Archiv ‘Eiopa’

Taylor Wessing: Alle werden ChatGPT einsetzen

Künstliche Intelligenz wie ChatGPT bietet für Versicherer viele nützliche Einsatzpunkte. In den nächsten 12 bis 24 Monaten werden nahezu alle Versicherer diese Technologie einsetzen, erwartet Gunbritt Kammerer-Galahn, Leiterin der Versicherungspraxis bei der Kanzlei Taylor Wessing in Deutschland. Noch sind allerdings nicht alle rechtlichen und regulatorischen Fragen geklärt. Eine EU-Verordnung zu künstlicher Intelligenz ist in Arbeit, aber noch nicht beschlossen.

80 Prozent der Daten bleiben ungenutzt

 The Long View – Der Hintergrund   Nach anfänglicher Euphorie ist es um die Open Insurance-Initiative der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa still geworden. Das ist schade, denn mit ihren digitalen Schnittstellen der ersten Generation ist die Versicherungswirtschaft in eine Sackgasse geraten. Der Zugang zu Echtzeitdaten ist für Versicherer aber überlebenswichtig. Mit dem gerade angestoßenen Data Act der EU könnte nun frischer Wind in das Thema kommen. Die Versicherung kann als Querschnittsbranche davon nur profitieren.

Wie wohlverhalten sich Versicherer?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  In Großbritannien fährt die Versicherungsaufsicht zweigleisig: Die Prudential Regulation Authority kümmert sich um die Überwachung der Stabilität der Unternehmen, während die Financial Conduct Authority den Schutz der Verbraucher in den Fokus stellt. Nicht nur dort ist die Conduct-Regulierung auf dem Vormarsch. Auch die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa und die deutsche BaFin nehmen immer stärker sogenannte Wohlverhaltenspflichten in den Blick. Das ist nicht nur für Lebensversicherer ein wichtiges Thema.

Wochenspot: Klimaschutz als neues Geschäftsfeld

Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Katrin Berkenkopf und Chefredakteurin Friederike Krieger (links) über die neuen Geschäftsmöglichkeiten, die das Mega-Thema Klimaschutz Versicherern bietet. Sie stellen neue Policen vor und diskutieren die Bedeutung von Prävention.

Versicherer müssen aktiver werden bei Klimarisiken

 Exklusiv  Versicherer müssen viel mehr Aufklärung über Klimarisiken betreiben, glaubt Reiner Will, Chef der Ratingagentur Assekurata. Denn immer noch wird das Risiko in weiten Teilen der Bevölkerung unterschätzt. Will glaubt aber auch, dass die deutschen Versicherer sich im EU-Vergleich nicht verstecken müssen. Ein kürzlich veröffentlichtes Diskussionspapier der EU-Aufsicht Eiopa decke sich in weiten Teilen mit den Auffassungen der deutschen Branche.

Eiopa: Versicherer dürfen keine leeren Hüllen sein

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa betont, dass in der EU tätige Versicherer sich nicht unverhältnismäßig abhängig von Zweigstellen in Drittstaaten machen dürfen. Demnach gilt es zu vermeiden, dass Gesellschaften derart viele Aufgaben verlagern, dass sie zu leeren Hüllen verkommen. Stattdessen habe eine Zweigstelle in erster Linie Aufgaben in dem Land zu übernehmen, in dem sie etabliert wird. Hintergrund der Klarstellung sind Herausforderungen rund um den Austritt Großbritanniens.

Eiopa sieht wenig Verbesserungsbedarf bei ESRS

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa zeigt sich größtenteils zufrieden mit den neuen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ESRS. Auf Anfrage der Europäischen Kommission beschäftigte sich die Behörde mit dem Entwurf der European Financial Reporting Advisory Group. Er schafft zwar durch umfangreiche Veröffentlichungspflichten Transparenz an den Kapitalmärkten, beseitigt jedoch nicht alle Unklarheiten bei sozialen Fragen durch Lieferketten, glaubt Eiopa.

Fondspolicen lieferten 2021 beste Rendite

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat untersucht, wie sich Rendite und Kosten von Versicherungsanlageprodukten 2021 entwickelt haben. Renditemäßig liegen hier fondsgebundene Verträge deutlich vor Hybridprodukten und Verträgen mit Überschussbeteiligung. Allerdings weisen Fondspolicen immer noch die höchsten Kosten auf – trotz eines Rückgangs um 5 Prozentpunkte. Die hohen Kosten der Produkte sind Eiopa schon länger ein Dorn im Auge.

Wie steht es um den Solvency II-Review?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Das Aufsichtsregime Solvency II harrt einer Überarbeitung. Schon im Februar 2019 wurde der Startschuss für den sogenannten Solvency II-Review gegeben. Die EU-Kommission, die einen ersten Vorschlag vorgelegt hat, verfolgt erkennbar das Ziel, Anreize für Versicherer zu schaffen, die europäische Wirtschaft langfristig und nachhaltig zu finanzieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Überarbeitung sich nicht so stark verzögert wie die Implementierung der ursprünglichen Rahmenrichtlinie. Ein Blick auf den Stand der Solvency II-Überarbeitung zum Jahresbeginn 2023.

Eiopa veröffentlicht Klima-Stresstest

Ein abrupter Anstieg des CO2-Preises mit dem Ziel einer Reduzierung der Erderwärmung hätte empfindliche Auswirkungen auf europäische Pensionseinrichtungen. Über ihre Investitionen in Unternehmen aus emissionsintensiven Branchen könnte ihre aggregierte Kapitalanlage 12,9 Prozent an Wert verlieren. Das ist das Ergebnis des Stresstests der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa. Weil in dem Szenario auch die Verpflichtungen zurückgehen, halten sich die Auswirkungen auf den Deckungsgrad aber in Grenzen.

Unübersichtliche Lage

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Jahresmediengespräch der Kreditversicherer im GDV, Jahresabschlussgespräch der Gothaer, Stresstest von Eiopa sowie Roundtable-Gespräch der Zurich

Nachhaltigkeitsrisiken: Das will Eiopa wissen

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat ein Diskussionspapier zu Nachhaltigkeitsrisiken veröffentlicht, zu dem sich interessierte Unternehmen und Verbände bis zum 5. März 2023 äußern können. Darin skizziert die Behörde, wie sie bewerten will, ob Erleichterungen bei den Eigenkapitalregeln Solvency II in Bezug auf Investments oder andere Aktivitäten der Versicherer im Umwelt- oder Sozialbereich gerechtfertigt sind.

Vermittler stochern im Nebel der Nachhaltigkeit

Das allgegenwärtige Thema Nachhaltigkeit ist seit diesem August auch Bestandteil der Beratungsgespräche von Versicherungsvermittlern. Der Mangel an allgemeingültigen Definitionen und verlässlichen Vorgaben stelle Vermittler, vor allem ungebundene, in puncto Haftung allerdings vor große Probleme, monierte Michael Heinz, Präsident des Vermittlerverbands BVK, auf dem Münsterischen Versicherungstag. Kritik an EU-Regulierung, Bundesregierung und BaFin kam von Matthias Beenken, Professor an der FH Dortmund. BaFin-Aufseher Frank Grund warnte vor überstürzten Schritten.

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