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Run-off-Experte Labes zieht sich zurück

 Leute – Aktuelle Personalien  Der britische Finanzinvestor Cinven und die kanadische British Columbia Investment Management Corporation sind seit Kurzem Mehrheitseigner des Abwicklungsspezialisten Compre. Hubertus Labes, Managing Director bei Compre und Chef der Tochter Hamburger Internationale Rückversicherung, nutzt diesen Zeitpunkt, um sich Ende Juli aus der Run-off-Branche zu verabschieden. Zudem gibt es personelle Neuigkeiten bei VOG, einer Bancassurance-Tochter der Maklerpools Blau Direkt und Wifo, der Plattform Mobilversichert, dem Makler Howden Specialty, dem Bermuda-Rückversicherer Partner Re sowie dem britischen Versicherer Aviva.

Operation am offenen Herzen

 Themenschwerpunkt IT-Umbau  Versicherer arbeiten oft noch mit jahrzehntealten IT-Systemen. Das macht es schwer, mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt zu halten. Einige Anbieter wollen die Altsysteme am liebsten radikal abschalten, die anderen lieber modernisieren. Einfach ist keiner der beiden Wege.

Muddy Waters sieht Sicherheitslücken bei Lemonade

Der junge US-Versicherer Lemonade sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, dass seine Systeme gravierende Sicherheitslücken aufweisen. Dadurch könnten Dritte leicht Einsicht in die Kontodaten anderer Kunden erhalten, kritisiert die Investment-Research-Gesellschaft Muddy Waters. Die zufällig entdeckte Fehlfunktion sei „unverzeihlich fahrlässig“, schreibt Muddy Waters-Chef Carson Block in einem offenen Brief an Lemonade-CEO Daniel Schreiber. Die Internetpräsenz, mobile Anwendungen und alle Schnittstellen müssen sofort abgeschaltet werden, fordert er. Lemonade sieht dagegen keinen Fehler.

DFV mit deutlichem Beitragsplus

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat die Beitragseinnahmen im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum spürbar gesteigert, auch die verdienten Beiträge legten deutlich zu. Beim operativen Ergebnis und dem Vorsteuerergebnis nähert sich das Frankfurter Unternehmen den schwarzen Zahlen. Für das laufende Jahr hat sich Firmenchef Stefan Knoll neben dem Markteintritt in Österreich Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen vorgenommen. Zudem bekommt die DFV bald Verstärkung für die Kapitalanlage.

Adam Riese startet in der Wohngebäudeversicherung

Die Digitalmarke der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, Adam Riese, bietet künftig Wohngebäudepolicen an. Damit hat sich das Unternehmen, das mit Online-Abschlüssen und volldigitaler Schadenbearbeitung punkten will, eine komplexe und traditionell wenig profitable Sparte ausgesucht. Adam Riese ist allerdings nicht der einzige junge Anbieter, der den seit Jahren vom Wettbewerb zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern geprägten Markt aufmischen will.

Thatsimple baut Vergleichsportal für Nischen-Policen

 Exklusiv  Sie sind kleinteilig und bringen wenig ein: Nischenversicherungen. Der Abschluss ist mit viel Aufwand verbunden, doch das will Thatsimple ändern. Das neu gegründete Start-up aus Nürnberg will eine digitale Vergleichsplattform für private und gewerbliche Nischenprodukte auf den Markt bringen. Die Gründer wittern großes Potenzial. „Eigentlich sind das immer die gleichen Schritte, die wir brauchen, um einen Beitrag zu berechnen“, sagte Mitgründer Robin Lerch. Das Jungunternehmen will mit einigen Besonderheiten aufwarten. Einen ersten Versicherungspartner gibt es schon.

So steht es um die deutschen Insurtechs

Zwei Insurtechs, zwei Schadenquoten: 819 Prozent versus 51 Prozent. Junge Digitalversicherer haben in ihren Geschäftsmodellen viel gemeinsam, doch in ihrer Entwicklung könnten sie teils nicht unterschiedlicher sein. Das zeigt eine neue Studie der V.E.R.S Leipzig, die die Geschäftsberichte von sieben deutschen Digitalversicherern analysiert und verglichen hat. Fest steht, dass die Unternehmen im Schnitt massiv wachsen. 2020 konnten die untersuchten Insurtechs ihr gemeinsames Prämienvolumen um 63 Prozent auf fast 85 Mio. Euro steigern.

Neodigital: Mit neuen Geldgebern weiter wachsen

Der Digitalversicherer Neodigital hat im Corona-Jahr 2020 seine Prämieneinnahmen deutlich gesteigert. Auch der Verlust wuchs, wie das bei stark wachsenden Neugründungen häufig der Fall ist, zeigt der aktuelle Solvenzbericht des Unternehmens. Anders als Konkurrent Element hat Neodigital nicht besonders unter der Corona-Pandemie gelitten – die Prognosen seien sogar übertroffen worden. Daneben legt der jüngste Solvenzbericht auch offen, wie hoch die jüngste Kapitalspritze für das Insurtech war.

HUK24 erklärt: Warum wir Check24 nicht brauchen

Die HUK-Coburg ist der Marktführer in der deutschen Kfz-Versicherung und lässt – anders als viele Rivalen – Vergleichsportale und Makler beim Geschäft außen vor. Auch die Digitaltochter HUK24 verfolgt dieses Prinzip. „Die HUK24 gibt es nur auf HUK24.de und nirgendswo anders“, sagte HUK24-Vorstand Uwe Stuhldreier bei einer Digitalkonferenz. Die Kunden wollten nicht für Vermittler zahlen. Er erklärte, warum die HUK ohne Portale wie Check24 auskommt, und warum er Wefox-Gründer Julian Teicke widerspricht. Außerdem: Wenn sich Abo-Automodelle durchsetzen, stehen die Anbieter nochmals vor ganz neuen Herausforderungen.

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