Archiv ‘Corona’

BDVM fordert Solidarität von Versicherern

Während Telefonanbieter, Streamingdienste und IT-Firmen sich in Zeiten von Corona zusammentun und ihre Leistungen ausbauen, vergünstigen oder sogar kostenlos zur Verfügung stellen, stellt sich die Assekuranz quer, moniert der Bundesverband der deutschen Versicherungsmakler. Verbandsgeschäftsführer Hans-Georg Jenssen schlägt vor, die Versicherer sollten einen Solidaritätsfonds auflegen oder anders Solidarität zeigen – auch um ihre eigene Zukunft zu sichern.

Herbert Fromme

Umdeckung ist keine Krisenlösung

  Herbert Frommes Kolumne  Ein Video sorgt für Furore. Der langjährige Allianz-Generalvertreter und jetzige Makler Klaus Hermann, der sich auch „Versicherungsentertainer“ nennt, fordert die Bevölkerung auf, die Zwangspause für eine Neuordnung der Versicherungsangelegenheiten zu nutzen. Man möge doch einfach alle Verträge, bei denen man keinen Ansprechpartner hat, an den Versicherungsvermittler seines Vertrauens geben, der solle sich darum kümmern. So etwas nennt man Umdeckungskampagne. Es verwundert sehr, dass sogar manche Vertriebsvorstände dafür Beifall spenden.

Aon: Das IOC zog rechtzeitig die Reißleine

Dass die Olympischen Sommerspiele 2020 einige Monate vor Beginn der Wettkämpfe verschoben wurden, wird den Schaden für das IOC (International Olympic Committee) und seine Versicherer deutlich verringern. Das sagt Aon-Veranstaltungsexperte Simon Specovius. Der Makler und Berater Aon hat die Veranstaltungsausfallpolice für das IOC vermittelt. Andere Faktoren wie die Schadenminderungspflicht könnten sich positiv für die Versicherer auswirken, das IOC aber Geld kosten. Auf jeden Fall wird es laut Specovius einer der größten Schäden in der Sparte.

Corona-Roundup: Versicherer-Zoff, Makler, Prudential

Der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler kritisiert das Verhalten einiger Versicherer in der Corona-Krise scharf. Sie lehnten derzeit zunächst jeden Schaden mit dem Verweis auf eine Pandemie oder die Nichtnennung des Corona-Virus ab. Außerdem: Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute startet wegen Corona für seine Mitglieder eine Soforthilfe in Sachen Rechtsberatung. Zehn Interessenverbände der europäischen Finanzwirtschaft, darunter der Versichererverband Insurance Europe, haben an die Europäische Union appelliert, die Finanzmärkte nicht zu schließen. Die Krise setzt Cat Bonds unter Druck, und in den USA verklagen Ureinwohner AIG und Axa XL, weil Spielcasinos der Stämme wegen des Virus schließen mussten.

Etwas andere Gedanken zur Corona-Krise

 Meinung am Mittwoch  Bei der Deutschen Familienversicherung arbeiten 95 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice. Das funktioniert so gut, dass wir das auch nach der Krise gern weiter als Option anbieten möchten. Doch es besteht die Gefahr, dass nach dem Corona-Virus das Bürokratie-Virus sich wieder meldet und Homeoffice durch Auflagen erschwert. Dabei gilt es, aus der Krise zu lernen – nicht nur in Bezug auf Heimarbeit.

Covid-19-Streit: Anwälte bringen sich in Stellung

Rechtsanwalt Mark Wilhelm aus Düsseldorf wirbt per Video auf WhatsApp um Mandanten, die Kanzlei Wirth aus Berlin mit einer Pressemitteilung. Es geht um die Betriebsschließungsversicherung wegen des Corona-Virus. Beide Anwälte sind der Ansicht, dass die Ablehnung der Deckung durch eine Reihe von Versicherern oftmals nicht gerechtfertigt ist. Wilhelm bietet etwas Besonderes: Seine Kanzlei prüft die Fälle kostenlos – wenn Versicherungsschutz vorliegt, vertritt er die Betroffenen gegen eine Erfolgsbeteiligung.

Corona: Eiopa lockert die Zügel

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa räumt den Unternehmen wegen der Corona-Krise mehr Freiheiten ein. Die Behörde richtet sich mit Empfehlungen an die nationalen Aufsichten. Sie sollen den Versicherern mehr Flexibilität bei den Berichtspflichten sowie bei der Veröffentlichung der Pandemie-Auswirkungen auf ihr Geschäft gewähren. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin unterstützt die Vorschläge. Versicherer sollten bei den Solvenzberichten die angebotene Fristverlängerung in Anspruch nehmen. Die Berichte für das erste Quartal sollten sie indes vorzeitig einreichen, damit die Aufsichten die Pandemie-Folgen erkennen können.

Friederike Krieger

Webinar statt persönliches Treffen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Analyse der CSR-Berichte, Update zur Corona-Krise von Clyde & Co, Webinar zu Ökosystemen und Zahlen des Finanzvertriebs OVB

Negativer Ausblick für Europas Lebensversicherer

Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Ratingagentur Fitch den Ausblick für die Lebensversicherer in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden von stabil auf negativ gesenkt. Die Bewertung für den italienischen Markt bleibt negativ. Damit trägt die Agentur den steigenden Risiken durch die Pandemie vor allem für die Kapitalanlagen der Lebensversicherer Rechnung. Fitch will zudem alle Ratings der europäischen Lebensversicherer überprüfen. Geplant ist ein Stresstest, der auf die spezifischen Herausforderungen durch das Virus abzielt.

Corona macht Kreditversicherer nervös

Fließbänder stehen still, Geschäfte sind geschlossen – Folgen des Corona-Virus. Bereits jetzt ist der Ansturm von Firmen auf das Kurzarbeitergeld groß. Erste Kleinunternehmen melden Insolvenz an, die Pleitewelle wird in den nächsten Wochen noch an Fahrt aufnehmen. Das wird auch die Kreditversicherer treffen, die jahrelang von der guten Konjunktur profitiert haben. Eine existenzielle Bedrohung zeichnet sich für sie aber noch nicht ab.

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