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Die Woche in Bildern 22/2026

Woche in Bildern

Die Fortsetzung der Partnerschaft der Ergo und des DFB, die Kollision eines Busses mit einem Zug in Belgien, die Rettungsaktion von Goldsuchern in einer Höhle in Laos, der Start des Raumschiffs „Shenzhou-23“ in China, und die Explosion eines Chemietanks im US-Bundesstaat Washington: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Ein Kunde, ein Konto, ein Klick

Digitaler Dienstag

Der chinesische Versicherer Ping An will das Jahr 2026 mithilfe von künstlicher Intelligenz zum Servicejahr für seine Kundinnen und Kunden machen, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer. Was können, sollten und dürfen europäische Versicherer davon lernen?

Wie Ping An wieder angreifen will

Herbert Frommes Kolumne

Der chinesische Versicherer Ping An hat seine neue Service-Strategie für 2026 veröffentlicht. Eigentlich geht es dem Unternehmen darum, nicht mehr als Versicherer wahrgenommen zu werden, sondern als Plattformanbieter, schreibt Herbert Fromme. Die schon totgeglaubte Story vom Begleiter auf Lebenszeit erhält neue Nahrung aus China – mit einer überraschenden Pointe.

Fosun soll Einfluss auf Investments der Frankfurter Leben genommen haben

Der Run-off-Spezialist Frankfurter Leben soll laut einem Bericht der Börsen-Zeitung bei seinen Investmententscheidungen vom chinesischen Investor Fosun beeinflusst worden sein. Es ist von Darlehen in dreistelliger Millionenhöhe die Rede, die Fosun von den Frankfurtern bekommen haben soll. Gegenüber dem Versicherungsmonitor bestritt das Unternehmen dies. Dem Abwicklungsspezialisten wird auch vorgeworfen, kritischen Mitarbeitenden gekündigt zu haben.

Was Europas Versicherer vom chinesischen Markt lernen können

The Long View – Der Hintergrund

Chinas Versicherungssektor hat sich vom Verkäufermarkt zum datengetriebenen Ökosystem entwickelt – mit Plattformlogik, industrieller KI, Open-Source-Sprachmodellen und kompromissloser Kundenzentrierung, schreibt Patrick Dahmen, Managing Partner der auf die Versicherungsbranche spezialisierten Beratungsgesellschaft Valytics. Europas Versicherer müssen daraus Konsequenzen ziehen: weg von Piloten, hin zu Produktivitätssprüngen, eingebetteten Angeboten und belastbarer Daten-Governance.

Wochenspot: Von China zum Vermittler

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen die Redakteurinnen Katrin Berkenkopf (rechts) und Nina Nöthling über chinesische Versicherer, die plötzlich von Klimaschützern gelobt werden, über den Energiebedarf von künstlicher Intelligenz (KI) und die KI-Skepsis deutscher Vermittler. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: SpotifyApple Podcasts und Amazon Music.

Willis: Kreditversicherer halten sich zurück

 Exklusiv  Kreditversicherungen gewinnen angesichts steigender Insolvenzen für Unternehmen an Bedeutung, schreibt der Makler und Berater Willis in einem aktuellen Marktbericht. Allerdings halten sich Versicherer zunehmend zurück, wenn es darum geht, sie gegen Zahlungsausfälle abzusichern. Obwohl sich die Lage in den meisten industriellen Sparten laut Experten entspannt hat, verhärtet sich nach Angaben von Willis der Kredit-, Luftfahrt-, und Kfz-Versicherungsmarkt.

Allianz Trade: Sorgen der deutschen Exporteure steigen

Deutsche Exporteure machen sich deutlich mehr Sorgen über geopolitische Risiken und Protektionismus als Unternehmen in anderen Ländern, hat der Kreditversicherer Allianz Trade in einer aktuellen Befragung herausgefunden. Laut Allianz Trade erwartet rund jede vierte befragte deutsche Firma eine schlechtere Zahlungsmoral und Zahlungsausfälle. Der Kreditversicherer hat trotz der schlechteren Lage seine Deckungspolitik bislang noch nicht verschärft.

Ferma: Langfristiges Planen ist gefragt

Kurzfristiges Planen kann beim Risikomanagement hinderlich sein, sind Experten der europäischen Risikomanagervereinigung Ferma überzeugt. Geopolitische Gefahren, technologischer Fortschritt und der Klimawandel sind Risiken, die sich ständig ändern und auf die sich Unternehmen einstellen müssen, sagten Experten der Vereinigung auf einer digitalen Konferenz. Auch der demografische Wandel und die damit einhergehenden Probleme seien nicht zu unterschätzen.

A.M. Best warnt vor Folgen der Importzölle

Die Einfuhrzölle der USA und Gegenzölle betroffener Länder treffen auch die Versicherungsbranche, schreibt die Ratingagentur A.M. Best. Die Auswirkungen dürften die Kreditwürdigkeit von Anbietern negativ beeinflussen, auch wenn die Agentur bislang keine Rating-Maßnahmen ergriffen hat. Zusätzlicher Inflationsdrück könnte die Reserven schwächen und die Schadenkosten in der Schaden- und Unfallsparte steigen lassen. Außerdem könnte die Nachfrage nach Versicherungsschutz sinken.

A.M. Best: US-Zölle belasten die Versicherungsbranche

Die neuen US-Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko sowie die Anhebung der bestehenden Zölle auf Waren aus China werden unangenehme Folgen für die US-Versicherer und ihre Kunden haben, erwartet die Ratingagentur A.M. Best. Insbesondere in der Kfz-Sparte ist das problematisch, weil die US-Amerikaner laut der Analysefirma Global Data im internationalen Vergleich sehr viel für ihre Autoversicherung zahlen. Auch die Gebäude- und die Lebensversicherung wird von den Zöllen belastet.

Fragmentierte Weltwirtschaft fordert Versicherer

Geopolitische Entwicklungen, darunter der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, haben zu einer Fragmentierung der Handels- und Lieferketten geführt, schreibt die Geneva Association in einem aktuellen Bericht. Die Versicherungsorganisation warnt vor einer sogenannten Slowbalisation und zeichnet drei Zukunftsszenarien für Versicherer.

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