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Marsh McLennan bekommt neuen Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Umbruch bei Marsh McLennan: Daniel S. Glaser, der langjährige President und CEO des Makler- und Beratungskonzerns, verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand und übergibt das Zepter an John Q. Doyle (Bild). Für den 58-jährigen kommt der nächste Karriereschritt schnell. Erst im vergangenen Jahr war er vom Marsh-Chef zum Group President und Chief Operating Officer des Mutterkonzerns aufgestiegen.

Mehr Einheitlichkeit bei ESG-Fragen

 Themenschwerpunkt ESG  Versicherer, Makler und Ratingagenturen – Alle bestürmen Industriekunden mit Fragebögen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Das bedeutet in einer ohnehin schon herausfordernden Erneuerungsrunde zusätzlichen Stress. Mehr Einheitlichkeit bei den Abfragen wäre wünschenswert. Darin waren sich die Teilnehmenden beim Round Table des Versicherungsmonitors einig. Wie das genau geschehen soll, darüber scheiden sich allerdings die Geister.

Schwedische Insurtechs auf Expansionskurs

 Exklusiv  Skandinavien gehört zu den digital am weitesten entwickelten Regionen der Welt. Zugute kommt das auch den Insurtechs aus diesen Ländern. Viele nordische Start-ups zieht es aber auch in ausländische Märkte, vor allem schwedische Anbieter expandieren stark international. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Beratungsfirma Sollers Consulting hervor, die den skandinavischen Insurtech-Markt unter die Lupe genommen hat. In puncto Umsatz können die meisten nordischen Insurtechs international allerdings noch nicht ganz mithalten.

Kaufempfehlung für Versicherungsanleihen

Anleihen europäischer Versicherer rentieren sich deutlich besser als vor einem Jahr und bieten mehr als die Papiere im Banken- oder Corporate-Bereich. Der auf den Versicherungsbereich spezialisierte Vermögensverwalter Plenum Investments kommt in einer Analyse zum Schluss, dass die Gesellschaften trotz Pandemie, Inflation und Ukraine-Krieg stabil dastehen und gibt eine Kaufempfehlung für den 200 Mrd. Euro-Markt.

Versicherer gegen illegale Fischerei

Ein neues Software-Tool soll es Versicherern ermöglichen, Schiffe zu erkennen, die an illegalen Fischereiaktivitäten beteiligt sind. Damit können die Versicherer auch eigene Haftungsrisiken minimieren. Das Hilfsmittel namens Vessel Viewer wurde von mehreren Nichtregierungsorganisationen entwickelt, auch Versicherer waren beteiligt. Erste Nutzer sind die norwegischen Schiffshaftpflichtversicherer Hydor und Gard.

Junge Mitarbeitende suchen Sinn, aber keinen Kicker

 New Work – die neue Arbeitswelt  Wer als Unternehmen kein Homeoffice anbietet, hat im Kampf um junge Talente keine Chance, hat der Kölner Versicherer Gothaer beobachtet. Auch für Masterstudent Robin Schüssler ist dies ein Zeichen für einen modernen Arbeitgeber und damit für Bewerber wichtig, selbst wenn sie gerne ins Büro gehen. Ein regelmäßiger Jobwechsel ist für junge Leute normal, meint Personalberater Jürgen Dörendahl. Unternehmen müssen deshalb noch mehr tun, um sie länger zu halten. Wie sie das anstellen können, zeigt der dritte Teil unserer Serie „New Work – die neue Arbeitswelt“.

Slowakisches Fintech bringt erstes PEPP auf den Markt

Ein halbes Jahr nach dem offiziellen Startschuss gibt es den ersten Anbieter eines Paneuropäischen Privaten Pensionsproduktes (PEPP). Das slowakische Start-up Finax konnte die hohen Anforderungen, die die EU an die Anbieter stellt, erfüllen und hat die erste Europa-Rente auf den Markt gebracht. Bisher hielten sich Versicherer, Vermögensverwalter und andere Finanzdienstleister zurück. Das könnte sich mit dem ersten Vorstoß ändern.

Allianz Re: Schwerer Krach mit dem Betriebsrat

 Exklusiv  Schwere Vorwürfe erhebt der Betriebsrat der Allianz Re in einem offenen Brief an Konzernchef Oliver Bäte. Das Management der Allianz Re unter Holger Tewes-Kampelmann soll die Arbeit des Gremiums massiv behindert haben, bis hin zum Versuch der Provokation körperlicher Auseinandersetzungen. Tewes-Kampelmann weist die Vorwürfe zurück. Arbeitsrechtler mahnen einen Kompromiss an.

Mehr Policen für wenig Geld

Menschen, die nur wenig verdienen, tun sich schwer, Versicherungen zu kaufen, auch wenn es um die Absicherung existenzieller Risiken geht. Die zunehmende Inflation verringert ihre Kaufkraft noch weiter. „Es sind mehr Produkte nötig, die speziell auf die Bedürfnisse von Personen mit niedrigem Einkommen zugeschnitten sind“, forderte Olivier Jérusalmy von der NGO Financial Inclusion Europe, beim Consumer Protection Day der europäischen Aufsichtsbehörden. Zwar hat die EU mit der paneuropäischen Rentenpolice PEPP schon ein günstiges Standardprodukt angeschoben, konkrete Angebote lassen aber immer noch auf sich warten.

Ottonova-Gründer Rittweger verlässt Vorstand

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Vorstand des digitalen Krankenversicherers Ottonova wird kleiner: Gründer und CEO Roman Rittweger (Bild) wechselt Ende des Jahres in den Aufsichtsrat des Münchener Start-ups. Sein Nachfolger wird Bernhard Brühl, derzeit Chief Operating Officer von Ottonova. Außerdem verlässt Peter Bauer das Unternehmen. Im Gespräch erklärt Rittweger, was er als nächstes vorhat und wie es um die Gründung des geplanten Lebensversicherers steht.

WTW holt Vertriebschef von Aon

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler und Berater WTW setzt den Umbau seiner Leitung fort. Am 1. Oktober wird Welf Hermann Geschäftsführer und Head of Sales and Affinity für die DACH-Region. Er kommt von Aon. Bei WTW soll Hermann den gesamten Vertrieb neu ordnen. Außerdem: Die Schweizer ERV bekommt einen neuen Chef, Sompo International erhält Zuwachs in Europa, der Transportversichererverband IUMI hat einen Präsidenten gewählt, und der Run-off-Spezialist Marco hat einen neuen Schadenchef.

Eiopa dringt auf Klarheit bei Ausschlüssen

Ausschlüsse vom Versicherungsumfang sind für den Kunden besonders ärgerlich, wenn sie für ihn nicht transparent sind. Die Versicherungsaufsicht Eiopa sieht hier Handlungsbedarf. Sie hat ein Statement veröffentlicht, in dem sie auf klar geregelte und verständliche Ausschlüsse im Hinblick auf systemische Ereignisse wie die Corona-Pandemie oder eine Naturkatastrophe dringt. Das lässt an den Ärger beim Umgang mit Betriebsschließungen in Deutschland während der Pandemie denken.

Konflikt ums Klima

 Themenschwerpunkt ESG  Der Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft sorgt für Konflikte zwischen Unternehmen und Versicherern. Kraftwerksbetreiber und Branchen mit hohem CO2-Ausstoß haben Probleme, Versicherungsschutz zu finden. Industrievertreter finden, die Versicherer sollten nicht als Klimapolizei auftreten und strengere Regeln anlegen als die Politik. Auch bei der Deckung von innovativen Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels sollten die Versicherer mehr Risikobereitschaft mitbringen, hieß es beim Round Table des Versicherungsmonitors.

Eiopa warnt vor versteckten Cybergefahren

Versteckte Cyberrisiken, die in Versicherungsverträgen lauern, die gar nicht für die Deckung solcher Gefahren gedacht waren, waren vor ein paar Jahren ein großes Thema in der Branche. Viele Versicherer haben inzwischen einen weitgehenden Ausschluss solcher Risiken gemeldet. Aus Sicht der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa haben die Anbieter aber noch nicht genug getan. Sie bezweifelt, dass alle Versicherer diese Gefahren unter Kontrolle haben. In einer Stellungnahme fordert Eiopa die nationalen Aufseher auf, dem Thema größere Aufmerksamkeit zu schenken.

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