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Erneuerung in Krisenzeiten

 Meinung am Mittwoch  Die politische und wirtschaftliche Lage ist so ernst wie schon lange nicht mehr. Das wird sich auch auf die Erneuerung in der Rückversicherung auswirken. Lang bevor das Speed-Dating mit Erstversicherungskunden in Monte Carlo beginnt, geht es um Kapazitäten und Preise. Hier ist das Momentum gesetzt, die Richtung klar, denn Sicherheit ist angesichts steigender Risiken derzeit ein sehr knappes Gut.

„Renewals“ – Wirkliche Erneuerungen?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Längst haben die Diskussionen zwischen Industrieversicherern und Kunden begonnen. Die alljährlichen „Renewals“ stehen an. Was hier und da irgendwie ein wenig ritualisiert wirkt, ist für die Beteiligten regelmäßig eine Stressphase gefolgt von vorweihnachtlicher Erleichterung, wenn alles geklappt hat. Ja, es sind schwierige Zeiten, auch für die Versicherungswirtschaft mit Klimakrise, Krieg und Kalamitäten unterschiedlichster Art. Doch wie geht Erneuerung in diesem Kontext wirklich – und wie nicht?

Friederike Krieger

Treffen mit Konfliktpotenzial

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Symposium des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft und Rückversicherertreffen in Monte Carlo

Sanierungsopfer Wahrheit

 Herbert Frommes Kolumne  Die Industrieversicherer sanieren weiter. Mit einer Schaden- und Kostenquote von über 150 Prozent in der industriellen Sachversicherung haben sie gute Gründe dafür. Doch leider gibt es bei manchen Versicherern aktuell den Trend, anstehende Preissteigerungen oder Kapazitätsreduzierungen nicht mit ihren eigenen Ergebnissen zu begründen, sondern mit der Anwendung von ESG-Kriterien. Das ist leicht durchschaubar und verärgert die Kunden. Ohnehin tut sich die Branche schwer mit ESG: Es ist klar, dass Europa in den kommenden Monaten mehr Strom aus Kohle braucht. Aber mancher Industrieversicherer hat noch nicht begriffen, dass er dafür seine ESG-Kriterien anpassen muss.

Digitalisierung: Wie den Nutzen maximieren?

 Meinung am Mittwoch  Jährlich ein Prozent ihres Prämienvolumens geben deutsche Versicherer zurzeit für digitale Initiativen aus – zumindest laut veröffentlichten Zahlen. Tatsächlich dürfte es deutlich mehr sein. Digitale Transformation ist ein Dauerbrenner und ein zentraler Erfolgsfaktor: Kunden verlangen sie, fast alle Branchen sind damit beschäftigt. Doch wie gelingt es Versicherern, aus all den Bemühungen eine echte „digitale Dividende“ zu ziehen?

Berechnung von Schmerzensgeld wird komplizierter

  Legal Eye – Die Rechtskolumne  Bei der Berechnung von Schmerzensgeld ist es zu einer Änderung in der Spruchpraxis gekommen, die insbesondere für Haftpflichtversicherer relevant ist. Laut Bundesgerichtshof bedarf es einer Gesamtbetrachtung aller Umstände des Einzelfalls. Die Höhe des Schmerzensgelds muss demnach das Ausmaß der entstandenen Lebensbeeinträchtigung des Geschädigten maßgeblich berücksichtigen. Einfacher wird die Berechnung damit wohl nicht, im Ergebnis aber sicher angemessener.

Lebensversicherung im Fokus

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Handelsblatt Strategiemeeting Lebensversicherung und K-Tagung von Meyerthole Siems Kohlruss

Offene Wunden in der Industrieversicherung

 Kommentar  Die vergangenen Erneuerungsrunden in der Industrieversicherung haben Spuren hinterlassen. Zwar bemühen sich die Anbieter, verlorenes Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen, aber die Zusammenarbeit läuft immer noch nicht gut. Auch die Aussicht auf weiter steigende Prämien bei den kommenden Verhandlungen hilft nicht. Die Versicherer sollten den Unmut ihrer Kunden ernst nehmen. Eine Chance für persönliche Gespräche bietet das Symposium des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft in zwei Wochen.

Wochenspot: Baustellen in der bAV

 Wochenspot – der Podcast  Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Kaja Adchayan und Berlin-Korrespondent Jonas Tauber über das Sozialpartnermodell, das 2018 geschaffen wurde, um die Attraktivität der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zu erhöhen. Vier Jahre später lässt die erste Umsetzung immer noch auf sich warten. Warum das so ist und wie es um die Betriebsrenten in Zeiten der steigenden Inflation steht, erfahren Sie im Podcast.

Die Nachhaltigkeit nicht zu Tode bürokratisieren

 Meinung am Mittwoch  Der Klimaschutz braucht klare Regeln. Doch beim Versuch, möglichst alle Aspekte zu regulieren, schießt die Politik derzeit über das Ziel hinaus. Es ist richtig, dass es verbindliche Normen und Definitionen gibt, nach denen Unternehmen sich richten können. Dabei wäre aber weniger oft mehr. Die Versicherungsbranche braucht weniger, aber dafür praktisch umsetzbare Nachhaltigkeitsregeln.

Die drei Zeitalter der nachhaltigen Kapitalanlage

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Impact Investing ist in aller Munde und hat das Potenzial, ESG als neues Schlagwort in der nachhaltigen Kapitalanlage abzulösen. In der Finanzwirtschaft fehlt es aber noch an einem breiten Verständnis der dahinter stehenden Methoden und Konzepte. Auch die EU-Gesetzgebung hilft hier nur begrenzt weiter, da sie mangels konkreter Vorgaben von Marktteilnehmern und Aufsichtsbehörden unterschiedlich ausgelegt wird.

Der Intranet-Fauxpas der Allianz

 Was wirklich wichtig ist  Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Im Intranet der Allianz freuen sich Mitarbeiter, ein Projekt der Deutschen Bahn ausgeschlagen zu haben. Die scheint wenig darüber erfreut, wenn der eigene Versicherer sich über sie lustig macht.

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