Der Industrieversicherer HDI Global will im neuen Strategiezyklus vor allem bei Spezialrisiken und in Nordamerika wachsen. Weitere Ziele im Rahmen der dreijährigen Strategie sind eine hohe Exzellenz im Kerngeschäft sowie die Sicherung des Rufs als einer der Top-Arbeitgeber der globalen Finanzbranche. Konkrete Zahlen zu den Zielen veröffentlicht das Unternehmen allerdings nicht.
Versicherer
Aon Deutschland mit neuem Bereichs-CEO
Marcel Armon übernimmt bei Aon Deutschland ab Juli die Position des CEO für den Geschäftsbereich Commercial Risk Solutions. Außerdem hebt der Großmakler auf Holding-Ebene ein neues Führungsgremium aus der Taufe. Personelle Änderungen gibt es auch bei der Aon-Muttergesellschaft, Munich Re, AIG und dem Versicherungsmarkt Lloyd’s.
Ergo macht Ernst mit dem Stellenabbau
Die Munich-Re-Tochter Ergo will in den nächsten fünf Jahren in Deutschland 1.000 Stellen streichen. Darauf hat sich der Düsseldorfer Versicherer mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind ausgeschlossen. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, sollen umgeschult werden. Das Handelsblatt hatte darüber zuerst berichtet. Die Maßnahme ist Teil des Zukunftsprogramms „Ambition 2030“ der Munich Re, das Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Mio. Euro vorsieht.
HWF Partners: W&I-Schäden steigen
Im vergangenen Jahr haben europäische Unternehmen mit einer Gewährleistungsversicherung (W&I) mehr Schäden gemeldet als im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Spezialmaklers und Beraters HWF Partners hervor. Dabei sei mehr als die Hälfte der Schadenmeldungen auf Betrug und das Verschweigen von Informationen zurückzuführen. Angesichts dieser Ergebnisse betont HWF Partners die Relevanz von W&I-Policen und prognostiziert ein Wachstum in diesem Bereich.
Warta und TU Europa in Polen gehören Talanx jetzt komplett
Die Talanx-Gruppe hat den bereits Ende 2024 angekündigten Erwerb der Minderheitsanteile an den polnischen Versicherern Warta und TU Europa abgeschlossen. Die Hannoveraner haben 24,3 Prozent an Warta und 50 Prozent minus eine Aktie an TU Europa vom japanischen Lebensversicherer Meiji Yasuda Life Insurance Company für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag übernommen. Die strategische Partnerschaft zwischen Talanx und Meiji Yasuda war Ende 2025 beendet worden.
Fitch erwartet Konsolidierungswelle bei Versicherern
Die Ratingagentur Fitch erwartet eine neue Konsolidierungswelle im europäischen Versicherungsmarkt. Gebremstes organisches Wachstum, stabile Zinsen und hohe Kapitalquoten dürften demnach künftig Fusionen und Übernahmen befeuern. Besonders im Fokus stünden Spezial- und Rückversicherer sowie Lebensversicherer. Aber auch in den Bancassurance-Bereich, dem Vertrieb von Versicherungsprodukten durch Banken, kommt Bewegung, schreiben die Expertinnen und Experten in einem aktuellen Kommentar.
Schneller zum Job: Volkswohl Bund überzeugt im Recruiting-Ranking
Das Damoklesschwert der künstlichen Intelligenz schwebt bereits über vielen Arbeitsplätzen, doch noch klagt gerade die Versicherungsbranche über Fachkräftemangel. Da ist es umso wichtiger, dass potenzielle neue Mitarbeitende nicht schon im Bewerbungsprozess vergrault werden. Das Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu und das SZ-Institut haben jetzt den Volkswohl Bund zum Versicherer mit dem besten Recruiting gekürt. Die Dortmunder glauben: Das liegt zum großen Teil an ihrer Reaktionsgeschwindigkeit.
Alte Systeme, neues Verständnis: Wie Nomain Versicherern ihren Code erklärt
Das finnische Start-up Nomain will eines der größten IT-Probleme von Versicherern lösen: den jahrzehntealten Mainframe-Code verständlich machen. CEO und Mitgründer Henri Kasurinen setzt dafür auf KI-gestützte Codeanalyse. Zu den Unterstützern des jungen Unternehmens zählt Ex-HDI-Chef Christopher Lohmann. Er sieht in der Technologie großes Potenzial für die Transformation, die Erfüllung regulatorischer Anforderungen und den KI-Einsatz bei Versicherern. Neben den nordischen Ländern ist für Nomain vor allem der deutsche Markt hochinteressant.
Zurich bekommt mehr Zeit für Beazley-Übernahme
Das für Montag erwartete verbindliche Kaufangebot von Zurich für Beazley wird vertagt. Die entsprechende Frist wird mit Genehmigung des entsprechenden Regulierungsgremiums bis zum 4. März verlängert, teilten die beiden Unternehmen mit. Aus informierten Kreisen hieß es, die Fristverlängerung komme nicht überraschend, eine Due Diligence benötige Zeit. Am 4. Februar hatten die Versicherer in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, sich grundsätzlich über die Bedingungen einer Übernahme geeinigt zu haben.
Die Kfz-Kunden bleiben treu
Kein Wechselwille trotz Prämienerhöhung: Für vier von fünf Autobesitzer hat sich die Kfz-Prämie zum Jahreswechsel erhöht, so eine Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. 78 Prozent der Betroffenen haben dennoch nicht gewechselt – zum Leidwesen der Vergleicher. Auch ändert kaum jemand etwas an den Tarifdetails. Das Unternehmen glaubt, dass die Unwissenheit über die Laufzeit des eigenen Vertrages viele abhält.
Munich Re: Abnehmspritzen gehören in die Risikobewertung
Die Einnahme von Medikamenten zur Gewichtsabnahme sollte bei der Risikobewertung in der Lebensversicherung berücksichtigt werden, da sie Auswirkungen auf die Mortalität haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Munich Re Life US auf Basis einer Studie in den USA. Versicherer, die das Thema ignorieren, könnten Nachteile im Wettbewerb erleiden, warnt der Rückversicherer. Elektronische Patientenakten hält er für eine gute Datenquelle.
Admiral kauft Telematik-Spezialisten Flock
Der britische Direktversicherer Admiral übernimmt das Insurtech Flock für 80 Mio. Pfund (92 Mio. Euro). Flock ist auf Telematik-Lösungen für Flotten spezialisiert und versichert auch Lieferdienste. Mit dem Zukauf baut Admiral sein Geschäft im Gewerbe- und Industriekundensegment aus, in dem er bislang nur eine kleine Rolle spielte. Zu den Verkäufern der Flock-Anteile gehören Carsten Maschmeyer und Christopher Lohmann.














