedrigen Zinsen stellen ein Problem für die Branche dar. Rückversicherer müssen prüfen, welchen Einfluss die Magerzinsen auf ihre Geschäftsausrichtung haben. Das gilt in gleichem Maß auch für Makler und Erstversicherer.

Versicherer müssen Zinszusatzreserve aufstocken

Der anhaltende Niedrigzins wird nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch im laufenden Jahr weitere Zuführungen zur Zinszusatzreserve nötig machen. Das Unternehmen rechnet mit einer ähnlichen Größenordnung wie 2014. Im vergangenen Jahr mussten die Versicherer die Reserve um rund 8,5 Mrd. Euro aufstocken. Da die stillen Reserven hoch sind, können die Anbieter das aber relativ leicht finanzieren, glaubt Fitch.

Felix Hufeld an der BaFin-Spitze?

Das Handelsblatt und die Agentur Reuters berichten, dass Felix Hufeld neuer Präsident der Finanzaufsicht BaFin wird. Zurzeit führt er die Versicherungsaufsicht in der Behörde. Die BaFin äußerte sich nicht zu dem Thema. Amtsinhaberin Elke König wird Ende Februar Chefin der neuen EU-Behörde zur Abwicklung von Krisenbanken. Nach Informationen des Versicherungsmonitors standen auch andere Namen auf der Liste von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Für die Versicherungsbranche wäre Hufelds Beförderung keine gute Nachricht.

Schwerer Jahresstart für die bAV

Zum Januar trat das Lebensversicherungsreformgesetz in Kraft. Die Änderungen betreffen auch die betriebliche Altersversorgung auf Basis von Lebensversicherungen. Mit den Erträgen schrumpft auch die Attraktivität der Angebote. Experten fordern von Anbietern, Vermittlern und der Politik, jetzt zu handeln, um den Erfolg der Sparte zu sichern.

Totschlagargument Erprobungsklausel

Legal Eye – Die Rechtskolumne: Versicherer berufen sich immer häufiger auf eine vermeintliche Verletzung der Erprobungsklausel, um den Deckungsschutz der Produkthaftpflichtversicherung zu verweigern. Die Klausel schließt die Deckung aus, wenn Erzeugnisse vor dem Verkauf nicht nach den anerkannten Regeln der Technik oder Wissenschaft getestet worden sind. Vor allem bei exotischen Produkten gibt es aber gar keine allgemeinverbindlichen Regeln, wie ein Erzeugnis zu erproben ist.

Zu vorsichtig in der Haftpflicht

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Euroforum Haftpflicht-Konferenz, der Neujahrsempfang der Allianz und die Insurance Roadshow von Fitch Ratings.

Frieg wechselt zu Zurich

Gerhard Frieg, vormals Vorstandsmitglied bei Talanx Deutschland, hat einen neuen Job gefunden: Er wechselt in den Vorstand der Zurich und wird künftig das Ressort Bank/Partner und Produktmanagement im Bereich Leben leiten. Die Axa Assistance benennt mit Birgit Böhm einen Chief Medical Officer.

Health Check: Munich Re

 Der Health Check  Preisverfall, niedrige Zinsen, ein schrumpfendes Geschäftsfeld – auch der weltweit größte Rückversicherer Munich Re hat mit dem herausfordernden Markt zu kämpfen. Noch schlägt er sich recht gut. Der Konzern setzt auf ein konservatives Underwriting, Diversifizierung außerhalb des Kerngeschäfts und hält an der Erstversicherungstochter Ergo fest. Die Frage ist, wie lange diese Grundstrategie noch funktioniert. In der zweiten Folge unserer Serie „Health Check“ betrachten wir die Lage der Munich Re.

Athene kauft Delta Lloyd Deutschland

Der Bermuda-Versicherer Athene Holding will die Deutschland-Tochter des niederländischen Finanzdienstleisters Delta Lloyd kaufen. Eine Übernahme durch den japanischen Nomura-Konzern war zuvor gescheitert. Athene will die in Abwicklung befindliche Gesellschaft im Run-off belassen und den Standort Wiesbaden ausbauen. Das könnte der Startschuss für eine neue Run-off-Plattform für Lebensversicherer im deutschen Markt sein.

Aktienkurse von Swiss Re und Zurich auf Talfahrt

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re und des Versicherers Zurich verloren am Donnerstag bis 13.45 Uhr deutlich um 5,92 Prozent und 9,33 Prozent. Insgesamt war der Schweizer Aktienmarkt rund 9 Prozent im Minus. Hintergrund ist die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Mindestwechselkurs von 1,20 Franken zum Euro aufzugeben. Direkte wirtschaftliche Auswirkungen auf die Versicherer dürfte die Entscheidung aber kaum haben.

Petitionsausschuss für Flut-Pflichtversicherung

Der Petitionsausschuss des Bundestags hält die Forderung nach einer verpflichtenden Elementarschaden-Versicherung für Hausbesitzer für gerechtfertigt. Am Mittwoch sprachen sich die Mitglieder für eine entsprechende Petition aus. Stimmt das Bundestagsplenum zu, muss die Bundesregierung sich mit dem Thema beschäftigen.

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