Industrieversicherung rss

WTW: „Der Markt hat den Peak erreicht“

 Exklusiv  Bei den Erneuerungs-Verhandlungen in der Industrieversicherung können sich die Einkäufer aus der Industrie auf eine entspanntere Situation einstellen als im vergangenen Jahr, berichten die Expertinnen Monika Behrens (rechts) und Olga Losing-Malota vom Makler WTW im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Der Markt ist stabiler, auch wenn die Preise für viele Deckungen noch hoch sind. Sorgen bereiten den beiden allerdings die Kfz- und die Sachversicherung sowie die Absicherung gegen politische Risiken.

Lufthansa will Captive und Makler verkaufen

Die Fluggesellschaft Lufthansa will sich stärker auf das Kerngeschäft besinnen. Neben Wartungseinheit und Caterer sind jetzt auch der firmeneigene Versicherer Delvag und der Vermittler Albatros in den Fokus gerückt. Branchenkreise bestätigen entsprechende Medienberichte, nach denen Lufthansa den Verkauf der zwei Töchter plant. Andere Unternehmen denken angesichts hoher Preise und knapper Kapazitäten für den Versicherungsschutz darüber nach, sich firmeneigne Versicherer, sogenannte Captives, zuzulegen.

„Hilary“ könnte für Versicherer glimpflich enden

Trotz dramatischer Bilder von überschwemmten Wohngebieten, unterspülten Straßen und umgestürzten Bäumen könnte der Tropensturm „Hilary“ Versicherer und Rückversicherer weniger teuer zu stehen kommen als gedacht. Die Risikoanalysefirma Karen Clark & Company geht von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für Sturmschäden aus. Hochwasserversicherungen haben im betroffenen US-Bundesstaat Kalifornien die wenigsten Hausbesitzer.

D&O-Versicherungen im Test

Die Managerhaftpflichtversicherung (D&O) ist kein Standardprodukt. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Besonderheiten, Strukturen und Risiken, die versichert werden müssen. Die Angebote auf dem Markt sind deswegen schwer vergleichbar. Die Experten vom Versicherungsmakler Transparent Beraten mit Sitz in Berlin haben es dennoch versucht. Sie haben nach eigenen Angaben erstmals neun Anbieter von D&O-Policen unter die Lupe genommen sowie deren Leistungen geprüft und bewertet. Die Gothaer schneidet in zwei Bereichen schlecht ab.

Axa legt Klimastrategie vor

Der Rück- und Industrieversicherer Axa XL hat einen Plan für den Umgang mit dem Klimawandel veröffentlicht. Darin beschreibt die Axa-Tochter die Auswirkungen auf die Versicherungsbranche: Zum einen hinsichtlich der Risiken, also welche Schadensfälle vermehrt auftreten werden, zum anderen, wie sich Unternehmen klimafreundlich verhalten können.

Zurich mit deutlich höherer Anlagerendite

Die Zurich hat im ersten Halbjahr von einem stark gestiegenen Kapitalanlageergebnis profitiert und ihren Gewinn um 6 Prozent gesteigert. Das Betriebsergebnis blieb stabil. In der größten Sparte Schaden- und Unfallversicherung musste die Gesellschaft mit höheren Schäden und Kosten zurechtkommen, hier ging der Betriebsgewinn zurück. Beim Umsatz legte die Gesellschaft zu – auch wegen höherer Preise.

Fremantle Highway kostet mehr als 240 Mio. Euro

Der Autofrachter Fremantle Highway liegt sicher im niederländischen Eemshaven, das Feuer ist erloschen. Während an Bord die Schadenursache erforscht wird, ziehen die Versicherer ihre Summen. Das Unglück wird sehr wahrscheinlich zwischen 240 Mio. Euro und 300 Mio. Euro kosten. Vor allem die Luxusautos an Bord werden teuer.

AM Best: 2022 war ein starkes Jahr für Captives

Firmeneigene Versicherungsgesellschaften, die sogenannten Captives, sind im vergangenen Jahr stark gewachsen. Die von AM Best bewerteten Captives konnten ihr operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verdoppeln und haben außerdem den größten Prämienanstieg seit zehn Jahren verzeichnet, schreibt die Ratingagentur in einem aktuellen Bericht.

Swiss Re mit deutlichen Preiserhöhungen

Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient als im Krisenjahr 2022 und sieht sich auf Kurs in Richtung seines Gewinnziels in Höhe von 3 Mrd. Dollar für 2023. Rückenwind kam von einer geringen Naturkatastrophenlast und einer höheren Kapitalanlagenrendite. Mit der Juli-Erneuerung in der Schadenrückversicherung zeigen sich die Schweizer sehr zufrieden.

Preise für Industrieversicherungen steigen moderat

Der globale Versicherungsmakler und Risikoberater Marsh hat seinen vierteljährlich erscheinenden Global Insurance Market Index für das zweite Quartal 2023 veröffentlicht. Insgesamt stiegen die Preise für Industrieversicherungen um drei Prozent an – im vorigen Quartal waren es noch vier Prozent. Im Bereich der Cyberversicherungen meldete Marsh einen Rückgang der Preiserhöhungen um zehn Prozentpunkte auf nur noch ein Prozent.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner