Der Schutzschirm für Kreditversicherer geht in die Verlängerung. Die staatliche Garantie in Höhe von 30 Mrd. Euro für pandemiebedingte Schäden sollte eigentlich zum Jahresende auslaufen, jetzt gilt sie noch bis Ende Juni 2021. Darauf haben sich der Bund und die Kreditversicherer geeinigt. Es haben sich allerdings einige Modalitäten verändert: Die Gesellschaften müssen jetzt mehr Schäden selbst tragen, dafür fällt aber auch die Prämienabgabe an den Bund geringer aus.
Industrieversicherung
Neuer M&A-Assekuradeur bindet sich an HDI
Amaniki, der im vergangenen Jahr gestartete Assekuradeur für Transaktionsversicherungen, hat eine Exklusivitätsvereinbarung mit HDI Global Specialty abgeschlossen. HDI war bereits seit Gründung Kapazitätsgeber für den Assekuradeur, den die bekannte Expertin für M&A-Policen Niki Demirbilek nach ihrem Weggang bei Dual gegründet hat. Assekuradeure spielen eine immer wichtigere Rolle im M&A-Geschäft.
Versicherer beschränken ihr Kohle-Geschäft
Exklusiv Immer mehr Versicherer ziehen sich aus dem Geschäft mit der Kohleindustrie zurück, zeigt eine Analyse des Umweltschutz-Netzwerks Insure Our Future. Inzwischen interessieren sich die Umweltschützer allerdings auch verstärkt dafür, wie sich die Versicherer bei Öl, Gas und Ölsand verhalten. Was den Rückzug aus der Absicherung entsprechender Risiken betrifft, schneiden Axa und Swiss Re am besten ab. Gegenüber dem Vorjahr verliert die Allianz beim Klimaschutz ihren Spitzenplatz unter den deutschen Versicherern.
Schunck will Impftransporte versichern
Exklusiv In wenigen Wochen sollen die Massenimpfungen gegen Covid-19 bereits starten, doch bis dahin gilt es, viel zu organisieren. Neben der Einrichtung der Impfzentren müssen Millionen Impfdosen durch Deutschland transportiert werden. Zur Absicherung gegen Transportschäden, Unterbrechung der Kühlkette, aber auch Diebstahl und Vandalismus hat der Industriemakler Schunck jetzt ein Versicherungskonzept entwickelt. Wie das konkret aussieht, erklärten die Geschäftsführer Thomas Wicke und Peter Kollatz im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung und dem Versicherungsmonitor.
Axa setzt auf Krankenversicherung und Risikoschutz
Nach Abschluss des Strategieprogramms „Ambition 2020“ hat die Axa auf ihrem virtuellen Kapitalmarkttag fünf Kernpunkte des Nachfolgeprogramms vorgestellt, das der französische Versicherer für die Jahre 2021 bis 2023 aufgesetzt hat. Der Konzern will die Krankenversicherung und das Geschäft mit Risikopolicen ausbauen, die Prozesse im Kontakt mit den Kunden einfacher gestalten, die Underwriting-Performance verbessern und den jährlichen Cashflow deutlich ausbauen. Auch beim Klimaschutz gib es ein neues Ziel.
HDI Systeme: Krebbers geht, Böhme kommt
Leute – Aktuelle Personalien Beim internen IT-Dienstleister der Talanx gibt es einen Vorstandswechsel. Vorstandsprecher Michael Krebbers verlässt das Unternehmen Ende Januar 2021. Für ihn kommt Dirk Böhme (Bild) vom IT-Berater Silbury. Die Position als Vorstandssprecher übernimmt Jens Köwing zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben im Vorstand. Außerdem: Swiss Re Corporate Solutions wirbt Manuela Baroncini vom Konkurrenten Zurich ab.
Fitch mahnt Sachversicherer zur Disziplin
Die Ratingagentur Fitch bewertet den Ausblick für die deutschen Sachversicherer als stabil, mahnt die Gesellschaften aber zur Disziplin. Vor allem im Kraftfahrtgeschäft müssten die Anbieter trotz sinkender Erträge im Neugeschäft die Zeichnungsdisziplin beibehalten. Nachdem sich die Profitabilität der Sachversicherung 2020 verbessert hatte, wird sie im kommenden Jahr voraussichtlich auf stabilem Niveau bleiben. Im Firmenkundengeschäft rechnet Fitch mit weiterem Prämienwachstum.
Gericht gibt AIG bei Grohe-Schaden Recht
Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) hat am Donnerstag einen vorläufigen Schlusspunkt unter die jahrelange Auseinandersetzung zwischen dem japanischen Baustoffkonzern Lixil und dem US-Versicherer AIG gesetzt. Lixil scheiterte vor dem OLG mit dem Versuch, das Urteil eines Schiedsgerichts aus dem Mai 2020 aufheben zu lassen. Bei dem Streit geht es um einen hohen Millionenschaden aus der Übernahme des deutschen Armaturenherstellers Grohe durch Lixil. Die Japaner wollen sich aber nicht geschlagen geben und kündigten weitere Schritte an.
VKB will in Reise und Kranken wachsen
Leute – Aktuelle Personalien Die Versicherungskammer Bayern (VKB) hat ein neues Vorstandsmitglied für den Bereich Kranken- und Reiseversicherung ernannt. Isabel Martorell Nassl ist bereits seit fast 23 Jahren im Konzern und behält ihre bisherigen Aufgaben bei. Außerdem: Die neue Chefaktuarin des Industrieversicherers AGCS kommt von AIG. Der österreichische Makler Greco gründet angesichts der erwarteten Umbrüche bei der Versicherung von Energieversorgern eine neue Einheit. Und der Bermuda-Versicherer Sompo hat einen Daten-Analysten bei Axa XL abgeworben.
Atradius: Unternehmen gehen zu hohe Risiken ein
Deutsche Unternehmen gehen in der Corona-Krise großzügiger mit ihren Abnehmern um und gehen dabei ein hohes Risiko ein. Der Kreditversicherer Atradius warnt anlässlich der Veröffentlichung seines jährlichen Zahlungsmoralbarometers, dass sich Lieferanten auf zu hohe Forderungsrisiken einlassen – und diese nicht versichern. Die Kreditversicherer profitieren zurzeit noch von einem 30 Mrd. Euro schweren staatlichen Schutzschirm.
AGCS: Interne Fehler führen zu Cyberschäden
Exklusiv In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gemeldeten Cyberschäden rasant nach oben geschnellt. Betriebsunterbrechungen infolge von Cybervorfällen machen den größten Anteil der Cyberschäden aus. Die Ursache für den Betriebsstillstand findet sich in den meisten Fällen im Unternehmen selbst. Das zeigt eine Studie des Allianz-Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty. „Die klare Mehrzahl der Betriebsunterbrechungsfälle gehen auf menschliches Versagen zurück“, sagte Catharina Richter, globale Leiterin des Allianz Cyber Kompetenzzentrums, dem Versicherungsmonitor. Diese Schwachstelle ließe sich jedoch mit einfachen Mitteln beseitigen.










