Das junge spanische Start-up Kaatch will dem Fachkräftemangel in der Versicherungsbranche mit einer neuen Initiative in fünf europäischen Ländern begegnen: „#WelcomeBack“ soll Menschen wieder für eine Arbeit in der Branche begeistern, die diese aus verschiedenen Gründen verlassen haben, etwa wegen Familienzeit. Mit an Bord ist ein großer Rückversicherer.
Versicherer
Bayer AG verklagt Versicherer AIG
Der Pharmakonzern Bayer hat den US-Versicherer AIG verklagt. In der Klage werfen die Leverkusener dem Versicherer vor, Zahlungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Herbizid „Roundup“ systematisch hinausgezögert zu haben. AIG weigert sich, die Deckungspflicht für Gerichtsverfahren in Zusammenhang mit dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup anzuerkennen, für die Bayer seit 2020 bereits eine zweistellige Milliardensumme gezahlt hat.
Barmenia Gothaer will 2026 Millionen in KI investieren
Der fusionierte Konzern Barmenia Gothaer will im kommenden Jahr mehr als 30 Mio. Euro in künstliche Intelligenz (KI) investieren. Einen Stellenabbau aufgrund des KI-Einsatzes, wie Allianz Partners ihn angekündigt hat, soll es aber nicht geben, sagten die CEOs Andreas Eurich und Oliver Schoeller beim Jahresabschlussgespräch. Mit dem ersten vollen Jahr des fusionierten Unternehmens waren sie zufrieden. Die Barmenia Gothaer wachse in fast allen Sparten stärker als der Markt.
Sammelklage gegen Debeka Leben
Der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Verbraucherzentrale Hamburg haben eine Sammelklage gegen die Debeka Leben eingereicht. Sie werfen dem Versicherer vor, bei gekündigten Lebens- oder Rentenpolicen zu hohe Stornogebühren von den Verbrauchern verlangt zu haben. Mit der Sammelklage wollen die Verbraucherschützer den Betroffenen dabei helfen, ihr Geld zurückzubekommen.
Die Stimmung der Versicherer ist gut – noch
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland hat sich die Geschäftslage in der Versicherungswirtschaft im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal verbessert. Dazu hat insbesondere die Schaden- und Unfallsparte beigetragen, die laut einer vom Versichererverband GDV in Auftrag gegebenen Umfrage des Ifo-Instituts ein Rekordniveau erreicht hat. Dennoch gibt es Anzeichen für Unsicherheit bezüglich der Zukunft: Die Geschäftserwartungen der Versicherer für die kommenden Monate sind gesunken.
IT-Strategiewechsel bei der R+V
Abschied von der Eigenentwicklung: Die Wiesbadener Versicherungsgruppe R+V hat einen Auswahlprozess für Anbieter von Standardsoftware gestartet. Das bedeutet einen Strategieschwenk, denn eigentlich wollte der Versicherer das neue Bestandssystem selbst entwickeln.
Ransomware „Akira“ schlägt bei der Ideal zu
Der Berliner Versicherer Ideal ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Die Systeme wurden daraufhin vom Netz genommen, der Geschäftsbetrieb funktioniert nur noch eingeschränkt. Kundendaten sind aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht gestohlen worden, dabei ist die eingesetzte Ransomware „Akira“ für solche Aktionen bekannt. Die Tochter Mylife ist nicht betroffen.
Nürnberger: „DORA ist cool“
Über regulatorische Themen sprechen Versicherer in der Regel nicht so gerne. Anders ist das beim Digital Operational Resilience Act. Zumindest der IT-Vorstand der Nürnberger, Thomas Reimer, sieht DORA, wie die EU-Verordnung abgekürzt heißt, positiv. Denn Cybersicherheit ist ein wichtiges Thema. Das habe sein Unternehmen zuletzt im Zusammenhang mit der immer wahrscheinlicher werdenden Übernahme durch die Vienna Insurance Group festgestellt.
Reform der privaten Altersvorsorge zwingt Versicherer zum Handeln
Über Sinn und Zweck des Referentenentwurfs des Bundesfinanzministeriums zur Reform der privaten Altersvorsorge ist eine lebhafte Diskussion in der Branche entstanden. Reiner Will, Chef der Ratingagentur Assekurata, sieht zwar Chancen in dem Konzept, warnt aber auch davor, dass es die Versicherungsgesellschaften besonders in puncto Kosten und Transparenz unter Druck setzen könnte. In einem Blog skizziert er die Konsequenzen des Entwurfs und einen sinnvollen Umgang mit den Folgen.
Neuer Chef für Allianz-Vertrieb, neuer Job für Daniel Bahr
Die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Andreas Kanning übergibt den Posten zum Jahreswechsel an Hanno Wienhausen, derzeit Vorstand für den Bereich „Vertrieb Süd“. Diese Funktion übernimmt Daniel Bahr, ehemaliger Bundesgesundheitsminister und seit 2014 Vorstand der Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Fonds Finanz-Mutter Infitech und dem Kreditversicherer Coface.
IT-Anzug: Lieber von der Stange
Viele Versicherer stehen vor der Aufgabe, ihre Prozesse zu automatisieren. Altes mit Neuem zu verbinden ist dabei keine einfache Aufgabe. Denn sowohl technologisch als auch menschlich ist die Zusammenführung eine Herausforderung. Wie es dennoch gelingen kann, war Thema einer Fachveranstaltung des Versichererverbands GDV. Dass die Prozessoptimierung die Versicherer auch in Zukunft immer wieder beschäftigen wird, zeigt dabei ein Blick in die Vergangenheit.
Rettungspaket der Signal Iduna für angeschlagene SHB steht
Der angeschlagene Spezialversicherer SHB mit Sitz in Königswinter bei Bonn ist mit Hilfe der Signal Iduna einer Schließung durch die BaFin entgangen. Nach Informationen des Versicherungsmonitors hat der Versicherer die Erneuerungsrechte für Teile seines Bestands an die Dortmunder verkauft. Zusätzlich übernimmt die Signal Iduna eine Rolle als Rückversicherer. Es ist weiterhin geplant, dass der Versicherer die SHB im kommenden Jahr komplett übernimmt.
GDV macht Änderungsvorschläge für Riester-Reform
Der Versichererverband GDV äußert sich in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für eine Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge zustimmend, sieht aber noch Verbesserungsmöglichkeiten. Unter anderem spricht sich der Verband dafür aus, die Laufzeit der geplanten Auszahlungspläne anzuheben und die Zulagenförderung einheitlicher zu gestalten.
Generali und BPCE beerdigen Natixis-Fusion
Der italienische Versicherer Generali und die französische Bank Banque Populaire Caisse d’Epargne (BPCE) haben ihre Pläne für die Zusammenlegung der Vermögensverwalter Generali Investment Holdings und Natixis aufgegeben. Das teilten beide Gruppen am Donnerstag mit. Das Projekt sei unter Branchengesichtspunkten sinnvoll, aber die Voraussetzungen für eine endgültige Einigung seien nicht gegeben. Damit spielten die beiden Seiten auf die Regierung in Rom an, die sich vehement gegen die Fusion ausgesprochen hat.














