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Hurrikan „Otis“ kostet Axa 200 Mio. Euro

Der französische Axa-Konzern wird für den schweren Sturm „Otis“, der die mexikanische Küstenstadt Acapulco vor einer Woche heimgesucht hat, rund 200 Mio. Euro vor Steuern und abzüglich Rückversicherung aufwenden müssen. Trotz dieser und anderer Belastungen ist das Unternehmen aber optimistisch, sein Gewinnziel von mehr als 7,5 Mrd. Euro in diesem Jahr zu erreichen. Für ein Umsatzplus sorgte in den ersten neun Monaten unter anderem die Industrieversicherung. In der Lebens- und Krankenversicherung mussten die Franzosen Rückgänge verbuchen.

Mehr Interesse an jungen Insurtechs

Zwischen Juli und September umfassten die weltweiten Investitionen in Insurtechs über eine Milliarde Dollar. Ein Anstieg von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, besonders profitiert haben davon Insurtechs in der Frühphase. Das meldet der Rückversicherungsmakler Gallagher Re in seinem vierteljährlichen Branchenreport. Aufatmen können die jungen Unternehmen aber nicht. Die Summen der einzelnen Deals sind auf dem niedrigsten Stand seit sechs Jahren.

Dual will in die deutsche Kunstversicherung einsteigen

Nach dem Markteintritt in den europäischen Kunstversicherungsmarkt will der Assekuradeur Dual nun auch hierzulande verstärkt mitmischen. Er hat dazu den Experten Dietmar Telschow als Head of Fine Art & Specie Germany and Austria an Bord geholt. Zuletzt hatte Telschow als Head of Portfolio Management Cyber für den Assekuradeur Cogitanda gearbeitet. Im deutschen Markt befindet sich Dual ganz am Anfang: Team und Produkte befinden sich noch im Aufbau.

Was willst Du uns sagen, oh Julian?

 Nachschlag – der aktuelle Kommentar  Wefox-Chef Julian Teicke hat einen neuen Markenclaim eingeführt. Mit „Empowering Insurance“ will das Unternehmen künftig Kunden gewinnen. Was Wefox damit genau sagen will, bleibt im Dunkeln – der englische Begriff lässt mindestens vier korrekte Übersetzungen zu. Das ist ähnlich mehrdeutig wie das Geschäftsmodell von Wefox. Makler? Versicherer? Plattformbetreiber? Revolutionär? Der Claim erinnert fatal an den Spruch „Come in and find out“ einer deutschen Parfümeriekette.

Marsh: Cyber-Prämien erstmals wieder rückläufig

Die Preise für Cyberversicherungen sind im dritten Quartal 2023 weltweit im Durchschnitt um 2 Prozent gesunken, berichtet der Makler Marsh in seiner aktuellen Auflage seines Global Insurance Market Index. Einen Preisrückgang gab es – zumindest im Rahmen dieser Durchschnittsbetrachtung – demnach seit der zweiten Jahreshälfte 2018 nicht mehr. Insgesamt sind die Preise in der globalen Industrieversicherung weiter gestiegen: mit 3 Prozent genauso stark wie im vorherigen Quartal und insgesamt das 24. Quartal in Folge.

Wochenspot: Warum läuft Telematik nicht?

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über Telematik in der Kfz-Versicherung. Zahlreiche Anbieter haben sich aus dem Feld schon wieder zurückgezogen. Probleme gibt es viele – eines ist das mangelnde Interesse der Kunden.

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Indien Mumbai

Zurich expandiert nach Indien

Die Zurich steigt in den indischen Sachversicherungsmarkt ein und nimmt dafür einiges Geld in die Hand. Sie erwirbt für 488 Mio. Dollar (462 Mio. Euro) die Mehrheit am Versicherungsanbieter Kotak Mahindra General Insurance, bislang eine reine Banktochter. Ihren 51 Prozent-Anteil will sie in Zukunft noch weiter ausbauen. Indien ist aufgrund seiner großen Bevölkerung und der hohen Wachstumsraten bei Versicherungen ein attraktiver Markt, aber kein leichter. Andere europäische Anbieter haben sich bereits wieder zurückgezogen.

Steinmann: An uns soll es nicht liegen

 Exklusiv  Die Swiss Re rechnet mit einer steigenden Nachfrage nach Naturkatastrophendeckungen bei ihren Kunden in Deutschland und Europa. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor gibt sich Thorsten Steinmann, Head Property & Casualty Reinsurance Northern, Central & Eastern Europe, optimistisch, dafür auch genügend Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können. Die Swiss Re habe Appetit auf Naturkatastrophenrisiken – wenn der Preis stimmt. Zudem spricht Steinmann über das Haftpflichtgeschäft, politische Risiken und vermehrte Feuerschäden in Deutschland.

GVNW weist GDV-Prognose zu D&O scharf zurück

Die Warnung vor steigenden Schäden in der D&O-Versicherung, die der GDV vor einigen Tagen veröffentlicht hat, ist für den Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) nur ein „durchsichtiges Manöver“, um ein weiteres Absinken der Prämien in der dieser Sparte zu verhindern. Verbandsjustiziar Marcus Bastian nimmt die Argumentation der Versicherer in einer Stellungnahme jetzt auseinander – und kann sich einen Seitenhieb gegen die Statistik des Verbands nicht verkneifen.

GKV-Beiträge steigen etwas stärker als PKV-Prämien

Sowohl in den vergangenen zehn als auch in den vergangenen 20 Jahren sind die Prämien in der privaten Krankenversicherung (PKV) je Versichertem etwas weniger stark gestiegen als die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der PKV. Es kritisiert, dass GKV-Versicherte die zunehmende Belastung aufgrund steigender Höchstbeiträge oft nicht wahrnehmen. In der PKV liefen Prämienanpassungen dagegen höchst transparent ab, lobt das brancheneigene Institut.

Aon-Chef Case: Größe ist nicht entscheidend

 Exklusiv  Der Großmakler Aon musste Federn lassen: Er rangiert nicht mehr auf Platz eins der größten Makler weltweit. Auch bei den Zahlen und der Entwicklung des Aktienkurses bleibt er hinter den Konkurrenten Marsh und Gallagher zurück. Aon-Chef Greg Case beunruhigt das nicht. Größe sei nicht entscheidend, sagte er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Wichtiger sei Führerschaft bei den Kunden und Innovation. Hier liefere Aon, betont Case. Außerdem sprechen er und Deutschland-Chef Kai-Frank Büchter über den deutschen Markt.

Kunden werden unbequemer

Versicherer müssen sich auf neue Kundenbedürfnisse einstellen: Kommende Kundengenerationen werden illoyaler und besser informiert sein, warnten die Generationenforscherin Steffi Burkhart und Wolf Gerlach, Vorstandsmitglied des österreichischen Versicherers Uniqa, bei einer Onlineveranstaltung des Automatisierungsdienstleisters Omnius. Die Versicherer müssen es schaffen, die Kunden langfristig zu begeistern.

LVM-Vorstand Ludger Grothues verstorben

 Leute – Aktuelle Personalien  Ludger Grothues, Finanzvorstand des Versicherers LVM, ist mit 60 Jahren überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Die von ihm verantworteten Bereiche teilen LVM-Vorstandschef Matthias Kleuker und Vorstandsmitglied Rainer Wilmink kommissarisch unter sich auf. Außerdem: Verti bekommt im Zuge einer umfangreichen personellen Umstrukturierung beim spanischen Mutterkonzern Mapfre eine neue Chefin. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem bei Baloise, Gothaer, Helvetia und dem Versicherungsmarkt Lloyd’s.

Acapulco kämpft mit Sturmfolgen

In der mexikanischen Stadt Acapulco hat der schwere Sturm „Otis“ große Zerstörung verursacht und viele Menschenleben gefordert. Für die Bewohner kam die Katastrophe überraschend, weil Experten die Schwere des Sturms erst spät erkannten. Der Schaden geht nach ersten Erwartungen in die Milliarden, Acapulco ist ein wirtschaftliches und touristisches Zentrum. Die Rückversicherer halten sich mit Schätzungen noch zurück.

Ohne klare Formulierungen keine Sanktionen

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Jeden Versicherungsnehmer treffen Obliegenheiten aus dem Versicherungsvertrag. Ihre Verletzung kann für Versicherte negative Folgen haben – etwa die Leistungsfreiheit des Versicherers. Will der Versicherer einen Verhaltensverstoß sanktionieren, muss auch die Vereinbarung über die Rechtsfolgen wirksam sein, sonst bleibt der Verstoß sanktionslos. Letzteres stellte das OLG Karlsruhe kürzlich in Frage. Blick auf ein Mysterium.

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