Die Generali steht im Zentrum von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Sie soll Kunden mit Scheinlebensversicherungen geholfen haben, Steuern zu hinterziehen. Das Geschäft mit Lebensversicherungsmänteln gerät nicht zum ersten Mal in den Blick der Behörden.
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Tippgeber bleiben in einer Grauzone
Wer Versicherungen vertreibt, muss sich in der Regel als Vermittler registrieren. Oft versuchen gerade branchenfremde Unternehmen das zu umgehen, und verstecken sich hinter dem rechtlich nicht geregelten Begriff des Tippgebers. Die Aufsichtsbehörden agieren dann meist zu zurückhaltend, kritisiert der Fachanwalt für Versicherungsrecht Norman Wirth.
Die Grafikkünstler der R+V
Am Montag gab die Versicherungsgruppe R+V bekannt, dass sie die Überschussbeteiligung für ihre Kunden um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent absenkt. Zur Erläuterung verschickte sie eine Grafik, die grob irreführend ist.
R+V senkt Überschussbeteiligung
Als erster großer Lebensversicherer hat die R+V die Überschussbeteiligung für 2014 deklariert. Die Kunden des zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehörenden Versicherers erhalten statt derzeit 3,6 Prozent im kommenden Jahr 3,4 Prozent gutgeschrieben.
Fitch hält deutsches Sachgeschäft für stabil
Die Ratingagentur Fitch sieht den deutschen Schaden- und Unfallmarkt weiterhin im Status „stabil“. Starkes Wachstum und eine mittelfristig verbesserte Schaden- und Kostenquote wirken sich positiv aus, hohe Katastrophenschäden und sinkende Kapitalanlageerträge negativ. Fitch schätzt, dass Flut und Hagel die Erstversicherer netto 1,5 Mrd. Euro außerhalb des normalen Katastrophenbudgets gekostet haben.
Alternatives Kapital bedroht kleine Rückversicherer
Wegen niedriger Zinsen und Unsicherheiten an den Finanzmärkten strömen weiter branchenfremde Anleger ins Rückversicherungsgeschäft. Die neue Konkurrenz könnte kleinere Anbieter ohne Alleinstellungsmerkmal Marktanteile kosten, warnt Swiss Re. Generell blicken die Schweizer vorsichtig optimistisch in die Zukunft der Versicherungswirtschaft.
Riester-Turbo im Koalitionsvertrag
Im Koalitionsvertrag führen Union und SPD die Lebensleistungsrente ein – die aber nur gewährt wird, wenn die Betroffenen auch privat vorgesorgt haben. Das kann sich für die Anbieter von Riester-Renten und der betrieblichen Altersvorsorge positiv auswirken. Verbraucherschützer sprechen von Riester-Zwangssparen.
Stachon: „Es wird deutlich weniger gerechnet“
David Stachon ist Vorstandsvorsitzender der Direct Line Versicherung. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor berichtet er über eine bisher sehr schwache Wechselsaison in der Kfz-Versicherung. Die Anfragen bei Vergleichsrechnern liegen 20 bis 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das hat mehrere Ursachen.
Versicherungsschutz für Online-Händler
Die deutsche Niederlassung des Versicherers Markel International ist mit einer speziell auf Online-Shops zugeschnittenen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nach eigenen Angaben auf große Nachfrage gestoßen. Im Fokus stehen Verstöße gegen gewerbliche Rechtsansprüche. Teil des Grundschutzes ist eine Cyberdeckung.
Hufeld alarmiert die Politik
Felix Hufeld, Chef der Versicherungsaufsicht bei der BaFin, hat zum ersten Mal öffentlich gewarnt, dass die Niedrigzinsen für einige Lebensversicherer das Aus bedeuten könnten. Seine Warnung kommt für die Branche zur rechten Zeit – sie könnte die neue Regierung dazu bringen, rasch die Änderung der Regeln zur Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven anzupacken.
Beteiligung an Bewertungsreserven geht an die Substanz
Die Ratingagentur Standard & Poor’s sieht Lebens- und Krankenversicherer erhöhten Branchenrisiken ausgesetzt. Den Lebensversicherern könnte insbesondere die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven langfristig zum Verhängnis werden.
Botermann: Es gibt nichts zu verteilen
Nach Ansicht von Walter Botermann, Chef des Alte Leipziger-Hallesche-Konzerns, müssen die Lebensversicherer aus der Defensive kommen. Sie sollten dem Gesetzgeber für Änderungen bei der Mitgabe von Bewertungsreserven keine Konzessionen machen und mit dem Thema Provisionen offensiver und selbstbewusster umgehen, sagte er auf dem Finanztreffen der Assekuranz der Süddeutschen Zeitung in Köln.
Haas: Assekuranz ist renovierungsbedürftig
Ein gesättigter Heimatmarkt und gestiegene Kosten sind nur zwei von vielen Herausforderungen für die deutschen Versicherer, sagte Talanx-Chef Herbert Haas auf dem Finanztreffen der Assekuranz der Süddeutschen Zeitung. Die Branche müsse etwas gegen die Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen an ihrem Geschäftsmodell unternehmen.
Britische Aufsicht untersucht Vergleichsportale
Vergleichsportale für Versicherungen sind in Großbritannien noch beliebter als in Deutschland. Jetzt startet die britische Finanzaufsicht eine Untersuchung. Eine Sorge der Aufseher: Hat es Nachteile für Kunden, wenn Versicherer Vergleichsportale besitzen?
Allianz holt Zschech und Krickhahn zurück
Martin Zschech kehrt von der Zurich zur Allianz zurück und wird Chef für Financial Lines in Deutschland und Zentraleuropa. Ebenfalls zum Januar wird Jens Krickhahn bei dem Münchener Konzern beginnen und die neue Abteilung Cyber leiten.














