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BaFin sorgt sich um Cyberrisiken

Die Finanzaufsicht BaFin hat in diesem Jahr vor allem Gefahren für Banken im Blick. Versicherer kommen in den „Risiken im Fokus 2023“ der Behörde nur am Rande vor. BaFin-Chef Mark Branson hält die Gesellschaften allerdings für verwundbarer als Kreditinstitute was Cyberangriffe angeht, sagte er beim Neujahrsempfang der Aufsichtsbehörde. Und auch wenn es das Thema nicht unter die Top-6-Risiken geschafft hat, treiben hohe Kosten bei Lebensversicherungen die Behörde nach wie vor um.

Fitch: IFRS 17 braucht noch viel Zeit

Bis der neue Bilanzstandard IFRS 17 seine Stärken – insbesondere gegenüber dem Vorgänger IFRS 4 – vollständig ausspielen kann, wird einiges an Zeit vergehen. Davon geht die Ratingagentur Fitch aus. Wahlrechte und Unstimmigkeiten zwischen den Ansätzen der Versicherer, beispielsweise bei der Abzinsung oder der Berechnung der Schaden- und Kostenquote, schränkten die Vergleichbarkeit der Ergebnisse in naher Zukunft erheblich ein, heißt es in einem aktuellen Bericht. Scharfe Kritik kam kürzlich auch von den Analysten-Kollegen der Landesbank Baden-Württemberg.

DKV arbeitet mit Patientenakte von IBM

Der zur Ergo-Gruppe gehörende private Krankenversicherer DKV Deutsche Krankenversicherung wird seinen Kundinnen und Kunden die elektronische Patientenakte von IBM zur Speicherung von Gesundheitsdaten anbieten. Sowohl in der Voll- als auch in der Zusatzversicherung können die Kundinnen und Kunden über die App „Meine DKV“ dann künftig ihre Gesundheitsdaten in der Akte verwalten.

Briten diskutieren Poollösung bei Cyberattacken

Der britische Rückversicherungspool für Terrorrisiken Pool Re könnte für die Absicherung staatlich gestützter Cyberattacken zuständig werden. Dafür haben sich Versicherungsmanager laut einem Bericht der Financial Times gegenüber der Regierung des Landes ausgesprochen. In Deutschland hatte es ähnliche Forderungen für den Terrorversicherer Extremus gegeben. Hintergrund sind Warnungen, dass das Cyberrisiko bald unversicherbar werden könnte.

IFRS 17: Ins Fegefeuer statt in den Himmel

 Exklusiv  Große Versicherer und Rückversicherer loben den neuen International Financial Reporting Standard (IFRS) 17 in den höchsten Tönen. Sie versprechen sich eine klarere und transparentere Rechnungslegung. Analysten sind weniger begeistert: So sieht die Landesbank Baden-Württemberg zwar auch Fortschritte, die gewünschte Vergleichbarkeit der Ergebnisse der Versicherer sei aber nicht gegeben, moniert sie in einer Analyse. Statt von der Hölle in den Himmel habe IFRS 17 die Unternehmen nur ins Fegefeuer katapultiert.

GDV schärft Position zur Nachhaltigkeit

Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) hat seine Nachhaltigkeitsziele verschärft. Künftig sollen die Mitgliedsunternehmen darauf achten, bei der Absicherung von Risiken und bei Investitionen die natürlichen Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zu wahren. Außerdem sollen die Versicherer ihre Scope 3-Emissionen bis 2030 senken.

Regulierung eint internationale Versicherungsbranche

Andere Länder, andere Sitten – dieses Sprichwort scheint immer weniger auf die Versicherungsbranche zuzutreffen. Ein Webinar der auf Versicherungsrecht spezialisierten Kanzlei Clyde & Co zeigt, dass sich weltweit ähnliche Trend zeigen. Insbesondere bei der Regulierung greifen die Behörden in verschiedensten Ländern deutlich härter durch. Auch bei Cyber und ESG zeigen sich ähnliche Entwicklungen auf der ganzen Welt.

Kanu wird Chef von Generali-Industrieversicherer

 Leute – Aktuelle Personalien  Bei der italienischen Generali ist Christian Kanu (Bild) neuer Chef des Industrieversicherers. Er folgt auf Manlio Lostuzzi. Außerdem: Karoline Viktoria Mielken hängt ihren Posten als Geschäftsführerin beim Dienstleister für Vermittler Nettowelt an den Nagel, und der Financial Lines-Experte Markus English wird Geschäftsführer bei dem Dresdner Assekuradeur For Broker. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Element, Bain & Company, Marsh und Lloyd’s.

Wir sind alle vernetzt

 Nachhaltigkeitsberichte  Mit den neuen European Sustainable Reporting Standards (ESRS) setzt die Europäische Union einen Meilenstein in der Berichterstattung. Noch nie wurde weltweit in dieser Tiefe über die Nachhaltigkeitsbemühungen von Unternehmen berichtet. In einer Serie nimmt der Nachhaltigkeitsexperte Carsten Zielke für den Versicherungsmonitor die Details der ESRS unter die Lupe. Im achten und letzten Teil geht es um das Zusammenspiel von finanzieller und nicht-finanzieller Berichterstattung.

Erneuerbare Energien: Wie Risikomanager jetzt agieren sollten

Das aktuell schwierige Marktumfeld mit Inflation, Problemen bei Lieferketten und geopolitischen Spannungen sorgt in Unternehmen, die sich zur Dekarbonisierung ihres Geschäfts mit erneuerbaren Energien auseinandersetzen müssen, für große Herausforderungen. Risikomanager sollten deshalb in den kommenden Monaten umsichtig handeln und das eigene Unternehmen beim Übergang zum Netto-Null-Ziel wachsam begleiten, rät der Makler und Berater Willis Towers Watson in einem aktuellen Bericht.

Debeka kauft Komposit-Kernsystem von Keylane

Die Debeka Allgemeine Versicherungs-AG, der Schaden- und Unfallversicherer des Koblenzer Versicherers, bekommt ein neues Kernsystem. Das Unternehmen hat sich für eine Plattform des niederländischen Dienstleisters Keylane entschieden, über die künftig Vertrieb, Verwaltung und Schadenbearbeitung laufen sollen. Bei anderen Konzerngesellschaften arbeitet die Debeka mit Firmen wie MSG und Adesso zusammen, man setze aber bewusst auf verschiedene Anbieter, um keine Abhängigkeiten aufkommen zu lassen.

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