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Corona-Roundup: Howden, USA, Homeoffice

Die Corona-Krise könnte den Trend zu mehr Unternehmensübernahmen und -fusionen ins Wanken bringen, glaubt der Versicherungsmakler Howden. Das würden auch Versicherer zu spüren bekommen, die solche Transaktionen absichern. US-Lebensversicherer versuchen unterdessen, durch die Einführung von Wartezeiten bei der Antragsstellung, das Corona-Risiko zu verringern. Gleichzeitig sind sich Politiker und Branche nicht einig, wer für die Schäden von Betriebsunterbrechungen aufkommen muss. Sollers Consulting, Arag und Scor melden, dass ihre Mitarbeiter ins Homeoffice umgezogen sind.

Vievers führt Athora-Servicegesellschaft

 Leute – Aktuelle Personalien  Die deutsche Servicegesellschaft des Abwicklungsspezialisten Athora bekommt einen neuen Chef. Claudius Vievers (Bild) übernimmt die Position am 1. Mai 2020. Er löst Stefan Spohr ab, der zum niederländischen Lebensversicherer Vivat wechselt, den Athora übernimmt. Außerdem: Swiss Re benennt zwei neue Kandidaten für den Verwaltungsrat und der Spezialversicherer Beazley hat einen neuen globalen Leiter für komplexe Schäden am Standort New York.

Corona: Begrenzte Deckung für Ertragsausfälle

 The Long View – Der Hintergrund   Die Corona-Krise trifft Unternehmen hart, insbesondere Selbstständige sowie kleine und mittelständige Firmen in der Gastronomie-, Hotel-, Handwerks- und Kulturbranche. Der Beitrag, den Versicherer zum Ausgleich ihrer Ertragsausfälle leisten, wird überschaubar bleiben. Bereits jetzt ist abzusehen, dass viele Absicherungen auf den Prüfstand kommen werden.

Corona-Fälle bei Generali und Munich Re

Die Versicherer bekommen die Corona-Krise immer deutlicher zu spüren: Die Generali Deutschland meldet fünf infizierte Mitarbeiter. Auch bei der Munich Re gibt es nach einem Verdachtsfall, der sich nicht bestätigt hatte, jetzt den ersten Infizierten am Standort München. Die beiden Konzerne haben alle Kontaktpersonen ins Homeoffice geschickt. Die Generali Deutschland will darüber hinaus so vielen Mitarbeitern wie möglich das Arbeiten von zu Hause ermöglichen.

PZU-Chef geht überraschend

 Leute – Aktuelle Personalien  Am Morgen verkündet er noch Rekordgewinne, dann nimmt er seinen Hut. Pawel Surowka, Chef des staatlich kontrollierten polnischen Versicherers PZU, ist überraschend zurückgetreten. Insider vermuten politische Machtspiele hinter seinem Weggang. Neue Chefs gibt es auch bei der Generali in Österreich und der indischen Niederlassung der Swiss Re.

USA: Vernichtende Kritik an Cyber-Versicherern

Die 2019 in den USA ins Leben gerufene Cyberspace Solarium Commission hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die per Gesetz eingerichtete Kommission aus vier Politikern, vier ranghohen Beamten und sechs Experten hat mehr als 80 Empfehlungen erarbeitet, um die Bedrohung durch Cyberangriffe mit einer Reihe von Mitteln – darunter auch militärische – abzuwehren. Die Cyberversicherer kommen in dem Bericht nicht gut weg. Der Vorwurf: Sie verstehen das Risiko nicht und versagen bei vielen Aufgaben. Die Kommission tendiert zu einer staatlichen Cyber-Rückversicherung.

Swiss Re setzt auf Microsoft

Swiss Re hat eine strategische Kooperation mit Microsoft geschlossen. Kern ist der Aufbau einer digitalen Plattform für vernetztes Risikomanagement und die Produktentwicklung. Das US-Softwareunternehmen steuert seine Cloud-Technologie sowie Anwendungen für künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge bei. Im Fokus stehen zu Beginn vernetzte Mobilität, Industrie 4.0, Cyberrisiken und Naturkatastrophen.

Corona-Roundup: Cyber, Bayerische, Schäden

Weil viele Angestellte aktuell vom Homeoffice aus arbeiten, öffnen sich Sicherheitslücken, durch die Cyberkriminelle eindringen können, befürchtet der Rückversicherer Munich Re. Außerdem in unserem heutigen Roundup zu Corona und Versicherung:  Bayerische-Vorstand Martin Gräfer hat aufgeschrieben, wie seiner Ansicht nach Unternehmen „planvoll die Corona-Krise meistern“ können.  Weltweit machen sich Betroffene Gedanken über die Betriebsunterbrechung durch Corona. Und: US-Krankenversicherer zahlen Corona-Tests.

Hannover Rück trotzt Corona

Der Rückversicherer Hannover Rück hat seinen Gewinn 2019 einmal mehr deutlich gesteigert. Rückenwind kam aus der Kapitalanlage und der Lebensrückversicherung. Die Schaden- und Kostenquote lag allerdings etwas höher als gewünscht. An seinem Gewinnziel von 1,2 Mrd. Euro für 2020 hält Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz trotz der Corona-Krise fest. Das Schadenpotenzial sei begrenzt, sagte er auf der Bilanzpressekonferenz in Hannover.

Covéa kauft Partner Re für 9 Mrd. Dollar

Der französische Versicherungsverein Covéa und die italienische Exor-Holding sind sich einig geworden: Covéa kauft der Holding der Unternehmerfamilie Agnelli für 9 Mrd. Dollar (8,1 Mio. Euro) den Bermuda-Rückversicherer Partner Re ab. Den Franzosen gelingt damit die lange gewünschte globale Diversifizierung ihres Geschäfts. Für Unternehmenschef Thierry Derez ist der Deal ein großer Erfolg. Im vergangenen Jahr war er noch mit dem Versuch gescheitert, den Rückversicherer Scor zu übernehmen.

Kielholz verlässt Swiss Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Walter Kielholz, ehemaliger Chef und langjähriger Verwaltungsratspräsident der Swiss Re, verabschiedet sich in den Ruhestand. Nach der Generalversammlung 2021 will er das Unternehmen verlassen. Sein Nachfolger soll Sergio Ermotti werden, seit 2011 Chef der Schweizer Bank UBS. Den Rückzug mit 70 Jahren habe er lange geplant, betont Kielholz bei einer Pressekonferenz. Damit geht bei dem Schweizer Rückversicherer eine Ära zu Ende – in der nicht alles glatt lief für Kielholz und das Unternehmen.

Immaterielle Vermögenswerte werden wichtiger

Teilen statt besitzen, Daten statt Gebäude – die Geschäftsmodelle von Facebook, Airbnb und Netflix zeigen, dass Unternehmen längst nicht mehr physische Produkte entwickeln müssen, um erfolgreich zu sein. Das hat auch Auswirkungen auf ihre Vermögenswerte, heißt es in einer Untersuchung des Rückversicherers Swiss Re. Demnach tragen immaterielle Vermögensgegenstände inzwischen einen maßgeblichen Anteil zum Unternehmenswert bei. An den Versicherern liegt es nun, neue Policen zu entwickeln, betont Swiss Re.

Munich Re: 2020 Gewinnsteigerung trotz Corona

Der Rückversicherer Munich Re ist hoch zufrieden mit dem Jahr 2019, das gilt auch für die Tochtergesellschaft Ergo. Für 2020 erwartet Konzernchef Joachim Wenning eine weitere Gewinnsteigerung. Das Corona-Virus dürfte die Gruppe dabei nach Einschätzung ihres Top-Managements nicht aufhalten. Sollte es zu einer weltweiten Pandemie mit sehr vielen Toten kommen, würde das den Konzern weniger belasten als ein moderater Hurrikan in den USA. Aus abgesagten Sportveranstaltungen, Messen oder Konferenzen könnte ein „mittlerer dreistelliger Millionenbetrag“ als Schaden auf die Gesellschaft zukommen.

Marsh: Marktverhärtung weitet sich aus

In der Sachversicherung sanieren Industrieversicherer schon seit längerem ihre Portfolios. Im vergangenen Jahr haben sie diese Maßnahmen nun auf weitere Sparten ausgeweitet. Das geht aus dem aktuellen Versicherungsmarktreport des Großmaklers Marsh hervor. Vor allem gegen Ende des Jahres wurde eine Platzierung schwerer. Das lag neben reduzierten Kapazitäten auch am Personalmangel. Versicherer dürfen hier allerdings nicht Plattformen als Allheilmittel vorschieben, kritisiert Thomas Olaynig, Geschäftsführer und Head of Placement & Specialties.

Standard & Poor’s bleibt locker bei Corona

Die internationalen Versicherer können beim Thema Corona-Virus nach Meinung von Standard & Poor’s noch immer gelassen bleiben. Trotz der weiteren Ausbreitung in Europa über die Karnevalstage bleiben die Analysten bei ihrer Einschätzung, dass bislang weder bei versicherten Schäden, noch auf der Kapitalanlageseite gravierende Gefahren drohen.

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