Der Bund der Versicherten (BdV) und der Vermittlerverband AfW wollen die Rechte von Kunden im Fall eines externen Run-off stärken. In einem gemeinsamen Papier fordern sie ein außerordentliches Wechsel- und Kündigungsrecht und eine Erhöhung der Ansprüche aus Lebensversicherungen, wenn Kunden kündigen oder wechseln. Der Stornoabzug soll entfallen und Versicherer sollen zusätzliche Beteiligungen auszahlen müssen. So soll ein Wettbewerb auf dem Markt entstehen, sagte BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein (im Bild rechts). AfW-Vorstand Norman Wirth sieht unabhängige Vermittler als geeignete Ansprechpartner, um Betroffene zu beraten.
Makler
Finleap startet Vergleichsportal Joonko
Der Firmeninkubator Finleap wagt den Angriff an zwei Fronten. Während die Berliner im Schulterschluss mit Chinas Versicherungsgigant Ping An den Softwareherstellern in Europa Konkurrenz machen, kann Finleap Fortschritte beim Aufbau des eigenen Vergleichsportals melden. Joonko, ausgesprochen Dschunko, wird das Portal heißen, berichtet Finanzszene.de. Die Website ging am Montag an den Start. Damit wagt sich Finleap auf das Terrain von Check24 und Verivox. Joonko will zunächst Hürden beim Wechsel von Kfz-Versicherungen abbauen und das Angebot später auf andere Finanzprodukte erweitern.
Olaynig rückt in Marsh-Geschäftsführung auf
Leute – Aktuelle Personalien Thomas Olaynig wird beim Großmakler Marsh nun auch Geschäftsführer. Der 38-Jährige hatte vergangenes Jahr bereits einige Aufgaben des damaligen Geschäftsführers Georg Bräuchle übernommen. Zusätzlich hat Marsh mit Mirela Radoncic eine neue Leiterin für das Konzernkundengeschäft. Außerdem: Der Makler und Berater Aon wirbt mit Tatjana Christians eine Brexit-Expertin von der Bank Barclays ab, und die Basler-Vertriebstochter Zeus bekommt mit Lisa Kurz einen zweiten Vorstand.
Vorwürfe von sexueller Belästigung bei Aon
Eine ehemalige Mitarbeiterin des Großmaklers Aon in London beschuldigt Kollegen und Vorgesetzte des Sexismus. Männliche Kollegen seien nicht nur vulgär ihr gegenüber gewesen, sondern auch übergriffig. Als sie sich an ihren Vorgesetzten wandte, hätte dieser versucht, das Verhalten der andern zu entschuldigen und ihr vorgeworfen, selbst schuld zu sein, schreibt die Ex-Mitarbeiterin in einem Blog. Aon betont, die Vorwürfe sehr ernst zu nehmen und will die Anschuldigungen nun untersuchen.
Schneller und einfacher zur Police
Der Abschluss von Risikopolicen in der Lebensversicherung hat wenig zu tun mit dem, was Kunden beim Online-Einkauf oder der Auswahl und Buchung von Dienstleistungen über eine App gewohnt sind. Grund ist die umfangreiche Risikoprüfung, die von Kunden und Vermittlern als potenzieller Hemmschuh auf dem Weg zum Vertragsabschluss gesehen wird. Underwriting-Experte Markus Unterkofler vom Rückversicherer Swiss Re erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, wie ein deutlich reduzierter Antragsprozess das Kundenerlebnis beim Versicherungskauf verbessern und die Wachstumschancen der Versicherer erhöhen kann. Die Swiss Re bietet Erstversicherern seit Kurzem ein cloudbasiertes Risikoprüfungssystem an.
Marsh verkauft Drittgeschäft an McGill
Der neu gegründete Makler McGill & Partners in London übernimmt die Erneuerungsrechte für einen Bestand an Drittgeschäftsverträgen von Marsh. Der Bestand stammt überwiegend von JLT, dem gerade von Marsh übernommenen Unternehmen. Damit setzt Marsh die Bereinigung nach der Fusion fort, und der erst im März gegründete Makler McGill wächst kräftig. McGill & Partners wird von Steve McGill geführt, der bis Januar 2017 der zweite Mann bei Aon war.
Banksapi erhält PSD2-Lizenz
Die Finanzaufsicht BaFin hat dem Start-up Banksapi aus München die Erlaubnis als Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienst gemäß der EU-Richtlinie PSD2 erteilt. Dadurch können Versicherer, die mit dem Unternehmen kooperieren, ihren Kunden künftig auch die Erledigung von Bankgeschäften innerhalb ihrer eigenen Portale anbieten – ohne sich selbst um eine Lizenz bemühen zu müssen. Die Gesellschaften hoffen, so mehr Besucher auf ihre Portale zu locken, um ihnen passgenaue Angebote machen zu können. Zudem gehört jetzt auch Banksapi-Mitgründer Jan Wichmann (Bild) der Geschäftsführung an.
One: Ohne Makler aufgeschmissen
Der Digitalversicherer One zieht nach eineinhalb Jahren auf dem deutschen Markt eine erste positive Bilanz. So zählt die Wefox-Tochter inzwischen mehr als 100.000 Policen im Bestand, bis Ende des Jahres sollen es 250.000 werden. Ein ambitioniertes Ziel, das mithilfe von Vertriebspartnern erreicht werden soll. Ohne diese sähen die Zahlen des Digitalversicherers wesentlich schlechter aus, weshalb es auch schon Pläne gibt, den Fokus neu auszurichten.
Marsh trennt sich von Meyer-Hetling
Leute – Aktuelle Personalien Der Makler Marsh trennt sich nach Informationen des Versicherungsmonitors von Dirk Meyer-Hetling, der seit 2001 bei dem Unternehmen arbeitet und zuletzt für den Mittelstand und den Vertrieb zuständig war. Offenbar gab es Differenzen über die Rolle, die der langjährige Chef der Region Nord künftig in der Organisation spielen sollte. Meyer-Hetling ist nicht der einzige Manager, der die Gruppe verlässt. Auch Mark-Dominik Thofern und Bernd Martens sind gegangen oder gehen. Hintergrund sind der verschärfte Wettbewerb und die Digitalisierung auf Seiten der Industrie, die jeden Makler zu neuen Strukturen zwingen.
Rekordschaden in Krankenhaushaftpflicht
In einem Vergleich vor dem Landgericht Köln hat sich das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach verpflichtet, einem Patienten wegen eines Behandlungsfehlers 550.000 Euro zu zahlen. Dem Mann hatte nach einer Gefäßbehandlung das linke Bein amputiert werden müssen. Für deutsche Verhältnisse ist das eine Rekordsumme, in früheren Fällen sind höchstens 35.000 Euro geflossen. Der Makler Ecclesia sieht den Grund in der besonderen Komplexität des Falls und seiner Folgen. Ein Markttrend zu höheren Vergleichssummen lasse sich daraus nicht ableiten.









