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Crebita macht sich EU-Dienstleistungsfreiheit zunutze

Das Kölner Insurtech Crebita bietet seine online abschließbaren Kreditversicherungen für kleine und mittlere Unternehmen jetzt auch in Österreich an. Eine eigene Niederlassung musste das Start-up nicht gründen, es macht von der Dienstleistungsfreiheit in der Europäischen Union Gebrauch. Österreich soll nicht das einzige Expansionsziel bleiben. Die Corona-Pandemie hat für das junge Unternehmen Vor- und Nachteile.

Zeichen der Solidarität

 Meinung am Mittwoch  Der Angriff auf die Ukraine ist eine Zäsur für Europas Friedensordnung. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir als Versicherer unsere Solidarität mit den Kriegsopfern zeigen. Für uns als Versicherer sind Werte wie Solidarität und Zusammenhalt in der Not mehr als nur Lippenbekenntnisse, sie sind die Grundlage unserer Arbeit und unseres täglichen Handelns.

Finlex setzt auf eigenes Ökosystem

 Exklusiv  Der Plattformbetreiber Finlex muss sich auf die harten Marktbedingungen vor allem in der Cyber- und D&O-Sparte einstellen. Deshalb hat er seine Algorithmen, die ein automatisches Underwriting ermöglichen, an die neuen Anforderungen der Versicherer angepasst. Zugleich baut das Insurtech auch sein erstes Ökosystem im Bereich Cyber auf, weitere sollen folgen.

Scheinbare Ruhe an der Cyberfront

Bisher sind die prognostizierten Hackerangriffe auf westliche Unternehmen im Zuge des Ukraine-Kriegs größtenteils ausgeblieben. Das ist aber kein Grund für Firmen, sich zurückzulehnen. Die Generali Deutschland beobachtet, dass sich die externen Scans von automatisierten Anwendungen auf Schwachstellen in den Systemen des Versicherers verdoppelt haben, sagte COO Rainer Sommer bei einer virtuellen Veranstaltung. Obwohl es momentan vergleichsweise wenig tatsächliche Angriffe mit Ransomware gebe, bleibe Erpressungs-Software doch eine „Geißel der Menschheit“, betonte Andreas Könen, Abteilungsleiter Cyber- und IT-Sicherheit im Bundesinnenministerium.

Versicherungskammer meldet weniger Umsatz

 Exklusiv  Die erfolgsverwöhnte Versicherungskammer Bayern musste 2021 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Aber Konzernchef Frank Walthes erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, dass genau diese Entwicklung geplant war – weil die Gruppe Lebensgeschäft gegen Einmalbeitrag sowie klassische Verträge zurückfährt. Außerdem geben die Bayern das in Großbritannien gezeichnete Geschäft auf. Für die Naturkatastrophen im Sommer mussten die Bayern 300 Mio. Euro aufbringen. Bei Vorhersagen für 2022 ist Walthes vorsichtig – denn ein Einbruch der Wirtschaft könnte auch die Einnahmen treffen.

Liebig steigt bei der Gothaer ein

 Leute – Aktuelle Personalien  Nach zwei Jahren im Vorstand der Haftpflichtkasse und einer kurzen Pause geht Stefan Liebig (Bild) zum 1. Juli 2022 zur Gothaer. Er wird die Leitung der Partnervertriebe verantworten und Mitglied der Geschäftsführung der Gothaer Beratungs- und Vertriebsservice GmbH. Außerdem: Der Aufsichtsrat des IT-Dienstleisters Adesso hat die Verträge der Vorstände Andreas Prenneis und Jörg Schroeder um fünf Jahre verlängert, und das von ADAC und der Versicherungskammer Bayern gegründete Werkstattnetz SPN bekommt eine neue Chefin. Zudem: Greco, HDI Global und Miller.

Tokio Marine und Credit Suisse streiten um Policen

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat Versäumnisse und Pflichtverletzungen von Managern im Zusammenhang mit Lieferketten-Fonds des pleitegegangenen Finanzunternehmens Greensill eingeräumt. Zur Entschädigung ihrer Anleger will sie Geld aus Kreditversicherungen, die bei einem Konsortium um Tokio Marine abgeschlossen wurden. Der Versicherer betont, er wolle die „in betrügerischer Absicht“ abgeschlossenen Deckungen nicht auszahlen. Es droht ein langwieriger Rechtsstreit.

D&O: Der Ehevertrag vor der Hochzeit

Geschäftsführer stehen heute stärker denn je unter Beobachtung. Jede Entscheidung ist nur so gut wie das wirtschaftliche Abschneiden des Unternehmens. Die Klagefreudigkeit seitens Dritter oder des eigenen Arbeitgebers steigt. Eine D&O-Versicherung kann da helfen, allerdings gilt es einige Dinge zu beachten – wie etwa eine klare Klausel im Arbeitsvertrag. Darin waren sich die Referenten auf der achten Kurzkonferenz des Versicherungsmonitors einig. Ein Betroffener sprach über seinen eigenen D&O-Fall und wie er diesen für sich entscheiden konnte.

R+V verdreifacht Gewinn

Die Versicherungsgruppe R+V setzt künftig auf flexibles Arbeiten. Typischerweise werden Mitarbeiter ab Ende der Homeofficepflicht zwei bis drei Tage im Büro und den Rest zu Hause arbeiten, sagte Personalchefin Julia Merkel auf der hybriden Bilanzpressekonferenz. Mit den Geschäftsergebnissen 2021 zeigte sich Vorstandschef Norbert Rollinger zufrieden. Über die voraussichtlichen Zahlen 2022 äußerte er sich angesichts der Unsicherheiten rund um Ukraine-Krieg und Inflation zurückhaltend.

Russische Gewässer als Hochrisikogebiete eingestuft

Die Kriegsversicherer des Londoner Marktes haben am Montag alle russischen Gewässer zum Hochrisikogebiet erklärt. Bisher waren nur die russischen und ukrainischen Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer auf der Gefahrenliste. Reedereien müssen ihren Versicherern jetzt melden, wenn eines ihrer Schiffe einen russischen Hafen anläuft – die Folge könnten hohe Risikoprämien sein. Außerdem: Die Nato warnt Schiffseigner vor Treibminen im Schwarzen Meer.

Emil führt Vertriebsleiter DACH ein

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Technologieanbieter Emil reagiert auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach seiner Versicherungssoftware und führt den Posten des Leiters Vertrieb und Marketing in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein. Besetzt wird die Stelle mit einem Experten von Adcubum. Außerdem: Generationenwechsel bei der Gartenbau-Versicherung und der Wirtschafts-Assekuranz-Makler Gruppe Amberg. Personelle Veränderungen gibt es zudem bei Lampe & Schwartze, Martens & Prahl, Südvers, Deloitte, BVV und Meag.

Makler Prinas Montan steht zum Verkauf

 Exklusiv  Die Degussa Bank will nach Informationen des Versicherungsmonitors den Essener Makler Prinas Montan verkaufen. Der Makler hat ausgezeichnete Beziehungen zu zahlreichen Industrieunternehmen und betreut sie im Belegschaftsgeschäft. Das Unternehmen hat sieben Standorte in Deutschland. Ein möglicher Deal würde zu den größten in der aktuellen Übernahmewelle gehören. Insider sprechen von mindestens 50 Mio. Euro.

GDV: Nur wenn das Risiko stimmt

Bei der Überarbeitung der Solvency II-Aufsichtsregeln geht es auch um die Kalibrierung von Naturkatastrophenrisiken sowie um den Umgang mit nachhaltigen Investitionen. Die europäische Kommission hat der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa entsprechende Prüfaufträge erteilt. Der Versichererverband GDV ist gegen eine willkürliche Besserstellung grüner Investments, ohne dass sie mit einem geringeren Risiko begründet werden kann.

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