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Vielen Dank, Mark Branson!

 Meinung am Mittwoch  BaFin-Präsident Mark Branson hat von einer „Sackgasse“ gesprochen, in die uns die regulatorischen Vorgaben im Bereich ESG manövriert haben. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung. Insbesondere die zunehmenden Berichtspflichten durch die Taxonomieverordnung erfordern einen großen Aufwand, den man an anderer Stelle sinnvoller einsetzen könnte, um damit wirklich etwas zu bewirken.

Fake-Schäden und die Grenzen der KI

 The Long View – Der Hintergrund  Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) in den vergangenen zwölf Monaten wirft Fragen zur Missbrauchsgefahr auf. Insbesondere im Versicherungsbereich, wo Schäden in vielen Fällen durch Textnachrichten und Bilder gemeldet werden, könnte eine Welle von künstlich generierten Schadensfällen mit Betrugsabsichten bevorstehen. Ein gemeinsames Projekt von Flexperto und Policen Direkt hat versucht, mittels generativer KI Fake-Schäden zu erstellen, um die Fähigkeit der Technologie für solche Einsatzgebiete zu testen.

Beweislastumkehr auch in der D&O-Direktklage

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  In Organhaftungsprozessen liegt die Beweislast bei den Vorstandsmitgliedern, wenn streitig ist, ob sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewandt haben. Seit jeher umstritten ist, ob das auch dann gilt, wenn das Organmitglied seinen Deckungsanspruch an die Gesellschaft abtritt und diese anschließend im Wege eines Direktprozesses unmittelbar gegen den D&O-Versicherer vorgeht. Das Oberlandesgericht Köln hat das kürzlich bejaht. Die Entscheidung gibt der Rechtspraxis wichtige Orientierung.

Terminstress vor Weihnachten

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: erste Jahresabschlussgespräche der Versicherer, eine Eiopa-Konferenz zum Thema Sustainable Finance und das Jahresmediengespräch des GDV

Und die Arbeitsplätze hier?

 Herbert Frommes Kolumne  Die US-Versicherer bauen massiv Personal ab. Neueinstellungen gibt es kaum noch. Dabei haben die US-Gesellschaften im vergangenen Jahr noch händeringend Personal gesucht. Was ist passiert? Der Hauptgrund: Der Markt für Autoversicherungen hat sich gedreht, die Preise sinken, die Unternehmen fürchten Verluste. Der zweite Grund: Die Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz machen viele Funktionen schlicht überflüssig. In Deutschland ist die Situation anders, die Unternehmen suchen noch Mitarbeiter. Doch das muss nicht so bleiben.

Null-Toleranz-Strategie gegen Versicherungsbetrug

 The Long View – Der Hintergrund  Jährlich entstehen laut Versichererverband GDV rund 5 Mrd. Euro Schäden durch Versicherungsbetrug. Die Versichertengemeinschaft ist die Leidtragende, denn sie muss die Mehrkosten über höhere Prämien mittragen. Umso wichtiger ist es, als Versicherer eine Nulltoleranzstrategie zu verfolgen und jedem Betrugsverdacht nachzugehen. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, „auffällige Vorkommnisse“ zu prüfen, Anomalien festzustellen und das Tempo der Schadenregulierung zu erhöhen.

Photovoltaik auf Industriedächern: Wer denkt an die Versicherbarkeit?

 Meinung am Mittwoch  Solarenergie boomt. Immer mehr Unternehmen nutzen Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen), um kostengünstig eigenen Strom zu erzeugen. Ein Lichtblick für die Energiewende. Doch wie sieht es mit der Versicherbarkeit aus? Unsere Erfahrung zeigt: Bei der Installation von PV-Anlagen werden die Anforderungen der Sachversicherer häufig außer Acht gelassen. Das ist ein – vermeidbares – Versäumnis, das den Versicherungsschutz des Betriebs gefährden kann. Wie wäre es mit mehr Kooperation?

Rechtsschutzversicherern droht Mehrbelastung

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Rechtsschutzversicherer dürfen den Versicherungsschutz ablehnen, wenn die Klage eines Versicherungsnehmers keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat. Jahrelang spielte diese Risikoausschlussklausel keine große Rolle. Durch den sogenannten Dieselskandal hat sie neue Relevanz erhalten. Es stellt sich die Frage, ob die Ablehnung von Deckungsanfragen mit Verweis auf Urteile des Bundesgerichtshofs noch rechtens ist, nachdem der Europäische Gerichtshof Verbrauchern neue Chancen auf Schadensersatz eingeräumt hat. Den Rechtsschutzversicherern könnten erhebliche Mehrbelastungen drohen.

Wie KI die Branche verändert

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: die Fachkonferenz „The Digital Insurance“ der Süddeutschen Zeitung mit der Verleihung des Preises „Digitaler Leuchtturm Versicherung“, eine Online-Veranstaltung des GVNW zu Kreditrisiken sowie ein Industrieversicherungs-Roundtabel der Zurich.

Die Klimaschmerzen der Versicherer

 Herbert Frommes Kolumne  Der Enthusiasmus vieler Versicherer in Sachen Klimaschutz ist deutlich gedämpfter als noch vor einem Jahr. Auch bei der Weltklimakonferenz in Dubai fällt der Auftritt der Branche bescheidener aus. Zwar hat kein Konzern die offiziell verkündeten Klimaziele zurückgenommen. Doch der politische Druck von Klimaskeptikern ist spürbar, nicht nur in den USA. Gleichzeitig müssen die Versicherer damit rechnen, dass die Belastungen durch klimabedingte Schäden deutlich zunehmen. Für manche Risiken droht die Unversicherbarkeit.

Wochenspot: Wenn Versicherer auf Influencer setzen

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen die Redakteurinnen Katrin Berkenkopf (rechts) und Kendra Roth über das Influencer-Marketing von Versicherern: Wer setzt schon darauf, was kostet sie das, welche Rolle spielt Authentizität?

Internationale Programme: Geopolitik im Blick behalten

 Meinung am Mittwoch  Wir sind in einer Ära, die von Polykrisen gezeichnet ist und die Versicherungsbranche und ihre Kunden vor besondere Herausforderungen stellt. Insbesondere die Entwicklung von internationalen Versicherungsprogrammen erfordert eine gründliche Analyse der geopolitischen Landschaft. Trotz der Vielzahl der parallel verlaufenden Krisen sollten wir nicht vergessen, den Blick in die Zukunft zu richten. Die aktuellen Herausforderungen haben einen unmittelbaren Einfluss auf das, was wir zukünftig zu erwarten haben.

Warum die Erprobungsklausel nicht hält

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Rückrufe von defekten oder mangelhaften Produkten nehmen zu und verursachen steigende Versicherungsschäden. In der Schadenregulierung gewinnt die sogenannte Erprobungsklausel deshalb weiter an Bedeutung. Sie soll vermeiden, dass der Versicherer zur Nachfinanzierung herangezogen wird, wenn ein Unternehmen aus Kosten- oder Wettbewerbsgründen Erzeugnisse auf den Markt bringt, ohne sie vorher „ausreichend erprobt“ zu haben. Der Zweck ist legitim. Die Erprobungsklausel ist aber dysfunktional. Gute Argumente sprechen dafür, sie als rechtswidrig anzusehen.

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