Der Bund der Versicherten (BdV) ist unzufrieden mit dem Entwurf für ein Maßnahmenpaket der Regierung für die Lebensversicherung. Das Papier basiert offenbar auf den Ergebnissen der bisher unveröffentlichten Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG). Es sei ein Skandal, dass bei der Evaluierung des LVRG die Veränderung der Kundenbeteiligung an den Bewertungsreserven offenkundig keine Rolle gespielt habe, so der Verband. Das vierseitige als Entwurf gekennzeichnete Papier sieht unter anderem Handlungsbedarf beim Sicherungsfonds der Branche. Das Finanzministerium wollte sich nicht äußern.
Top News
AIG kauft Munich Re-Tochter Ellipse
Der Versicherer American International Group (AIG) kauft die Munich Re-Tochtergesellschaft Ellipse. Das Unternehmen vertreibt Gruppen-Risikolebensversicherungen auf dem britischen Markt. Zum Kaufpreis äußern sich die Gesellschaften nicht. Der bevorstehende Brexit soll kein Grund für die Verkaufsentscheidung gewesen sein, auch die Geschäftsergebnisse von Ellipse seien zufriedenstellend gewesen, teilte ein Munich Re-Sprecher mit. Der Konzern überdenke derzeit jedoch seine Positionierung in Großbritannien.
Munich Re und […]
Brexit: City fordert Bestandsschutz
Durch den Brexit drohen 36 Millionen Versicherungsverträge in der Europäischen Union in ihrer aktuellen Form ungültig zu werden. Damit Privatpersonen und Unternehmen nicht plötzlich ohne Versicherungsschutz dastehen, fordert der Verband The City UK, der die britische Finanzbranche vertritt, Bestandsschutzklauseln für die betroffenen Verträge. Auch eine Überführung von Verträgen aus Großbritannien und der EU in den jeweils anderen Rechtsrahmen wäre zwar – zumindest teilweise – eine mögliche Lösung des Problems. Die damit verbundenen Kosten und die Unklarheit über die künftige Regulierung lassen die Versicherer aber vor diesem Schritt zurückschrecken.
BVK keilt gegen Versicherer
Michael Heinz, Präsident des Vermittlerverbands BVK, sieht Versicherer und Vermittler nicht mehr in einem Boot sitzen. Die Gesellschaften investieren seiner Meinung nach zu viel Geld in digitale Vertriebe und sprechen sich auch noch für vereinfachte Regeln für sie aus, monierte er auf einer Lebensversicherungskonferenz in Köln. Auch die Diskussionen um den Provisionsdeckel hätten die Vermittler den Versicherern zu verdanken. Während die Provisionen bei den Vermittlern wie gewünscht zurückgegangen seien, seien die Kosten der Versicherer sogar gestiegen, kritisierte er.
In eigener Sache: Fünf Jahre Versicherungsmonitor
Die Online-Fachzeitung Versicherungsmonitor feierte am Dienstag in Köln ihr fünfjähriges Bestehen. 2013 kam das Premium-Angebot auf Versicherungsmonitor.de auf den Markt. Das Jubiläum feierten die Macher der digitalen Fach-Tageszeitung mit Kunden, Partnern, Kolumnisten und weiteren Freunden des Hauses. Die Stimmung in der Kölner Redaktion war gut. Das gesamte Team des Versicherungsmonitors bedankt sich für die Glückwünsche zum Jubiläum.
Fünf Jahre Versicherungsmonitor – zu […]
Die schönste Nebensache der Welt
Meinung am Mittwoch In diesen Tagen werden wir mit Public-Viewing, beflaggten Autos und in Deutschland-Farben geschmückten Häusern und Personen beinahe an jeder Ecke daran erinnert, was in der nächsten Zeit wirklich zählt: das Fußballfieber ist ausgebrochen – Fans jubeln, feiern, fiebern, zittern mit und gehen emotional komplett aus sich heraus. Denn der Fußball ist eine Sprache, die jeder spricht und mit dem sich auf wunderbare Weise Geschlossenheit und Freude überall vereinbaren lassen und wo Experten und Laien nebeneinander stehen. Was die Versicherungswirtschaft mit dem Fußball gemein hat.
Hälfte aller Rückversicherer ist weg von der Kohle
Mit der Hannover Rück sind jetzt fast 50 Prozent des Rückversicherungsmarktes aus Investitionen in Kohle ausgestiegen. Darauf weisen die Umweltschutzorganisationen Unfriend Coal und Urgewald hin. Die Hannoveraner Gesellschaft und diejenigen Wettbewerber, die sich für diesen Schritt entschieden haben, halten am Gesamtprämienvolumen in der Rückversicherung aus dem Jahr 2016 nun 45 Prozent. Anders als Konkurrenten will Hannover Rück an der Versicherung von Kraftwerken festhalten.
Solvency II: Große Unterschiede bei Risikofaktoren
Marktrisiken betreffen die Versicherer unterschiedlich stark bei der Berechnung der Kapitalanforderungen, die die Gesellschaften nach Solvency II erfüllen müssen, schreibt A.M. Best in einer aktuellen Studie. Risiken durch das Underwriting wirken sich bei den einzelnen Unternehmen ebenfalls unterschiedlich stark aus. Die Ratingagentur stellt – allerdings wenig überraschend – fest, dass ein hoher Anteil fondsgebundener Policen im Vertragsbestand in der Lebensversicherung die Kapitalanforderungen reduziert.
DIN-Norm regelt private Finanzberatung neu
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) will eine Norm einführen, die neue Regeln für die Finanzberatung von Privatpersonen definiert. Einen entsprechenden Entwurf hat das DIN vorgelegt, die Branche kann ihn bis zum 8. August kommentieren. Die DIN-Norm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“ soll dafür sorgen, dass Berater die finanzielle Situation ihrer Kunden möglichst objektiv erfassen und nicht am Bedarf der Kunden vorbei beraten. Die Ausarbeitung der Regelungen war ein Mammut-Projekt – zahlreiche Versicherer, Banken, Verbraucherschützer, Vertriebe und Finanzwissenschaftler waren daran beteiligt.
Allianz X gibt 11,5 Mio. Euro an Abracar
Der Vermittler von Gebrauchtwagen zwischen Privatpersonen Abracar erhält eine Finanzspritze von 11,5 Mio. Euro. Die gesamte Summe kommt von Allianz X. Abracar gehört der digitalen Investmenteinheit der Münchener komplett. Mit dem Geld will der Online-Händler in Deutschland weiter wachsen. Außerdem soll die Expansion nach Österreich und Frankreich vorbereitet werden. Allianz X hat sich erst vor kurzem über eine Kooperation mit Auto 1 im Gebrauchtwagengeschäft positioniert.
Versicherer Liberty Opfer von Cyberkriminellen
Der südafrikanische Versicherer Liberty ist in das Visier von Hackern geraten. Internetkriminelle hatten am vergangenen Donnerstag das IT-System von Liberty gehackt und Daten erbeutet. Am Samstag räumte der Versicherer den Angriff ein. Das Unternehmen wurde von den Hackern erpresst, habe aber keine Zahlungen geleistet, sagt Chef David Munro. Es gebe bislang keine Hinweise, dass Kunden durch den Angriff ein finanzieller Schaden entstanden ist, betont er.
Mapfre baut Verwaltungsrat um
Leute – Aktuelle Personalien Nach dem Rücktritt des ersten stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Antonio Núñez beruft der spanische Versicherer Mapfre Ignacio Baeza Gómez zu seinem Nachfolger. Baeza Gómez ist derzeit dritter stellvertretender Vorsitzender. Außerdem: Der Bundesverband der Assekuranzführungskräfte (VGA) hat auf seiner Jahreshauptversammlung ein neues Präsidium gewählt und ein neues Mitglied in das Gremium berufen. Der nach eigenen Angaben weltweit drittgrößte Versicherungsmakler Arthur J. Gallagher hat mit Simon Matson einen neuen Chef für das britische Maklergeschäft und das Underwriting. Der britische Versicherungsmakler Ardonagh beruft den früheren Lloyd’s-Chef Richard Ward zum neuen Executive Chairman für die Sparten Spezialversicherungen, Auslandsgeschäft und Assekuradeure.
Besteuerung bei Gruppenversicherungen prüfen
Legal Eye – Die Rechtskolumne Gruppenversicherungen, über die Unternehmen Arbeitnehmern und Kunden Deckungen anbieten, werfen nicht nur zahlreiche vermittlerrechtliche Fragen auf. Auch im Steuerrecht lauern durch jüngere Entwicklungen auf Seiten der Finanzverwaltung Steuer-Compliance-Risiken – und zwar sowohl in Deutschland als auch EU-weit. Im Hinblick auf divergierende Auffassungen der Finanzverwaltungen ist es angezeigt, bestehende und zukünftige Gruppenversicherungsstrukturen auf den Prüfstand zu stellen. Vorstände und Steuerabteilungen tun daher gut daran, sich mit diesen Aspekten und Entwicklungen auch im Sinne einer guten aufsichtsrechtlichen Geschäftsorganisation auseinanderzusetzen.
Equitable Life macht dicht
Equitable Life, einer der ältesten Lebensversicherer weltweit, wird wahrscheinlich Ende 2019 endgültig vom Markt verschwinden. Die Reste der britischen Gesellschaft, die seit einem Beinahe-Zusammenbruch im Jahr 2000 für das Neugeschäft geschlossen ist, sollen an den Abwickler Reliance Life gehen, der zur amerikanischen Life Company Consolidation Group gehört. Die Übertragung soll 1,8 Mrd. Pfund Kapital freisetzen und den verbliebenen 261.000 Kunden durchschnittliche Auszahlungen von 6.900 Pfund bescheren. Equitable Life war in finanzielle Turbulenzen geraten, weil der Versicherer für Policen mit hohen Garantiezinsen zu geringe Rückstellungen gebildet hatte.
Munich Re gründet Technologie-Tochter
Sensoren, autonome Fahrzeuge und künstliche Intelligenz führen zu geringeren Schäden, dadurch brauchen Unternehmen weniger Versicherungsschutz und Erstversicherer weniger Rückversicherung. Das drückt die Preise für Rückversicherungsanbieter wie Munich Re. Das Münchener Unternehmen hat nun eine Tochter-Gesellschaft gegründet, die sich genau mit dieser Digitaltechnik beschäftigt, berichtet die Zeitung Die Welt. Der Rückversicherer hofft, die neue Technologie für sich nutzen zu können, um sich neue Geschäftsfelder zu erschließen. Ein erstes Projekt mit dem Roboterhersteller Kuka und dem Beratungsunternehmen MHP von Porsche soll demnächst vorgestellt werden.














