Archiv ‘Aviva’

Amanda Blanc: Die Reputationschance Klimawandel

Ihren ohnehin kränkelnden Ruf habe die Versicherungswirtschaft mit dem Gezerre um Betriebsunterbrechungen und Betriebsschließungen in der Corona-Krise mutwillig aufs Spiel gesetzt. Das sagt Aviva-Chefin Amanda Blanc und liest so ihrer eigenen Branche die Leviten. Es werde lange dauern, das wieder gut zu machen, glaubt sie. Die besten Chancen für eine veränderte Wahrnehmung der Versicherungswirtschaft macht die Spitzenmanagerin beim Klimawandel aus.

Versicherungsumbau lohnt nicht – für Aktionäre

Die Analysten der Investmentbank J.P. Morgan haben die Entwicklung großer börsennotierter europäischer Versicherer in den vergangenen zehn Jahren untersucht. Ihre wichtigste Erkenntnis: Investments in Versicherer, die auf Restrukturierung und Umbau setzen, laufen aus Sicht der Aktionäre schlechter als die in andere Gesellschaften. Zu den Unternehmen in der Analyse gehören Allianz, Axa, Generali, Hannover Re, Munich Re, Talanx und Zurich. Ein weiteres Ergebnis: Versicherer liefern deutlich höhere Erträge für Aktionäre als der Gesamtmarkt.

Corona-Roundup: Eiopa, Aviva, Chubb

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa will, dass die Versicherer ihren Solvency II-Berichtspflichten wieder pünktlich nachkommen. Im März hatte sie den nationalen Aufsichtsbehörden empfohlen, den Versicherern mehr Freiheiten einzuräumen. Jetzt sind die Gesellschaften wieder in der Lage, die Fristen einzuhalten, glaubt Eiopa. Außerdem: Die kanadische Aviva sieht sich einer Sammelklage mehrerer Hotelketten gegenüber, der US-Versicherer Chubb hat im zweiten Quartal aufgrund der Pandemie einen hohen Verlust erlitten und die Fluglinie Emirates bietet ihren Passagieren eine kostenlose Covid-19-Versicherung.

Prozessauftakt: Betriebsschließungen vor Gericht

In London hat vor dem High Court das Musterverfahren begonnen, das die Haftung für pandemiebedingte Betriebsschließungsschäden klären soll. Die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority hatte den Prozess in die Wege geleitet, um Rechtssicherheit für Kunden und Versicherer herzustellen. Policen von rund 50 Versicherern und rund 370.000 Versicherte sind vom Ausgang des auf acht Tage angesetzten Verfahrens betroffen.

Amanda Blanc ist neue Chefin von Aviva

 Leute – Aktuelle Personalien  Der britische Versicherer Aviva hat eine neue Vorstandsvorsitzende. Amanda Blanc hat den Posten am Montag mit sofortiger Wirkung übernommen, teilt das Unternehmen mit. Blancs Vorgänger Maurice Tulloch gibt den Posten wegen familiärer gesundheitlicher Probleme ab. Bei Old Mutual wird Iain Williamson neuer Vorstandschef. Bei der Serviceplattform Pylot, die von Finleap und Signal Iduna aufgebaut wurde, wird Arne Henne Chief Revenue Officer – er kommt vom Softwareentwickler Yext.

Britische Aufsicht klagt gegen Allianz, Axa und Zurich

Die britische Aufsicht hat 16 Versicherer ausgewählt, gegen die sie wegen der Nichtzahlung bei Betriebsunterbrechungs- und Betriebsschließungspolicen klagen wird. Zu ihnen gehören Allianz, Aviva, Axa, Hiscox und Zurich. Die Aufsicht klagt, weil sie angesichts der Corona-Pandemie schnell und kostengünstig Rechtssicherheit für Kunden und Gesellschaften schaffen will. Insgesamt geht es um 17 verschiedene Policen-Typen, die von diesen Gesellschaften verwendet werden. Die Versicherer haben dem Verfahren zugestimmt.

Britz wird Personalchef der Allianz

 Leute – Aktuelle Personalien    Die Allianz bekommt einen neuen Personalchef. Stefan Britz übernimmt am 15. Juli den Posten von Renate Wagner, die seit Januar 2020 im Vorstand der Allianz SE sitzt und zurzeit beide Aufgaben wahrnimmt. Anna Biesenthal rückt in den Vorstand des Spezialversicherers Car Garantie auf. Bei der digitalen Maklerplattform Mobilversichert verlässt Gründer Manuel Ströh die Geschäftsführung. Grégoire Bailly-Salins soll das europäische Immobilien-Geschäft des Vermögensverwalters Aviva Investors stärken. Wechsel stehen auch beim Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions und dem Rückversicherer Partner Re an.

Corona-Roundup: Allianz Care, Peugeot, Eiopa

Internationale Krankenversicherungspolicen sind in dieser Zeit besonders gefragt. Allianz Care, das zu Allianz Partners gehört, hat seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland mehr als doppelt so viele Einzelverträge verkauft wie sonst üblich. Außerdem: Restschuldversicherungen werden für immer mehr Autohersteller zum Marketinginstrument. Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa veröffentlicht wichtige Zinsinformationen nicht mehr wöchentlich, sondern künftig nur noch alle 14 Tage. Und das US-amerikanische Insurance Information Institute startet eine Informationskampagne und begegnet so Forderungen nach nachträglicher Deckung von Betriebsunterbrechungsschäden.

Vorstand Kreibich geht bei Inter

 Leute – Aktuelle Personalien  Inter-Vorstand Matthias Kreibich verlässt die Mannheimer Versicherungsgruppe zum 30. Juni. Auch der Bereichsleiter EDV Frank Stuch geht dann. Beide seien nicht gefeuert worden, sagte ein Sprecher. Außerdem: Dirk Kopisch wird neuer Vorstand bei der DEVK-Krankenversicherung, Catharina Richter wird weltweite Leiterin des Cyber-Kompetenzentrums der Allianz, und George Culmer wird neuer Verwaltungsratspräsident bei Aviva.

Corona-Roundup: Swiss Re, Ferma, BVK, Allianz

Die Aktionäre des Schweizer Rückversicherers Swiss Re haben auf der Generalversammlung für eine Erhöhung der Dividende um 5 Prozent je Aktie votiert. Außerdem: Die europäische Risikomanager-Vereinigung Ferma spricht sich erneut für einen staatlich geförderten Pandemie-Pool aus. Der BVK fordert die Bundesregierung auf, bei den Corona-Hilfsmaßnahmen auch an Versicherungsvermittler zu denken. Allianz-Chef Oliver Bäte vergleicht den Ausbruch der Corona-Pandemie mit einem Meteoriten-Einschlag. Aviva streicht Gehaltserhöhungen und Boni für Führungskräfte, und Hiscox erwartet kaum Belastungen durch Corona-bedingte Betriebsunterbrechungen.

Britische Aufsicht macht Druck in Dividendenfrage

Eine gute Woche nach der ersten Aufforderung streichen die britischen Versicherer Aviva, Direct Line, Hiscox und RSA die Ausschüttungen an Aktionäre, Legal & General widersetzt sich der Empfehlung der Aufsicht. Auch große deutsche Versicherer wollen trotz der Krise eine Dividende zahlen. Das unterschiedliche Vorgehen innerhalb Europas verärgert einige Unternehmen.

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