Um den Klimawandel zu stoppen – oder zumindest zu verlangsamen – müssen alle an einem Strang ziehen. Das ist ein Grund, warum die Gothaer ihren Mittelstandskunden dabei helfen will, ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Dafür kooperiert der Versicherer mit dem Start-up Cozero aus Berlin. 500 Geschäftskunden der Gothaer können mithilfe der Software von Cozero ihren CO2-Fußabdruck berechnen lassen und sich Tipps zur Verbesserung holen. Die Initiative hat auch direkte Vorteile für die Gothaer.
Versicherer
Versicherer sind als Arbeitgeber gefordert
Die Versicherer müssen sich einiges einfallen lassen, um attraktiv für Bewerber zu sein. Gleichzeitig stellen sie an ihre Mitarbeiter und insbesondere an Führungskräfte deutlich andere Anforderungen als in der Vergangenheit. Jens Warkentin, Finanz- und Personalvorstand der HDI-gruppe , Uwe Schöpe, Personalvorstand bei Zurich Deutschland und Personalberater Christoph Netta diskutierten beim SZ-Versicherungstag darüber, wie es der Branche gelingen kann, in Zukunft das Personal zu bekommen und zu halten, das sie dringend braucht. Das Thema Diversität wird immer wichtiger – hier gibt es aber auch noch viel zu tun.
Lloyd’s fürchtet Aktivisten
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Lloyd’s of London lässt sich von Klimaaktivisten einschüchtern und verlegt die Hauptversammlung in den virtuellen Raum.
PKV-Verband für Leistungsdeckel in der Pflege
Weil die soziale Pflegeversicherung und ihr privates Pendant zur Deckung der tatsächlichen Pflegekosten nicht ausreichen, sollten die Deutschen zusätzlich vorsorgen. Darin waren sich die Teilnehmer einer Digitalveranstaltung des PKV-Verbands einig, auf der die Ergebnisse einer aktuellen Assekurata-Studie vorgestellt wurden. Pflegetagegeldpolicen sind am besten geeignet, um die Deckungslücke von durchschnittlich 2.184 Euro zu schließen, so die einhellige Meinung. Der PKV-Verband plädiert dafür, die Leistungen in der sozialen Pflegeversicherung einzufrieren, um die Beitragssteigerung zu bremsen.
Digitalisierung: Versicherer müssen jetzt Gas geben
Krieg, Pandemie, Inflation – die Versicherungswirtschaft befindet sich seit einiger Zeit in einem permanenten Krisenmodus. Nur Gesellschaften, die sich widerstandsfähig zeigen, können in solch einem Umfeld bestehen. Die Digitalisierung ist der wichtigste Schritt, um solche Herausforderungen bewältigen zu können. Dabei muss die Branche jetzt richtig Gas geben. Davon zeigte sich Mark Klein überzeugt, Chief Digital Officer beim Versicherer Ergo. Durch die Pandemie sind die Ansprüche der Kunden massiv gestiegen. Versicherer stehen nicht Wettbewerb mit anderen Anbietern, sondern müssen sich messen lassen an Angeboten der Tech-Giganten wie Amazon und Google, sagte er auf dem Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung auf Schloss Bensberg.
GDV: Staatsgarantie für Extremus frühzeitig verlängern
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht sich Sorgen um den Fortbestand der Staatshaftung für den Terrorversicherer Extremus. Die derzeitige Gewährleistung läuft Ende dieses Jahres aus. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen fordert nun eine frühzeitige Klarstellung des Bundes. Zuvor hatte sich auch der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft eine frühzeitige Verlängerung der Staatsdeckung eingesetzt.
Allianz: Weitere Rückstellungen für US-Fonds
Die Allianz hat weitere 1,9 Mrd. Euro vor Steuern für den Streit mit US-Pensionsfonds um Milliardenverluste aus den sogenannten Structured Alpha-Fonds als Rückstellung für das erste Quartal 2022 verbucht. Weitere Vergleiche mit Klägern und fortschreitende Gespräche mit US-Behörden hätten das nötig gemacht. Der Konzern zeigt sich optimistisch, damit einen Schlussstrich unter das Fondsdebakel ziehen zu können. Den Quartalsüberschuss wird infolge der Rückstellungen um 1,6 Mrd. Euro auf 600 Mio. Euro sinken. Der Kapitalmarkt zeigt sich erleichtert.
Zurich kurz vor Run-off-Deal
Die Zurich Deutschland steht kurz vor dem Verkauf eines Altbestandes an Lebensversicherungen an den Run-off-Spezialisten Viridium, der einen Umfang von 20 Mrd. Euro an Kundenforderungen und entsprechenden Kapitalanlagen hat. Nach Informationen des Versicherungsmonitors aus Branchenkreisen soll das Geschäft in den kommenden Wochen – auf jeden Fall noch vor der Sommerpause – abgeschlossen werden. Die Agentur Bloomberg erwartet, dass schon in dieser Woche eine Bekanntgabe erfolgt.
Schneider wird neuer Vorstandschef bei Axa easy
Leute – Aktuelle Personalien Der neue Vorstandschef des Online-Kfz-Versicherers Axa easy steht fest. Fabian Maximilian Schneider, der bei der Axa Deutschland für Mobilität verantwortlich ist, tritt in die Fußstapfen von Michael Bongartz, der das Unternehmen Anfang April verlassen hat. Außerdem: Der Maklerpool Phönix Maxpool ernennt Kay Weddecke zum Abteilungsleiter Maklerbetreuung und Kooperation. Personal-Neuigkeiten gibt es auch bei Scor, Lemonade und der bbg Betriebsberatung.
Lemonade: Cross-Selling soll Wende bringen
Trotz guter Zahlen bei den Prämieneinnahmen und beim Umsatz hat der US-Versicherer Lemonade auch im ersten Quartal 2022 einen deutlichen Verlust von 74,8 Mio. Dollar (70,9 Mio. Euro) nach 49 Mio. Dollar im Vorjahresquartal verzeichnet. Doch die Verluste sollen in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen. Dabei setzt das Start-up auf Prämienanpassungen und die Ausweitung des Policenangebots. Erste Zahlen aus dem US-Bundesstaat Illinois zeigen, dass die neue Kfz-Versicherung das Cross-Selling vorantreibt.
Ukraine-Krieg: Munich Re schreibt 700 Mio. Euro ab
Der Krieg in der Ukraine zeigt sich deutlich in der Bilanz der Munich Re für das erste Quartal. Der Rückversicherer hat 700 Mio. Euro auf russische und ukrainische Staats- und Unternehmensanleihen abgeschrieben, zudem hat er in der Schaden- und Unfallrückversicherung mehr als 100 Mio. Euro an Belastungen durch den Krieg verbucht. Hinzu kommen Corona-Schäden in der Lebensrückversicherung. Erheblich profitieren konnten die Münchener von Währungseffekten. Auch die Erstversicherungstochter Ergo lieferte gute Zahlen.
HUK-Coburg: Deutsche wollen weiter Auto fahren
Auch in Zukunft wollen sich die Deutschen vor allem mit dem Auto fortbewegen. Sie sehen es als die flexibelste und individuellste Art der Mobilität. Allerdings sorgt sich ein großer Teil um weiter steigende Kosten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Autoversicherers HUK-Coburg unter mehr als 4.000 Befragten in allen 16 Bundesländern. Zwei Drittel sehen auch künftig im Auto das ideale Fortbewegungsmittel, sowohl in den Städten als auch auf dem Land. Dazu zählt auch das E-Auto. Was die Entwicklung der Mobilität in den kommenden fünf Jahren angeht, sehen viele Deutsche schwarz.











