Die Axa Krankenversicherung weitet ihr digitales Angebot für vollversicherte Kunden aus. Sie haben nicht nur wie bisher über das Gesundheitsportal „Meine Gesundheit“ Zugriff auf die in einer elektronischen Patientenakte gespeicherten Informationen und Dokumente, sondern ab sofort auch über die gleichnamige App. Privatpatienten können den Ärzten und Kliniken damit auf schnellem Weg Befundberichte oder Röntgenbilder zugänglich machen. Zudem ist es Ärzten jetzt möglich, direkt Unterlagen in der Akte abzulegen. Neben Axa, Debeka und Versicherungskammer Bayern hat offensichtlich ein weiterer privater Krankenversicherer Interesse an „Meine Gesundheit“.
Archiv ‘Debeka’
Debeka ernennt Chefs für neuen Asset-Manager
Leute – Aktuelle Personalien Die Debeka hat einen Vermögensverwalter gegründet, der als hundertprozentige Tochter der Debeka Kranken im Oktober 2018 den Geschäftsbetrieb aufnehmen soll. Drei Abteilungsleiter der Debeka bilden die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft. Außerdem: Ralf Wiemers wird Leiter der neuen Hamburger Niederlassung von Swiss Re Corporate Solutions. Christian Subbe, langjähriger Manager beim Allianz-Vermögensverwalter Allianz Global Investors, ist neuer Investmentchef der Frankfurter Lebensversicherung AG, die zum Abwicklungsspezialisten Frankfurter Leben gehört.
PKV fordert Gleichbehandlung für Privatversicherte
Die privaten Krankenversicherer (PKV) sehen die Politik in der Pflicht, endlich Verbesserungen für die Privatversicherten auf den Weg zu bringen. Da die PKV Teil des sozialen Sicherungssystems ist, dürften sich Maßnahmen zur Entlastung der Versicherten nicht ausschließlich auf die gesetzliche Krankenversicherung beschränken, betonte der Vorsitzende des PKV-Verbands Uwe Laue auf der PKV-Jahrestagung in Berlin. Dringenden Handlungsbedarf sieht er vor allem bei den Mechanismen für Beitragsanpassungen.
Die Datenschutz-Grundverordnung wird teuer
Die Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung bindet bei den Versicherern erhebliche Kapazitäten. Bei der Debeka sind viele Mitarbeiter mit dem Projekt beschäftigt, hinzu kommen externe Kräfte, berichtet der Vorstandsvorsitzende Uwe Laue im Interview mit dem GDV-Magazin Positionen. Damit sind auch spürbare Kosten verbunden. Laue geht allerdings davon aus, dass sie keinen signifikanten Einfluss auf die Prämien haben werden. Er plädiert für Nachbesserungen und eine pragmatische Gesetzesauslegung mit Blick auf die Informationspflichten.
Wettbewerbshüter gehen gegen Ottonova vor
Der digitale Krankenversicherer Ottonova ist in das Visier der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs geraten. Die Wettbewerbshüter haben beim Landgericht München eine Unterlassungsklage gegen den Versicherer eingereicht. Sie stören sich daran, dass er für sein Angebot der Fernbehandlung wirbt. Da die Fernbehandlung deutschen Ärzten verboten ist, darf er das nicht, findet die Wettbewerbszentrale. Ottonova-Chef Roman Rittweger sieht das anders, weil der Versicherer ausschließlich mit Schweizer Ärzten zusammenarbeitet. In der Eidgenossenschaft sind Telekonsultationen erlaubt. Wenn sein Ansatz rechtlich nicht zu beanstanden ist, kann die Werbung dafür nicht verboten sein, glaubt Rittweger.
Die Debeka wechselt die Führung
Leute – Aktuelle Personalien Generationenwechsel beim größten privaten Krankenversicherer: Debeka-Chef Uwe Laue wechselt in den Aufsichtsrat. Laues Nachfolger an der Spitze der Koblenzer Gesellschaft, die vor allem bei Beamten stark ist, wird Personalvorstand Thomas Brahm (Bild). Das Unternehmen bestätigte entsprechende Informationen von SZ und Versicherungsmonitor. Die Mitgliedervertreter und die Aufsichtsräte müssen noch zustimmen. Die Veränderung hat auch Bedeutung für den PKV-Verband – der sogar seine Satzung ändern muss.
Map-Report: PKV-Alterungsrückstellungen wirken
In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind in der Vollversicherung die Beiträge für Angestellte im Zeitraum 2000 bis 2018 im Durchschnitt um 3,8 Prozent pro Jahr gestiegen, bei den Beamten waren es jährlich 2,9 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der Map-Report in seinem aktuellen „Rating Private Krankenversicherung“. Nach der Erhebung, an der sich 15 PKV-Gesellschaften beteiligt hatten, schlagen bei älteren Versicherten die Alterungsrückstellungen positiv zu Buche: Bei Angestellten im Ruhestand betrug die durchschnittliche Anhebung 2,3 Prozent. Gesamtsieger des Ratings war die Debeka, gefolgt von Provinzial Kranken und Signal Iduna.
Kfz-Versicherer und Finanzvertriebe
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Kfz-Jahrestagung und Jahrespressekonferenzen von Debeka, Swiss Life und MLP.
Lauterbach: PKV wird reine Beamtenversicherung
Der SPD-Gesundheitsexperte und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach prophezeit der PKV eine düstere Zukunft. Der Koalitionsvertrag werde durch die für Selbstständige vorgesehenen Änderungen dafür sorgen, dass das private System zur reinen Beamtenversicherung marginalisiert werde, sagte er vor Journalisten in Berlin. Das Neugeschäft werde sich dann mehr oder weniger auf die beiden in diesem Bereich führenden Anbieter Debeka und Axa beschränken, erwartet er. Angesichts des alternden Mitgliederbestands und den Niedrigzinsen an den Kapitalmärkten sei das private System mehr als angeschlagen, sagte der entschiedene Befürworter einer Bürgerversicherung.
PKV zählt bei Beitragserhöhungen auf Politik
Der Chef des PKV-Verbands Uwe Laue hat sich auf einer Branchenveranstaltung in Berlin selbstbewusst präsentiert und an die SPD appelliert, das „arbeitnehmerfeindliche“ Projekt Bürgerversicherung fallenzulassen. Deutschland werde um seine Gesundheitsversorgung weltweit beneidet, die Wartezeiten auf einen Arzttermin seien so kurz wie nirgends sonst. Bei der von der Branche angepeilten Änderung der Regeln für Beitragserhöhungen zeigte sich Laue zuversichtlich, dass die Politik nach Bildung einer Regierung zügig hilft.
Jubelträume über die Bürgerversicherung
Herbert Frommes Kolumne Sollte die große Koalition aus Union und SPD kommen, wird sie in den kommenden dreieinhalb Jahren keine Bürgerversicherung einführen. Das ist ein Ergebnis der nächtlichen Gespräche in den Sondierungsrunden der Parteien. PKV-Verband, GDV, Vermittlerverbände, die Neue Assekuranz Gewerkschaft und Beschäftigte der PKV-Gesellschaften, die bis zuletzt vor den wechselnden Verhandlungsorten demonstriert haben, werden das Ergebnis als großen Erfolg verbuchen. Dabei hätte die Branche allen Grund, über das Geschäftsmodell, das dem dualen System zugrunde liegt, grundlegend nachzudenken. Denn der Streit über die Zukunft des Systems ist nur aufgeschoben.









