Archiv ‘Datenschutz’

Digitalisierung und die harte juristische Wirklichkeit

 The Long View – Der Hintergrund  Etablierte Versicherer und Insurtechs haben die Digitalisierung der Branche vorangetrieben und können inzwischen viele interessante neue Produktideen vorweisen. Es gibt allerdings einen erheblichen Konflikt zwischen diesen am Kundeninteresse orientierten Innovationen auf der einen Seite und den rechtlichen Anforderungen auf der anderen Seite. Diesen Aspekt dürfen die Anbieter nicht außer Acht lassen. Zudem bedarf es einer Reform des europäischen Verbraucherbilds und des Datenschutzrechts. … Lesen Sie mehr ›

Munich Re will stark in Cyber wachsen

Der Rückversicherer Munich Re hat ehrgeizige Wachstumspläne für die Cybersparte. Bis 2020 will das Unternehmen 10 Prozent des weltweiten Cybermarktes in seinen Büchern haben. Der Münchener Konzern ist deutlich aggressiver als Konkurrent Swiss Re, der sich bislang noch zurückhält, aus Angst vor Kumulrisiken. Munich Re erwartet, dass die Sparte in den kommenden Jahren auch in Europa stark wachsen wird – eine Folge der schärferen Datenschutzregeln. … Lesen Sie mehr ›

Datenschützerin: BaFin soll Vitality prüfen

Die Landesdatenschutzbeauftragte in Nordrhein-Westfalen sieht das Vitality-Angebot der Generali kritisch. Sie hat die BaFin um eine versicherungsaufsichtsrechtliche Prüfung gebeten. Gleichzeitig fordert sie die Politik auf, einen rechtlichen Rahmen für den Einsatz von Wearables und Gesundheits-Apps in der Berufsunfähigkeits-, Lebens- und Krankenversicherung zu schaffen.  Die Generali hält die Bedenken für unbegründet und bedauert, dass die Datenschützer im Vorfeld nicht das Gespräch gesucht haben. Generali hat nach eigenen Angaben vor der Einführung von Vitality im engen Austausch mit dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht gestanden und auch die BaFin umfassend informiert. … Lesen Sie mehr ›

Datenschutz: Mehr Eigenverantwortung gefragt

Die 2018 in Kraft tretende EU-Datenschutzgrundverordnung lässt den Unternehmen großen Freiraum, wie sie den Schutz personenbezogener Daten und die Ansprüche Betroffener rechtssicher organisieren. Das sagte Klaus Wolf von Generali Deutschland Informatik Services auf einem IBM-Kongress in Potsdam. Firmen müssten die Regeln selbst interpretieren. Das sei eine große Veränderung zum bisherigen Bundesdatenschutzgesetz, das Wolf als Verbotsgesetz bezeichnete. Bei schweren Datenschutzverstößen drohen außerdem empfindlich hohe Strafen. Maya Bundt vom Rückversicherer Swiss Re erwartet, dass die 2018 in Kraft tretende Verordnung die Nachfrage nach Cyberdeckungen ankurbeln wird. … Lesen Sie mehr ›

AGCS erwartet mehr Haftpflicht-Großschäden

Weltweit steigt die Gefahr von Haftpflicht-Großschäden durch strengere Sicherheitsauflagen, globale Lieferketten und eine wachsenden Sharing Economy. Rückläufig ist hingegen die Zahl der Arbeitsunfälle durch Stürze und Ausrutschen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty. Produkt- und Qualitätsmängel, Unfälle und menschliches Versagen sind die Hauptursachen für Haftpflichtschäden. Neue Technologien werden die Versicherungslandschaft verändern und können zu mehr Schäden führen, so AGCS. … Lesen Sie mehr ›

Herausforderung EU-Datenschutzverordnung

 The Long View – Der Hintergrund  Versicherer sollten sich zeitnah mit der EU-Datenschutzgrundverordnung befassen, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt. Zwar finden sich darin viele bereits aus dem Bundesdatenschutzgesetz bekannte Grundsätze wieder, etwa zum Umgang mit personenbezogenen Daten. Die neu eingeführten Meldepflichten, Auskunftsrechte und damit zusammenhängenden Fristen werden aber große Auswirkungen auf interne technische und organisatorische Prozesse haben. Die Umsetzung werden die Datenschutzbehörden kontrollieren mit der Möglichkeit, Bußgelder von bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes zu verhängen. … Lesen Sie mehr ›

Cyberpolicen: Mehr Nachfrage durch Datenschutz?

 Meinung am Mittwoch  Über Cyberversicherungen wird auch in der deutschen Versicherungswirtschaft viel geredet, doch die bisherigen Geschäftszahlen stehen in keinem Verhältnis zur Intensität der Diskussion: Noch immer werden etwa 80 bis 90 Prozent der weltweiten Cyber-Prämie in den USA gezeichnet. Die Marktprämie in Deutschland ist im Vergleich dazu vernachlässigbar. Als einer der Gründe für die außerhalb der USA so geringe Verbreitung gilt das rechtliche Umfeld. Aktuell werden aber in Europa und in Deutschland strengere Vorgaben für Datenschutz und IT-Sicherheit umgesetzt. Das könnte der externe Impuls sein, der auch hier zu mehr verkauften Cyberversicherungen führt. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Facebook, Admiral und der Datenschutz

 Herbert Frommes Kolumne  Facebook hat dem britischen Versicherer Admiral – der eng mit Munich Re zusammenarbeitet – die Auswertung von Facebook-Posts zur Risikoanalyse verboten, selbst wenn der Betroffene einverstanden ist. Da muss man sich erst einmal wundern: Facebook als Champion des Datenschutzes? Das ist schwer vorstellbar, wenn man die sonstigen Aktivitäten des Internet-Konzerns kennt. Der Krach geht eigentlich darum, wer an den Facebook-Daten verdient. Nach Ansicht des Unternehmens hat das Facebook selbst zu sein. Der Admiral-Plan war trotzdem ziemlich clever und zeigt, in welche Richtung die Datenreise geht. … Lesen Sie mehr ›

Telematik-Tarife werden positiv aufgenommen

 Medienanalyse  Nach einer Studie des TÜV Rheinland findet ein Großteil der Autofahrer in Deutschland Telematik-Dienste zunehmend attraktiv. Zudem gilt laut Studie die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für solche Dienste im digitalen Zeitalter als hoch. Dem neuen Trend entsprechend bieten immer mehr Versicherer auf Telematiklösungen basierende Tarifmodelle an, die es Kunden mit vorsichtiger Fahrweise ermöglichen, von niedrigeren Versicherungsprämien zu profitieren. Bemerkenswert ist, dass die individuelle Datenpreisgabe bei den Telematiktarifen insgesamt in weniger kritischem Licht gesehen wird, als etwa die Datenpreisgabe bei Rabattsystemen im Gesundheitsbereich. … Lesen Sie mehr ›

Erhitzte Debatte um Generali-Vitality

 Medienanalyse  Die Markteinführung des Generali-Programms Vitality zum 1. Juli sorgte in den vergangenen Wochen erneut für erhitzte Gemüter in der deutschen Medienlandschaft. Während die italienische Generali die Freiwilligkeit des Programms und daraus resultierende positive Aspekte für die Gesundheit der Versicherten betont, monieren Kritiker erneut Eingriffe in die persönliche Freiheit und kritisieren die vermeintliche Überwachung der Kunden. Die Aufspaltung der Versichertenkollektive in „gute“ und „schlechte Risiken“ gefährde den Solidargedanken als Grundprinzip einer jeden Versicherung. In der medialen Diskussion überwiegt weiterhin der negative Tenor. … Lesen Sie mehr ›

Ärztliche Schlichtungsstellen kritisieren Versicherer

Eine von den Versicherern nach ihrem Code of Conduct entwickelte Einwilligungs- und Schweigepflichtsentbindungserklärung für Patienten, die in Arzthaftungsverfahren verwendet wird, hat zum Streit zwischen den Versicherern und den ärztlichen Gutachterkommissionen geführt. Die Gutachter bemängeln, dass für die Erklärung eine gesetzliche Grundlage fehle. Sie werfen den Versicherern vor, die Schlichtungsverfahren unnötig zu erschweren. Jetzt suchen die beiden Seiten nach einer gemeinsamen Lösung. … Lesen Sie mehr ›

GDV versucht digitalen Aufschlag

Bislang ist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft nicht als Treiber der digitalen Veränderungen in der Assekuranz aufgefallen. Das wollte der Verband mit seinem Versicherungstag 2015 ändern. Präsident Alexander Erdland benannte viele Herausforderungen, gab aber wenig neue Antworten. Stattdessen versuchte er, die Vermittler zu beruhigen: Sie würden auch künftig gebraucht. EU-Kommissar Günther Oettinger nannte konkrete Herausforderungen für die Branche. Google-Innovationschef Frederik Pferdt ließ die Teilnehmer Papierflieger mit vorher aufgeschriebenen Ideen falten und werfen – sagte aber nichts zur Versicherungsstrategie des Internet-Riesen. … Lesen Sie mehr ›

Zusatzpolicen: Datenschutzverstöße bei Kooperationen

Bei den Kooperationen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherern kommt es immer wieder zu Verstößen gegen den Datenschutz, bemängelt die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff. Sie kritisiert, dass die Kassen den PKV-Unternehmen Sozialdaten ihrer Versicherten zur Verfügung stellen, obwohl sie das nicht dürfen. Der Kasse mhplus BKK hat Voßhoff untersagt, weiterhin die Daten per unverschlüsselter Mail direkt an den Kooperationspartner SDK zu übermitteln. … Lesen Sie mehr ›

Telematik: Viele Fragezeichen

 Meinung am Mittwoch  Immer mehr Kfz-Versicherer kündigen die Einführung von Telematiktarifen an. Sie sollen eine Preisdifferenzierung abhängig vom Fahrstil der Versicherten ermöglichen. Eine auf Verhaltensmerkmale gestützte Tarifierung erscheint auf den ersten Blick attraktiv, wirft aber auch viele Fragen auf. Wird es gelingen, höhere Preise für schlechte Fahrer durchzusetzen? Sind die erhobenen Daten überhaupt relevant für die Bepreisung? Was passiert mit den erhobenen Daten? … Lesen Sie mehr ›

Seriosität fängt mit der Kontaktaufnahme an

 Meinung am Mittwoch  Seit zwei Jahren klären Verhaltensregeln den Umgang mit personenbezogenen Daten in der deutschen Versicherungswirtschaft. Wenn es um die Verwendung von Daten zum Zwecke der Werbung geht, fallen die Ausführungen im Regelwerk allerdings äußerst einsilbig aus. Dabei ist eine Klärung dieses Sachverhalts dringend geboten. Denn bei der momentanen Digitalisierungsoffensive in der Assekuranz wird es auch um die Frage gehen, wie man potenzielle Kunden zielgerichteter ansprechen kann. … Lesen Sie mehr ›