Der Vermittlerverband BVK will erreichen, dass der Entwurf der EU-Kleinanlegerstrategie um Passagen bereinigt wird, in denen es um die Unabhängigkeit von Maklern und ihren Status geht. Der Verband habe einen Änderungsantrag eingereicht und Mitglieder des ECON-Ausschusses kontaktiert, berichteten BVK-Präsident Michael Heinz und Hauptgeschäftsführer Wolfgang Eichele (Bild) auf der DKM. Derweil liegt auch eine Untersuchung vor, die klären soll, ob der EU-Entwurf ein Provisionsverbot für Makler beinhaltet.
Archiv ‘BVK’
Bayerische bündelt Digitalvertrieb
Leute – Aktuelle Personalien Bei der Bayerischen wird der gesamte digitale Vertrieb künftig über die Tochter Bayerische Online-Versicherungsagentur und -Marketing GmbH koordiniert. Die Leitung hat Susanne Paster (rechts) inne, Unterstützung bekommt sie nun von Tanja Kusserow. Zudem: Ein neuer CFO bei Finlex soll die Internationalisierung vorantreiben, und Allianz Commercial ergreift konkrete Schritte bei der Umstrukturierung des Industriegeschäfts. BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer übernimmt zusätzliche Aufgaben.
Hennen verlässt HDI
Leute – Aktuelle Personalien Dominik Hennen, seit Mitte 2021 Chief Transformation Officer beim Versicherer HDI Deutschland, verlässt den Konzern und auch die Versicherungsbranche. Er geht zur Deutschen Bank. Außerdem: Der Versicherungsmakler Brandgilde Versicherungskontor hat ein neues Mitglied in der Geschäftsführung und der Rückversicherer Scor zwei neue Mitglieder im Executive Committee.
Lohrmanns Verunsicherung: Streit um Provisionsverbot
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Verhärtete Fronten bei der EU-Kleinanlegerstrategie
Vermittler: Einnahmen und Durchschnittsalter steigen
Die meisten Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler in Deutschland können sich über höhere Einnahmen freuen. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) als Basis für die im August erscheinende BVK-Strukturanalyse. Sie zeigt, dass der Altersdurchschnitt im Vermittlersegment steigt. Der Anteil der unter 35-Jährigen liegt bei nur 6,6 Prozent.
Warum Strukturvertriebe keine Zukunft haben
Herbert Frommes Kolumne Auf den ersten Blick haben die Strukturvertriebe vom Schlage DVAG und Co. gewonnen. Die EU führt kein europaweites Provisionsverbot ein, in Deutschland gibt es weiterhin nicht einmal eine Obergrenze. Die Milliardeneinnahmen aus der Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten, bezahlt von den Kunden, fließen weiter. Aber in Wirklichkeit haben die Strukturvertriebe keine Zukunft. Das hat vor allem zwei Gründe: die wachsende Bedeutung der Compliance für Versicherer, und die Tatsache, dass diese Vertriebsform schlicht zu teuer ist. Der Kampf gegen jede Form der Provisionsbegrenzung ist wohl ihre letzte Schlacht.
EU stellt Kleinanlegerstrategie vor
Die EU hat die heiß diskutierte Kleinanlegerstrategie vorgelegt. Wie erwartet kommen strengere Regeln auf Vermittler zu. Sie werden nach Einführung auf Umsetzung durch die Mitgliedsstaaten überprüft. Ein generelles Provisionsverbot gibt es, wie die Branche vermutet hatte, erst einmal nicht. Lediglich Geschäft ohne Beratungsleistung fällt unter ein solches Verbot. Die EU setzt außerdem auf Transparenz, Verbraucherbildung und stärkere Kontrolle.
BVK sieht kein Provisionsverbot für Makler
Die Vermittlerverbände Votum und AfW haben mit ihren Warnungen, dass sich im Entwurf zur EU-Kleinanlegerstrategie ein Provisionsverbot für Makler bei der Vermittlung von Lebensversicherungen verbirgt, für viel Aufregung gesorgt. Der Vermittlerverband BVK sieht das anders – und warnt vor Schnellschüssen und „Panikmache“. Mit der „unabhängigen Beratung“, die im Entwurf thematisiert wird, könnten auch Honorar- und Versicherungsberater gemeint sein, gibt BVK-Geschäftsführerin Anja Kahlscheuer zu bedenken. Der BVK will das Gespräch mit der EU-Kommission suchen, um die Angelegenheit zu klären.
Sorge um Provisionsverbot für Makler
Die EU-Kommission will vorerst kein Provisionsverbot einführen, hat sich jedoch mit der Ankündigung, das Thema nach drei Jahren wieder zu prüfen, eine Hintertür offengelassen. Die Vermittlerverbände AfW und Votum haben in dem Entwurf der EU für die Kleinanlegerstrategie jetzt einen weiteren Aspekt gefunden, der Teile der Vermittlerschaft in Aufruhr versetzen dürfte: Die EU will demnach ein faktisches Provisionsverbot für unabhängige Vermittler von Lebensversicherungsverträgen. Das sind hierzulande vor allem Versicherungsmakler. Die LBBW sieht für die Versicherer keine Schwierigkeiten durch ein mögliches Provisionsverbot.
Regierung soll gegen EU-Provisionsverbot kämpfen
Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sieht sich im Kampf gegen das von EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness angestrebte EU-weite Provisionsverbot durch Äußerungen der Bundesregierung gestärkt. Sie hatte sich in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU zwar nicht klar positioniert, nach Ansicht des BVK aber wichtige Argumente vorgebracht, die gegen ein Provisionsverbot sprechen. Der Verband wünscht sich eine klarere Haltung der Regierung.
Der Kampf um Provisionen als Marathon
The Long View – der Hintergrund Die Provisionen der Versicherungsvermittler stehen unter Beschuss. Während sich die von der Politik in Deutschland und der Finanzaufsicht BaFin verfolgten Maßnahmen immer weiter abgeschwächt haben, hat die EU-Kommission ein Provisionsverbot wieder ins Spiel gebracht. In Deutschland würde es das Aus für 190.000 Vermittlerbetriebe bedeuten – und dem Verbraucherschutz einen Bärendienst erweisen.











