Die DEVK schaut zufrieden auf das von der Corona-Krise geprägte Geschäftsjahr 2020. Das Neugeschäftsvolumen sei trotz der pandemiebedingten Einschränkungen um 7,1 Prozent auf einen Rekordwert von 928 Mio. Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Gottfried Rüßmann bei der Bilanzpressekonferenz. Bei den gesamten Beiträgen konnte der Versicherer um 8,1 Prozent zulegen. Die Corona-Krise hat der Versicherer vor allem in der Kapitalanlage zu spüren bekommen. Das Rückversicherungsgeschäft, das die DEVK seit Jahren stark ausbaut, blieb gerade noch in den schwarzen Zahlen.
Rückversicherer
Dänisches Gericht erklärt Gefion für insolvent
Das Kapitel Gefion scheint sich dem Ende zuzuneigen: Das Oberste See- und Handelsgericht Dänemarks hat den in Schieflage geratenen Kopenhagener Versicherer für insolvent erklärt. Das Unternehmen war überwiegend in der Kfz- und Kfz-Flottenversicherung im europäischen Ausland aktiv. Konkreter Auslöser der Pleite war laut Medienberichten, dass Gefion nicht in der Lage war, 30 Mio. Euro zu zahlen, die aus der Klage einer deutschen Autovermietungsgesellschaft resultierten.
Suez: Versicherer sieht Teilschuld bei Kanalbehörde
Der britische Schiffsversicherer UK P&I Club hat der Kanalbehörde eine Mitschuld an der mehrtätigen Blockade des Suez-Kanals durch das festgefahrene Containerschiff „Ever Given“ gegeben. Die Durchfahrt durch den Kanal werde durch Lotsen sowie die Schiffsverkehrsleitung der Behörde kontrolliert, betont der Versicherer. Dazu gehörten auch die Geschwindigkeit und die Begleitung durch Schlepper, von denen offenbar keine geeigneten zur Verfügung standen. Die Behörde sieht das anders.
Gothaer mit neuer Nachhaltigkeits-Chefin
Leute – Aktuelle Personalien Svetlana Thaller-Honold leitet ab dem 1. Juli 2021 das Nachhaltigkeitsmanagement bei der Gothaer. Ihr Vorgänger Thomas Barann geht in den Ruhestand. Außerdem: Die Deutsche Familienversicherung beruft einen Controlling- und einen Kapitalanlage-Chef. Amice, der Verband der europäischen Genossenschafts- und Gegenseitigkeitsversicherer, hat eine neue Vorständin. HDI Schweiz bekommt einen neuen Leiter Sach-, technische und Transport-Versicherung. Der frühere Aviva-Finanzchef Tom Stoddard hat eine neue Aufgabe. Und zwei Manager von Axa XL haben auf Guernsey einen neuen Spezialversicherer gegründet.
Juni-Erneuerungen: Preisanstieg verlangsamt
Die Rückversicherer konnten bei den Vertragserneuerungen zum 1. Juni erneut höhere Preise durchsetzen – allerdings stiegen die Prämien weniger stark als im vergangenen Jahr, berichtet HX, die Analyse- und Beratungseinheit des Maklers Howden. Im Juni wird ein großer Teil des US-Geschäfts erneuert, unter anderem Verträge in Florida. Hier drohen in diesem Jahr außerdem überdurchschnittliche Hurrikan-Schäden, warnt die Ratingagentur Fitch.
Vorstandsumbau bei der VHV
Leute – Aktuelle Personalien VHV-Chef Uwe Reuter übergibt zum 1. Juni 2022 die Konzernleitung an Thomas Voigt (Bild), derzeit Chef der VHV Allgemeine und Mitglied der Vorstände der VHV a.G. und der VHV Holding AG. Reuter, der zwei Jahrzehnte an der Spitze des Hannoveraner Versicherers stand, soll dann stellvertretender Aufsichtsratschef werden. Daneben gibt es bei der VHV weitere personelle Veränderungen. Außerdem: Der frühere Deutsche Rück-Chef Arno Junke hat einen neuen Aufsichtsratsposten, AGCS macht einen Axa-Experten zum neuen Cyberchef, und AIG regelt die Verantwortung für das Haftpflichtgeschäft in der DACH-Region neu.
Guido Bader wird Stuttgarter-Chef
Leute – Aktuelle Personalien Stuttgarter Leben-Vorstand Guido Bader rückt am 1. Juni 2021 an die Spitze der Stuttgarter Versicherungsgruppe. Sein Vorgänger Frank Karsten geht nach elf Jahren auf dem Posten in den Ruhestand. Außerdem: Die DEVK Rechtsschutzversicherungs-AG hat eine neue Kapitalanlage-Vorständin und der Vermittlerverband BVK einen neuen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer. Allcura, Spezialversicherer für Vermögensschaden-Haftpflichtpolicen, erhält hochrangige Verstärkung für den Aufsichtsrat und verliert ein Vorstandsmitglied. Und die Swiss Re-Tochter IptiQ hat einen neuen Manager für die Asien-Pazifik-Region.
Run-off-Experte Labes zieht sich zurück
Leute – Aktuelle Personalien Der britische Finanzinvestor Cinven und die kanadische British Columbia Investment Management Corporation sind seit Kurzem Mehrheitseigner des Abwicklungsspezialisten Compre. Hubertus Labes, Managing Director bei Compre und Chef der Tochter Hamburger Internationale Rückversicherung, nutzt diesen Zeitpunkt, um sich Ende Juli aus der Run-off-Branche zu verabschieden. Zudem gibt es personelle Neuigkeiten bei VOG, einer Bancassurance-Tochter der Maklerpools Blau Direkt und Wifo, der Plattform Mobilversichert, dem Makler Howden Specialty, dem Bermuda-Rückversicherer Partner Re sowie dem britischen Versicherer Aviva.
Breuer: „Das war ein Image-Gau“
Viele Gastronomen streiten sich momentan noch vor Gericht mit ihren Versicherern darüber, ob Betriebsschließungspolicen für Schäden aus dem ersten Lockdown aufkommen müssen. Provinzial-Chef Wolfgang Breuer bezeichnete die Situation bei der digitalen Rückversicherungskonferenz von Scor als Image-Gau. Das verlorene Vertrauen der Gastronomen werden die Gesellschaften so schnell nicht wieder zurückgewinnen können. So etwas dürfe nicht noch einmal passieren, mahnt Breuer. Klarere Bedingungen seien vonnöten – nicht nur bei Betriebsschließungspolicen.
Scor-Führungsdrama: Kronprinz wird gefeuert
Leute – Aktuelle Personalien Der Rückversicherer Scor macht einen Rückzieher. Benoît Ribadeau-Dumas, einst Stabschef des früheren französischen Premierministers Édouard Philippe, wird doch nicht Nachfolger von Konzernchef Denis Kessler. Der Karrierebeamte mit viel Erfahrung in der Privatwirtschaft war Ende 2020 genau für diesen Zweck geholt worden. Jetzt verlässt er das Unternehmen. Kesslers Nachfolger wird Scor-Manager Laurent Rousseau (Bild) – der jetzt auch Kessler früher beerben soll als eigentlich geplant.
Wie Covid und Kunden die Digitalisierung voranbringen
Themenschwerpunkt IT-Umbau Die Pandemie hat es deutlich gemacht: Die Versicherer müssen bei der Digitalisierung aufs Gas drücken, denn die Kunden sind seit dem Lockdown noch anspruchsvoller geworden. Die wichtigste Frage dabei ist: Sollen die Versicherer den IT-Umbau selbst machen oder auf Standardlösungen setzen?
Die dringendsten Baustellen der Rückversicherer
Dringende neue Aufgaben prasseln nur so auf die Rückversicherer herein. Als wäre eine Pandemie nicht genug, muss die Branche jetzt auch bei der Digitalisierung an Tempo zulegen, sich nach ESG-Kriterien ausrichten, Cyber-Kumule verhindern – und, und, und. Zum Thema „Rückversicherer, schafft ihr das?“ diskutierten am Mittwoch Hannover Rück-Chef Jean-Jacques Henchoz, Axel Flöring von Guy Carpenter und Angela Yeo von AM Best bei einer Konferenz des Versicherungsmonitors. Sie lieferten spannende Einschätzungen der Lage.











