Die VHV bietet ab sofort einen Telematik-Tarif im Privatkundengeschäft an. Wer vorsichtig fährt und auf sicheren Straßen sowie zu wenig unfallträchtigen Tageszeiten unterwegs ist, erhält einen Rabatt von maximal 30 Prozent – muss aber auch monatlich 6,99 Euro für die Technik und die Serviceleistungen wie Unfallmelder und Diebstahlschutz zahlen. Der Versicherer erhofft sich von der Technik weniger Unfälle.
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Noch Luft nach oben bei PKV-Policen für Arbeitnehmer
Die betriebliche Krankenversicherung hat großes Potenzial und kann sich langfristig zu einer eigenständigen Säule in der privaten Krankenversicherung entwickeln. Davon geht der Vorsitzende des PKV-Verbands Volker Leienbach aus. Bis dahin liegt aber noch ein weiter Weg vor der Branche: Die Vertriebe müssen sich stärker um das Thema kümmern und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer von den Vorteilen überzeugen. Die Axa sieht in der Digitalisierung eine gute Möglichkeit, das Geschäft weiterzuentwickeln.
Zurich will 500 Stellen abbauen
Der Versicherer Zurich Deutschland will an seinen Prozessen und Strukturen arbeiten. Die Gesellschaft müsse besser, schlanker und kostengünstiger werden, sagte Deutschland-Chef Ralph Brand im Interview mit dem Versicherungsmonitor und der Süddeutschen Zeitung. Das wird nicht ohne Personalabbau gehen. Brand geht davon aus, dass die Zurich in zwei Jahren bis zu 500 Stellen weniger haben wird als heute. Die Marke Deutsche Allgemeine will Zurich aufgeben.
Munich Re: Flucht nach vorn
Kooperationen mit Technologie- und Industrieunternehmen sollen dem Rückversicherer Munich Re helfen, innovative Produkte zu entwickeln. Damit will der Konzern den Preisverfall in der traditionellen Rückversicherung ausgleichen und mit der zunehmenden Digitalisierung Schritt halten. Der Preiskampf ist nach Ansicht von Munich Re-Vorstand Torsten Jeworrek noch lange nicht vorbei. Die Rückversicherungsbranche wird nach Einschätzung des Konzerns in den kommenden drei Jahren nur minimal wachsen.
Industrieversicherer sehen Digitalisierung gelassen
Die Auswirkungen der Digitalisierung werden in der Assekuranz heiß diskutiert. Die Industrieversicherer zeigen dagegen demonstrative Gelassenheit. Das Geschäft sei zu speziell und individuell, um durch branchenfremde Angreifer gefährdet zu werden, erklärten Makler, Einkäufer und Versicherer einhellig bei einer Podiumsdiskussion auf dem DVS-Symposium in München. Es zeigte sich aber auch, dass in der Branche noch keine klare Meinung darüber herrscht, wie die Digitalisierung die Anforderungen der Industriekunden an die Versicherer verändert.
BDI mahnt Innovationen an
Versicherer müssen mit dem Tempo der deutschen Wirtschaft und den daraus entstehenden neuen Risiken unbedingt Schritt halten, forderte Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, bei einer Veranstaltung in München. Versicherungsschutz sei eine wichtige Voraussetzung für Innovationen. Er sieht allerdings auch auf Seiten der Industrie Nachholbedarf, vor allem was IT und Digitalisierung angeht. Das IT-Sicherheitsgesetz der Bundesregierung begrüßte Grillo grundsätzlich, kritisierte aber die vorgesehenen Meldepflichten.
Industrieversicherung vor der digitalen Schicksalsfrage
Herbert Frommes Kolumne Die Diskussion über die Digitalisierung ist in der Industrieversicherung angekommen. Dabei wird viel über die großen Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen – aber noch zu wenig darüber, wie die Versicherungswirtschaft mithalten kann. Eines ist klar: So wie bisher – auf der Grundlage von möglichst vielen und über lange Zeiträume gesammelten Schadenerfahrungen – können sie die neue Risikogeneration nicht behandeln. Dann werden sie überflüssig.
Versicherungsbranche muss sich ändern
Die digitale Revolution bedroht alte Geschäftsmodelle – das gilt auch für die Versicherer. Die Branche muss ihr Geschäftsmodell ändern, um zu überleben, sagte die AIG-Managerin Seraina Maag auf dem DVS-Industrieversicherungskongress. Die Analyse von Daten eröffnet aber ganz neue Möglichkeiten für die Versicherer. Allerdings muss die Branche attraktiver werden für den Nachwuchs. Denn die Datenspezialisten, die die Branche so dringend braucht, gehen bislang lieber ins Silicon Valley.
Industrie will rote Länder abschaffen
Der Deutsche Versicherungs-Schutzverband will sich verstärkt dafür einsetzen, dass die sogenannten Non-Admitted-Verbote bei internationalen Versicherungsprogrammen politisch als Handelsbeschränkung erkannt werden. Das Thema gehöre auf die Agenda der großen Industrieverbände und müsse auf politischer Ebene diskutiert werden, fordert DVS-Präsident Alexander Mahnke. Um Erleichterungen zu erreichen, will der Verband verstärkt Lobby-Arbeit betreiben und eine Kampagne starten.
Kundenvertrauen nicht verspielen
Meinung am Mittwoch Die Assekuranz steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und zu behalten, bleibt aber essenziell für den Erfolg der Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund sollten Versicherer ihre Digitalisierungsstrategien kritisch prüfen, sofern sie die Existenz von Versicherungsvermittlern infrage stellen. Denn vor allem die Vermittler prägen das Vertrauen, das Kunden einem Anbieter entgegenbringen.
Unwägbare Nutzung digitaler Daten
Die Continentale sieht die Verknüpfung von Gesundheitsdaten mit Versicherungsangeboten kritisch. Noch gebe es keinen Beleg für einen Zusammenhang von Lebensstil und Gesundheitsausgaben, sagt Vorstandschef Christoph Helmich (Bild). Das wäre aber die einzige Legitimation für die Nutzung der Daten zur Tarifierung. Weil mit den neuen digitalen Möglichkeiten gerade im Gesundheitswesen viele Unwägbarkeiten verbunden sind, müssen sich die Versicherer mit dem Thema auseinandersetzen und die Technologien verstehen, rät der Blogger Sascha Lobo.
Bitte Vorsicht an der Bahnsteigkante
Meinung am Mittwoch Cyberrisiken haben durch das Abhören des Kanzlerinnen-Handys, den Angriff auf die IT-Systeme des Bundestags oder den Zugriff von Sicherheitsforschern auf zentrale Funktionen eines Jeeps ungeahnte mediale Präsenz erhalten. Auch das im Juli beschlossene IT-Sicherheitsgesetz, das den Umgang mit Daten vor allem in sogenannten kritischen Branchen regelt, belegt das steigende Bewusstsein für die Gefahren der digitalen Durchdringung von Wirtschaft und Gesellschaft. Obwohl nun ganz oben auf der Agenda, erscheint es für Versicherer sinnvoll, Cyberrisken konkret einzugrenzen, nüchtern zu bewerten und wenn nötig, auch einen Schritt zurückzutreten.












