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Neugeschäftsverbot für die Pensionskasse der Caritas

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Pensionskasse der Caritas das Neugeschäft untersagt. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, der sich an Mitarbeiter von Kirche und Caritas sowie deren Angehörige richtet, verfügt nicht über ausreichend Solvenzkapital, der Sanierungsplan des Unternehmens konnte die BaFin nicht überzeugen. Die Pensionskasse hatte bereits Leistungskürzungen für ihre Mitglieder angekündigt.

Zeitgewinn durch intelligentes Schadenmanagement

 Digitale Trends 2019  Die Regulierung eines Sachschadens dauert durchschnittlich 30 Tage. Das führt nicht nur bei Kunden zu viel Frust, sondern auch zu hohen Kosten beim Versicherer. Der Dienstleister Eucon will diesen Prozess verkürzen. Mit einer großen Datenbasis und künstlicher Intelligenz werden unstrittige Schäden, die Versicherer bedenkenlos zahlen können, herausgefiltert und automatisch reguliert. Das soll den Schadenregulierungsprozess auf Stunden bis wenige Tage verkürzen.

Allianz gewinnt ADAC ein Jahr früher

Die Allianz kommt als Partner des ADAC bei der ADAC Autoversicherung früher zum Zug als geplant. Das Unternehmen hat sich mit dem größten deutschen Automobilclub und dem bisherigen Versicherungspartner Zurich Deutschland darauf geeinigt, dass dieser seinen 51 Prozent-Anteil bereits zum 1. Januar 2019 und nicht erst zum Jahresbeginn 2020 an die Münchener abgibt. Über die finanziellen Konditionen des Deals wurde Stillschweigen vereinbart. Die Allianz will ihren Abstand zum deutschen Marktführer in der Kfz-Versicherung HUK-Coburg verkleinern und hat in der Kfz-Sparte große Pläne. Der frühere Einstieg in die profitable ADAC Autoversicherung dürfte für die Münchener nicht billig gewesen sein.

Bundestag verabschiedet EbAV II-Gesetz

Der Bundestag hat das Gesetz zur Umsetzung der europäischen Richtlinie EbAV II für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung mit den Stimmen der Regierungsparteien sowie der Grünen beschlossen. Änderungen gab es keine. Kritik kam vor allem von der FDP. Der Abgeordnete Frank Schäffler warnte vor Mehrkosten für Pensionskassen und Pensionsfonds durch zusätzliche Bürokratie. Dadurch drohten sinkende Leistungen für Betriebssparer. Der GDV begrüßt das Gesetz, hält den Zeitplan aber für zu ehrgeizig.

Risiken bei autonom fahrenden Schiffen

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Die technischen Entwicklungen in der maritimen Industrie, insbesondere im Hinblick auf unbemannte und autonome Schiffe, schreiten mit Riesenschritten voran. Neue Technologien bedeuten neue Chancen, aber auch neue Risiken. Dies wiederum macht die Anpassung von Regelwerken oder ihre Neuausarbeitung nötig, auch neue Haftungsregime werden erforderlich. Reeder und ihre Versicherer werden vor neue Herausforderungen gestellt. Einige Ängste bezüglich der neuen Technologie werden sich bewahrheiten, andererseits fallen aber auch Risiken weg.

Allianz Leben mit stabiler Überschussbeteiligung

Der Marktführer Allianz hält die Überschussbeteiligung für 2019 stabil. Kunden mit einer neuen Garantiepolice des Typs „Perspektive“ erhalten eine laufende Verzinsung von 2,9 Prozent und eine Gesamtverzinsung von 3,7 Prozent. Versicherte mit klassischen Policen erhalten mit 2,8 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent etwas weniger. Damit fügt sich die Allianz in den bisherigen Trend bei den Überschussdeklarationen für 2019 ein. Nur die Ergo hat bisher eine Absenkung der Verzinsung bei ihrem Direktversicherer angekündigt. Der kleine Berliner Versicherer Ideal will dagegen die Überschussbeteiligung erhöhen.

Versicherer ziehen sich aus Kohle zurück

Versicherer in Europa sind führend beim Rückzug aus dem Versicherungsgeschäft mit Kohle. Das zeigt ein aktueller Bericht von Umweltschützern. Demnach haben sich inzwischen sieben Versicherer und Rückversicherer Beschränkungen auferlegt, alle kommen aus Europa. Im Vorjahr waren es erst drei Gesellschaften gewesen. Für den Bericht haben Aktivisten von der Kampagne „Unfriend Coal“ untersucht, wie sich 24 Versicherer weltweit in Bezug auf Kohle verhalten. Neben der Übernahme von Risiken interessierten sich die Umweltschützer auch für die Kapitalanlage.

Ideal Leben hebt Überschussbeteiligung an

Kunden, die eine Kapitallebensversicherung beim Berliner Versicherer Ideal abgeschlossen haben, erhalten für 2019 eine laufende Verzinsung von 3,3 Prozent, nach 3,0 Prozent. Die Ideal Leben ist damit nach eigenen Angaben der erste Anbieter, der seit Ausbruch der Finanzkrise vor rund zehn Jahren die Überschussbeteiligung erhöht. Die Versicherer hatten die laufende Verzinsung in den vergangen zehn Jahren regelmäßig gesenkt oder im besten Fall konstant gehalten. Für das kommende Jahr geht der Trend in Richtung stabile Überschussbeteiligung.

Oqio: Rundumblick auf den Schadenprozess

[versicherungsmonitoranalyse color=“white“ bg=“FireBrick“ content=“Digitale Trends 2019″]Die Wohngebäudeversicherung ist seit Jahren defizitär. Ein Grund dafür ist, dass Versicherer für Frequenzschäden oft zu viel zahlen, weil die Abrechnungen nicht genau genug kontrolliert werden. Das Unternehmen Oqio verspricht, mit seiner Plattform mehr Transparenz in die Schadenabwicklung zu bringen und so die Kosten bei Frequenzschäden um bis zu 40 Prozent zu senken. Der Name des Unternehmens ist angelehnt an das lateinische Wort für Auge „Oculus“, die Eule im Logo repräsentiert den Rundumblick.

Friederike Krieger

Digitalisierung im Fokus

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Digitalisierungskonferenz der SZ, Investorentag von Zurich und Pressegespräch der Kreditversicherer

Allianz mit Strategie für versteckte Cyberrisiken

Die Allianz geht mit einer neuen Versicherungsstrategie Cyberrisiken an, die Schäden in anderen Verträgen als der reinen Cyberversicherung verursachen könnten, genannt „Silent Cyber“. Der konzerneigene Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) benennt und definiert ab Januar 2019 in allen Neuverträgen explizit das enthaltene Cyberrisiko. Durch Cybervorfälle ausgelöste reine Vermögensschäden sind durch eine Cyberpolice abgedeckt, nicht durch eine reguläre Sachversicherung, teilt die Allianz mit. Die neue Cyber-Versicherungsstrategie gilt für alle Firmen-, Industrie-, und Spezialversicherungsprodukte der Allianz.

BdV: Treuhänder soll Kammerberuf werden

Die privaten Krankenversicherer haben die Transparenz ihrer Solvency II-Berichte deutlich verbessert. Das ist das Fazit einer Analyse des Bundes der Versicherten (BdV) und der Zielke Research Consult GmbH. Auffällig in diesem Jahr waren allerdings die deutlichen gesunkenen Risikomargen und Gewinnerwartungen. Damit PKV-Anbieter diese Werte nicht ausnutzen, um Beiträge anzuheben und ihre Solvenzquoten zu stabilisieren, fordert der BdV eine bessere Stellung von Treuhändern im Unternehmen und mehr Unabhängigkeit.

Allianz: Erfolg durch Vereinfachung

Die Allianz hat bei ihrem Investorentag Einzelheiten zu ihrem europäischen Direktversicherer genannt, den Konzernchef Oliver Bäte zum ersten Mal bei der Hauptversammlung im Mai 2018 angekündigt hatte. In einem ersten Schritt will der Konzern die Direktversicherung in vier Ländern bündeln: die deutschen und niederländischen Allsecur-Gesellschaften sowie die italienische Genialloyd mit Sitz in Mailand und den spanischen Anbieter Fenix Directo aus Madrid. Verantwortlich ist Vorstand Iván de la Sota (Bild). Erstes einheitliches Produkt des neuen europäischen Direktversicherers soll eine online abschließbare Kfz-Police werden. Konzernchef Bäte setzt dem Konzern hohe Ziele für Gewinnwachstum und Kostensenkung.

Mit der Drohne Schäden ermitteln

 Digitale Trends 2019  In den USA setzen bereits einige Versicherer Drohnen für die Schadenermittlung nach Naturkatastrophen ein. In Deutschland steht die Nutzung unbemannter Fluggeräte durch Versicherer noch am Anfang. Das Start-up Fairfleet will das ändern. Versicherer können bei dem Münchener Unternehmen Drohnenflüge über versicherte Gebäude buchen. Ein Algorithmus erkennt automatisch, wie viele Schäden es gibt und wie schwer sie sind. Fairfleet hat gerade seine zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen.

Herbert Fromme

Bitte aufräumen, Munich Re

 Herbert Frommes Kolumne  Ergo ist mit dem Plan gescheitert, einen eigenen globalen Industrieversicherer aufzubauen. Das Geschäftsvolumen außerhalb der Hauptmärkte hätte die Fortdauer des Projektes nicht gerechtfertigt, heißt es. Aber möglicherweise haben die Chefs in München einfach nur erkannt, dass ihr Auftritt in der Industrie- und Gewerbeversicherung schon jetzt unübersichtlich genug ist – auch ganz ohne die Ergo International Corporate Solutions. Die Munich Re muss dringend darüber nachdenken, hier aufzuräumen und für die Industriekunden einen einzigen globalen Risikoträger zu schaffen. Das würde auch Investoren gefallen.

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