Archiv ‘Digitalisierung’

Linke stellt Kleine Anfrage zur Generali-App

Die Fraktion Die Linke hat in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung Antworten auf deren Umgang mit der Datensammlungswut der Versicherungswirtschaft gefordert. In dem bereits im Dezember eingereichten Dokument fragt die Partei, ob die Regierung eine Regulierung des Marktes für Gesundheits-Apps plant. Hintergrund ist die Ankündigung der Generali im November, künftig Gesundheitsdaten von Kunden elektronisch zu sammeln und bei gesundheitsbewussten Verhalten Rabatte zu gewähren.

Herbert Fromme

Getrübte Kristallkugel

Herbert Frommes Kolumne: Vorhersagen sind notorisch schwierig, vor allem wenn sie um die Zukunft gehen. In dem abgedroschenen Spruch steckt viel Wahrheit. Ich wage dennoch einen Blick in die Zukunft: Wie sich die Finanzkrise auswirkt, wer von der Digitalisierung profitiert, wieso Google und Co. in der Assekuranz eine große Rolle spielen, und warum die Zahl der Vermittler sinken wird, ihre Bedeutung aber wächst.

Neue Digitalisierungsprojekte bei Axa

Gleich drei wichtige Initiativen hat Axas Zukunftslabor Axa Lab im Silicon Valley im Dezember gestartet. Neben einer Kooperationsvereinbarung mit Samsung sind das eine Ausschreibung für die Entwicklung eines elektronischen Fingerabdrucks für Autofahrer und die Einbeziehung von 20.000 Agenturen in das globale Online-Rollenspiel Ingress.

Digitaler Leuchtturm verliehen

Süddeutsche Zeitung und Google haben zum ersten Mal den neuen Preis „Digitaler Leuchtturm“ vergeben. Die Auszeichnung gab es für vorbildliche Digitalisierungsprojekte. Die Gewinner in den drei Kategorien waren Allianz, Cosmos Direkt und Ergo Direkt.

Provisionsabgabeverbot – der Zukunft abgewandt

Meinung am Mittwoch: Versicherer und Vermittler wollen unbedingt am Provisionsabgabeverbot festhalten. In Zeiten einer galoppierenden Digitalisierung der Gesellschaft klammert sich die Branche damit an ein Vergütungssystem des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Es ist verbraucherschädlich, weil es jedwedes Eingehen auf die persönliche Situation des Kunden unmöglich macht.

Die Versicherungsportale als Treiber

Vergleichsportale haben sich in den vergangenen Jahren auf dem Markt durchgesetzt. Sie könnten aber noch wichtiger werden. Die Portale vergleichen nämlich nicht mehr nur, sondern setzen auch auf Produktbewertungen. Ergo Direkt-Chef Daniel von Borries glaubt, dass sie der Branche ihren Stempel aufdrücken werden – mit noch unabsehbaren Folgen.

Situative: Aktivitäten per App versichern

Digitalisierungsprojekte der Assekuranz – Teil 12 und Schluss: 3,49 Euro per App bezahlt, schon ist der Mountainbiker auf seiner Tour gegen Unfälle versichert. Mit dem mobilen Dienst „AppSichern“ geht der Anbieter Situative einen neuen Weg in der Versicherungsbranche. Das Startup bietet per App gegen kleines Geld stunden- oder tageweise Schutz für Einzelsituationen.

Digitaler Wandel im Mittelpunkt

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Digitalisierung und Cyber auf der SZ-Konferenz „Versicherung und Internet“, Gothaer-Jahresrückblick und Konferenz zu Captives.

Kundenbewertung: „Das sieht doch zu gut aus“

Digitalisierungsprojekte der Assekuranz – Teil 11:  Die Ergo-Tochter Ergo Direkt hat ein Kundenfeedback zu Abschluss und Schadenbearbeitung auf ihrer Webseite eingebaut. Die positiven Werte bringen manchmal sogar Ergo-Manager ins Grübeln. Aber das System scheint zu funktionieren – so wie Online-Hotelbewertungen oder Buchkritiken auf Amazon, wenn sie technisch ordentlich ausgeführt werden.

Nürnberger: Fahrer per App mitversichern

Digitalisierungsprojekte der Assekuranz – Teil 9: Wer nur sich selbst beim Kfz-Versicherer als Fahrer angegeben hat, aber spontan jemand anderen ans Steuer lassen möchte, hat ein Problem. Damit auch gelegentliche Fahrer im Schadensfall abgesichert sind, bietet die Nürnberger Versicherung an, das Schutzpaket per App tageweise zu erweitern.

Ergo: Mit dem Handy unterschreiben

Digitalisierungsprojekte der Assekuranz – Teil 8: Wenn bei Abschluss einer Police Gesundheitsfragen gestellt werden, muss der Kunde per Unterschrift seine Angaben auf einem Papierformular bestätigen, auch wenn er den Antrag online gestellt hat. Um den Medienbruch zu vermeiden, hat die Ergo eine elektronische Unterschrift entwickelt – per QR-Code und Handy, erklärt Stefan Daehne, Leiter Internet bei Ergo.

Kfz-Policen: Internet spielt wichtige Rolle

Laut einer Studie des Internet-Giganten Google schließen 40 Prozent der Online-Nutzer auch eine Kfz-Police im Internet ab. Als Informationsquelle sind Vergleichsportale sehr gefragt, aber auch die Webseiten der Versicherer. Aktivitäten der Gesellschaften in sozialen Netzwerken spielen dagegen kaum eine Rolle.

Allianz: Der digitale Spagat

Digitalisierungsprojekte der Assekuranz – Teil 7: Die Allianz Deutschland versucht mit dem neuen Internet-Auftritt das scheinbar Unmögliche. Informationen und Abschlussmöglichkeiten über das Internet sollen unter enger Einbindung der Vertreter möglich werden, sagt Klaus Driever, Leiter Digitaler Verkauf bei der Allianz Deutschland. Klar ist, dass die neue Lösung ziemlich teuer ist.

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