Archiv ‘Check24’

Fonds Finanz bietet Versicherern die Plattform an

Bei den Maklerpools zeichnet sich eine kleine Revolution ab. Fonds Finanz, einer der führenden Pools, bietet seine Software-Plattform Softfair der Versicherungswirtschaft an. Die einzelnen Konzerne sollen bis zu drei Prozent kaufen können, die Fonds Finanz-Eigner Norbert Porazik (Bild) und Markus Kiener wollen bis zu 100 Prozent abgeben. Damit reagiert der Münchener Pool auf Veränderungen im Markt, unter anderem den Wechsel von Swiss Life Select zu Franke & Bornberg.

Allianz kauft Finanzen.de

Der Allianz-Konzern übernimmt das Berliner Online-Portal Finanzen.de. Verkäufer ist die US-Investmentfirma Eli Global. Finanzen.de sammelt Daten von Interessenten, die online nach Versicherungen oder Investmentprodukten suchen, und verkauft sie an Vermittler. Inzwischen ist die Firma auch im europäischen Ausland aktiv. Für die Allianz ist die Übernahme wichtig, weil sie ihre Vertreter mit online generierten Leads weiter stärken kann – gerade in Zeiten der schärferen Datenschutzregeln.

Check24 verliert Prozess gegen HUK-Coburg

Das Online-Vergleichsportal Check24 muss sich vor Gericht geschlagen geben. Deutschlands größter Kfz-Versicherer HUK-Coburg hat vor dem Oberlandesgericht Köln einen Sieg gegen das Portal errungen. Das Münchner Vergleichsportal will nun seinen Internet-Auftritt ändern, außerdem darf Check24 nicht mehr in der bisherigen Form Marken und Logos der HUK-Gruppe verwenden. Damit haben sich die Coburger in zweiter Instanz gegen den Onlinemakler durchgesetzt.

Kartellamt will Vergleichsportale ausbremsen

Das Bundeskartellamt will Vergleichsportale in die Schranken weisen, benötigt dafür jedoch zusätzliche Befugnisse, um Verbraucherrechte „in konkreten Einzelfällen zügig und zielgerichtet durchzusetzen“. Einige Anbieter aus dem Lager von Check24 und Verivox würden tricksen und seien verbraucherunfreundlich, urteilen die Kartellwächter im Abschlussbericht ihrer Sektoruntersuchung. Es gebe Täuschungen, Intransparenz und Schleichwerbung. Bei Versicherungen seien wichtige Anbieter teils von Vergleichen ausgeschlossen. Bis sich die Lage ändert, können sich Verbraucher an Warnhinweisen der Kartellwächter für den Umgang mit Portalen orientieren.

Herbert Fromme

Hört auf mit dem Schulterklopfen

 Herbert Frommes Kolumne  Die Insurtechs haben der Versicherungsbranche viel Gutes gebracht. Allein ihre Existenz hat Veränderungen in den Unternehmen angestoßen, von denen man vor zehn Jahren nicht zu träumen wagte. Aber inzwischen gehen mir die meisten Insurtech-Branchentreffen mit Pitches, Party und Flaschenbier gewaltig auf die Nerven. Vor allem das gegenseitige Schulterklopfen hat ein beängstigendes Ausmaß angenommen. Dafür ist die Aufgabe dieser Unternehmen viel zu wichtig – und dafür haben sie bislang zu wenig erreicht.

Herbert Fromme

Der Super-Pool

 Herbert Frommes Kolumne  Es tut sich viel in der bunten und aggressiven Welt der Maklerpools. Deutsche und internationale Investoren wollen kaufen – nicht nur einen Pool, sondern mehrere. Die Idee: Aus mehreren einen hoch digitalisierten Super-Pool zu schaffen, der eine ähnliche Marktmacht gegenüber den Versicherern entwickeln kann wie Check24. Wie immer bei solchen Überlegungen steht die Fonds Finanz im Mittelpunkt, ob Gründer und Eigner Norbert Porazik nun verkaufen will oder nicht (er weiß es selbst wohl nicht ganz genau, offiziell dementiert er). Einer der Player ist Wefox unter Gründer Julian Teicke. Er hat jetzt 210 Mio. Euro frisches Geld […]

R+V gründet Digitalmakler „Wilhelm“

Der Wiesbadener Versicherer R+V hat einen digitalen Versicherungsmakler aufgebaut. Der Dienst „Wilhelm“, dessen Namensgeber der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist, richtet sich an eine junge Zielgruppe. In der App können Nutzer die Tarife von 160 Versicherern vergleichen sowie eigene Verträge verwalten und ihren Versicherungsbedarf analysieren. Die Technologie der Makler-App stellt das Insurtech Clark als Whitelabel-Angebot zur Verfügung. Derzeit testet die R+V den Makler zusammen mit 13 Banken, im Sommer fällt die Entscheidung über Wilhelms Zukunft.

BVK klagt wegen „Jubiläumsdeals“ gegen Check24

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zieht erneut gegen das Online-Vergleichsportal Check24 vor Gericht. Der BVK hat am Dienstag beim Landgericht München Klage gegen Check24 eingereicht, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Verband wirft dem als Makler registrierten Vergleichsportal vor, mit seinen „Jubiläumsdeals“ gegen das Provisionsabgabeverbot verstoßen zu haben. Offenbar hatte die vorherige Abmahnung durch den BVK nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.

Verivox mit Selbstverpflichtung für Portale

Verivox und andere Vergleichsportale der Pro7Sat1-Gruppe haben eine freiwillige Selbstverpflichtung für mehr Verbraucherfreundlichkeit vorgelegt. Nutzer sollen originäre Suchergebnisse deutlich von gesponserten Treffern unterscheiden können und erfahren, welche Anbieter bei einem Vergleich fehlen. Der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt begrüßte die Initiative als guten Schritt, will den Bereich aber weiter beobachten. Das Amt hat eine Sektorenuntersuchung gemacht und vorläufige Ergebnisse bereits veröffentlicht. Aktuell nimmt es Stellungnahmen entgegen, der Abschlussbericht steht noch aus.

R+V: Amazon-Einstieg könnte gegen Check24 helfen

Der mögliche Markteinstieg von Amazon oder Google schwebt wie ein Damoklesschwert über der Versicherungsbranche. Noch ist unklar, ob ein Tech-Gigant kommt und welche Auswirkungen das auf die Branche hätte. Norbert Rollinger, Chef des Wiesbadener Versicherers R+V, will sein Unternehmen auf neue Konkurrenz vorbereiten. Er sieht jedoch auch Chancen für Versicherer durch einen Einstieg von Amazon: Der Internetriese könnte dem Onlineportal Check24 Konkurrenz machen. „Wenn Amazon mit einer Plattform kommt, dann haben wir endlich Wettbewerb zu Check24, worauf wir lange gewartet haben“, sagte er beim SZ-Versicherungstag. Außerdem: Die Maklerplattform Wefox will sich für andere Versicherer öffnen, teilte Gründer und Gruppenchef Julian […]

Versicherer verdoppeln Werbeausgaben

Im Herbst 2018 hat die Versicherungsbranche doppelt so viel für klassische Werbung ausgegeben wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Einzelne Unternehmen stechen besonders hervor, darunter Ergo und die Deutsche Familienversicherung. Auch die Generali Deutschland gibt 2018 deutlich mehr aus als in den Vorjahren. Für den steigenden Aufwand sind vor allem die höhere Wettbewerbsintensität in der Kfz-Versicherung und das schwache Neugeschäft in der Lebensversicherung verantwortlich, gegen das sich Anbieter stemmen.

Vergleichsportale: Kooperieren oder ignorieren?

Vergleichsportale haben in den vergangenen 20 Jahren ein enormes Wachstum hingelegt. Nachdem sie von der Versicherungswirtschaft lange Zeit kritisch beäugt und als Konkurrenz wahrgenommen wurden, haben sie sich inzwischen zu einem der wichtigsten Vertriebskanäle für Versicherungsprodukte entwickelt. In Europa läuft die Hälfte des Online-Versicherungsgeschäfts über die Vergleichsportale, schätzt die Unternehmensberatung McKinsey in einer aktuellen Studie. Die Konsequenzen für die traditionellen Anbieter sind enorm. Sie sollten sich eine Strategie überlegen, wie sie mit den Portalen umgehen wollen.

Versicherungsapps treten auf der Stelle

 Versicherungsmonitor Analyse  Ob Taxibestellung, Mietwagen, Ticketkauf oder Fitnesstracking – die digitalen Helfer auf Smartphones erobern alle Bereiche des Alltags. Bei der Versicherung stockt die Entwicklung aber. Vor rund vier Jahren kamen die ersten digitalen Makler mit ihren Versicherungsapps auf den Markt. Das sind digitale Versicherungsordner, in denen Kunden ihre Policen verwalten und optimieren können. Auch Investoren witterten gewaltiges Potenzial für dieses Geschäftsmodell und steckten Millionen in die Start-ups. Bislang ist der von den Anbietern erhoffte und von herkömmlichen Vermitterns gefürchtete Durchbruch der digitalen Makler ausgeblieben. Das hat verschiedene Gründe.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner