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Asmussen und GDV verlängern Vertrag

 Exklusiv  Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Versicherer, steht vor einer Vertragsverlängerung. Das Thema will das GDV-Präsidium am 1. Februar 2024 diskutieren. Asmussen hat den Verband in den vergangenen drei Jahren massiv umgebaut. Die großen Mitglieder wie Allianz, Munich Re und Generali schätzen ihn, kleinere Mitgliedsunternehmen sehen ihn kritisch. Gerüchte über ein Zerwürfnis von Asmussen und GDV-Präsident Norbert Rollinger weisen beide zurück.

Versicherungstag in Bensberg

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Der SZ-Versicherungstag in Bensberg bei Köln, ein Ausblick für die Rück- und Versicherer der DACH-Region und der erste öffentliche Auftritt von Giulio Terzariol als CEO Insurance von Generali.

Verkehrsgerichtstag erfreut GDV

Der GDV kann mit den Empfehlungen des 62. Verkehrsgerichtstages in Goslar zufrieden sein. Sie entsprechen in für die Branche relevanten Punkten den Positionen des Versichererverbands: Bei der Entkriminalisierung von Unfallflucht bei reinen Sachschäden, der Trennung von aktuellen Unfallschäden und Vorschäden an einem Fahrzeug sowie der Berücksichtigung moderner Technik bei der Berechnung von Haushaltsführungsschäden. Im Gegensatz zum GDV haben sich die Juristen aber für eine Umwandlung der Verschuldenshaftung in eine Gefährdungshaftung bei Schiffsunfällen ausgesprochen.

D&O-Versicherer bereiten sich auf mehr Insolvenzen vor

Die staatlichen Hilfsmaßnahmen in der Pandemie und die zwischenzeitlich ausgesetzte Insolvenzantragspflicht haben die Zahl der Insolvenzen zuletzt künstlich auf niedrigem Niveau gehalten. Damit ist es vorbei, glaubt D&O-Experte Daniel Kreienkamp von der Ergo. „Versicherer müssen sich auf Szenarien vorbereiten, in denen die Zahl der Insolvenzen weiter steigt“, sagte er auf der Haftpflichtkonferenz von Euroforum. Für Versicherer komme es jetzt darauf an, die Risiken in ihren Büchern genau im Blick zu haben.

PKV legt bei Vollversicherten zu

Erstmals seit Jahren konnten die privaten Krankenversicherer (PKV) in ihrem Hauptgeschäftsfeld Vollversicherung 2023 wieder ein Plus bei der Zahl der Versicherten verzeichnen. Zwar ist der Zuwachs nur gering, aber nach einer langen Zeits des Abriebs für die Branche ein Grund zur Freude. Auch der Wechsel von Kunden zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist positiv verlaufen. Ein Wermutstropfen: Die Versicherungsleistungen sind im vergangenen Jahr deutlich stärker gestiegen als die Prämieneinnahmen.

Generali: Keine großen Sprünge bei Cyber-Kapazitäten

Der Cybermarkt gilt vielen Versicherern als Wachstumssparte. Nach hohen Schäden sind aber viele Anbieter vorsichtig geworden. Statt 50 Mio. Euro Kapazität bieten viele nur noch 15 Mio. Euro an. Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern, sagte Tanya Waeber, Cyberexpertin bei Generali Global Corporate & Commercial, bei der Euroforum Haftpflichtkonferenz. Die Versicherer haben es mit neuen Angriffsmustern, mit technologisch aufgerüsteten Hackern und einem hohen Kumul-Risiko zu tun.

GDV erwartet 2024 mehr Wachstum

Der Versicherverband GDV blickt optimistischer in die Zukunft. Nach einem verhaltenen Wachstum von 0,6 Prozent im vergangenen Jahr erwartet der Verband 2024 ein spartenübergreifendes Wachstum von 3,8 Prozent. Das Kfz-Geschäft soll zweistellig zulegen. Erstmals hat sich der Verband auf der Jahresmedienkonferenz zu den versicherten Schäden durch das jüngste Hochwasser unter anderem in Niedersachsen geäußert. Sie könnten bei 200 Mio. Euro liegen.

ALH wächst trotz Rekorden nur moderat

Die Alte Leipziger-Hallesche-Gruppe (ALH) hat im vergangenen Jahr einige Rekordzahlen erreicht, konnte aber trotzdem nur moderat wachsen, wie die vorläufigen Geschäftsergebnisse verraten. Einem Zuwachs von über 50 Prozent im Neugeschäft der privaten Krankenversicherung der Halleschen steht ein Rückgang im Neugeschäft der Alten Leipziger von 14 Prozent gegenüber. Gruppenchef Bohn freut sich über den Zugewinn, warnt aber zugleich vor anhaltend herausfordernden Zeiten.

PFAS-Ausschluss ist nicht in Stein gemeißelt

In der Diskussion um mögliche Gesundheitsschäden durch die in vielen Produkten vorkommenden PFAS-Chemikalien hatten etliche Haftpflichtversicherer mit Ausschlüssen reagiert – sehr zum Unmut der Industriekunden. Inzwischen scheinen sie das Thema differenzierter zu betrachten und lassen mit sich reden, berichteten Experten auf der Euroforum Haftpflichtkonferenz in Köln. Das Schadenpotenzial ist hoch, aber es ist nicht ausgemacht, ob PFAS wirklich „das neue Asbest“ ist.

Axa XL mit neuem Leiter Client Management Deutschland

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Industrieversicherer Axa XL hat mit Philipp Klasberg (Bild) einen neuen Leiter Client Management in Deutschland. Klasberg folgt auf Stefan Sowietzki, der zum Makler und Berater WTW wechselt. Auch die Nürnberger Versicherung und der Maklerpool BCA konnten Nachfolger für vakante Positionen ernennen. Bei der Nürnberger folgt Christine Kaaz auf Peter Meier, bei BCA Sebastian Müller auf Rolf Schünemann.

Überschussbeteiligungen steigen weiter

Auch in diesem Jahr haben die Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligungen wieder deutlich angehoben. Im Schnitt lag die laufende Verzinsung bei rund 2,4 Prozent. Damit manifestiert sich eine Trendwende, die sich schon 2023 angedeutet hatte, sagt das Analysehaus Morgen & Morgen.

Allianz Direct übernimmt Luko-Geschäft

Der Digitalversicherer Allianz Direct baut seine Marktpräsenz in Frankreich aus und übernimmt das Hausratgeschäft der französischen Versicherer Luko Cover SAS und Demain ES. Der Deal umfasst die Markenrechte und 112 Mitarbeiter. Der Bestand sollte eigentlich an den britischen Versicherer Admiral gehen, der sein Angebot jedoch zurückgezogen hatte – Luko musste kurz danach Insolvenz anmelden. Die Allianz dürfte dadurch deutlich weniger für das Geschäft gezahlt haben als ursprünglich eingeplant.

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