Acht Versicherer aus ganz Deutschland, zwei Hochschulen, die IHK Köln und ein Start-up haben in dieser Woche den Verein InsurLab Germany in Köln gegründet. Er soll den Hub InsurTech mit Leben erfüllen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte nach einer Ausschreibung Köln und München für diese Digitalisierungszentren im Rahmen der de:hub-Initiative ausgewählt. Der Verein will jetzt eine GmbH gründen und rasch Räume für ein Accelerator- und Incubator-Programm anmieten.
Insurtech
Versicherer suchen Hilfe bei Insurtechs
Versicherer sprechen nicht gerne über ihre Schwächen. Doch genau das taten sie beim „Reverse Pitch“ des Start-up-Inkubators Startplatz. „Wir wissen auch nicht alles“, räumte Lorenz Hanelt ein, Geschäftsführer des Lufthansa-Maklers Albatros. Zweck der Veranstaltung in Köln war es, Insurtechs und Versicherer zusammenzubringen. Dabei buhlten diesmal nicht die Start-ups um die Gunst der etablierten Anbieter, sondern die drei Versicherer Zurich, GAV und Delvag sowie der Makler Albatros warben um die jungen Unternehmen.
Die zweite Insurtech-Welle steht bevor
Mehr als 1.000 junge Insurtechs versuchen weltweit, die Assekuranz mit neuen, digitalen Geschäftsmodellen aufzumischen. Doch nicht alle Start-ups sind gut positioniert, zeigt eine Studie des Strategieberaters Oliver Wyman mit Policen Direkt, die unter anderem das US-Start-up Lemonade, den digitalen Krankenversicherer Ottonova, Trov und Getsurance untersucht hat. In einigen Nischen tummeln sich zu viele Jungunternehmen, andere lukrative Felder würden indes vernachlässigt, so die Autoren. Sie erwarten eine zweite Insurtech-Welle, die echte Disruption bringt.



