Archiv ‘GDV’

500 Elektroautos auf der „Fremantle Highway“

Der brennende Autofrachter „Fremantle Highway“ hat deutlich mehr Elektroautos geladen als bislang angenommen. Seitdem das Feuer am Dienstagabend ausbrach, waren die Löschtrupps von 25 E-Autos ausgegangen. Doch nach Angaben eines Sprechers der Reederei K Line sind es 498. Wie es zu der Falschinformation kam, ist bislang nicht klar. Rettungsmannschaften hoffen, das Schiff kontrolliert ausbrennen lassen zu können. Erstmals sind jetzt Bergungsexperten an Bord gegangen. Die Versicherer verlangen andere Detektoren und Löschanlagen auf Fähren und Autofrachtern.

GDV: Starkregen führt zu Schäden in Milliardenhöhe

Hitze, Dürre, Stürme und Starkregen: Die durch den Klimawandel verursachten Extrem-Wetterereignisse treiben sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Versicherungswirtschaft um. Laut dem Gesamtverband der Versicherer (GDV) hat allein Starkregen in den vergangenen 20 Jahren bundesweit für 12,6 Mrd. Euro Schäden an Wohngebäuden gesorgt. Das geht aus der aktuellen Starkregenbilanz des GDV von 2002 bis 2021 hervor. Angesichts dieser Krisen stellt sich für Versicherer die Frage, ob sie langfristig alle Schäden durch Naturgefahren versichern können. GDV-Chef Jörg Asmussen fordert eine konsequentere Klimafolgenanpassung sowie mehr Präventionsmaßnahmen seitens der Politik.

GDV erwartet 2,5 Mrd. Euro technischen Verlust in Kfz

Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) warnt vor einem Milliardenverlust in der Autoversicherung. Nach einer Hochrechnung kann die Branche mit einem Beitragswachstum von 3,7 Prozent rechnen, die Leistungen werden aber um rund 12 Prozent zulegen. Der Verband macht die Inflation verantwortlich und plädiert für Preiserhöhungen, um wieder aus der Verlustzone zu kommen. Die Branche kann nicht sagen, dass sie nicht gewarnt worden wäre.

E-Autos: Brände, Tierbisse und Explosionen

Das empfindlichste und gleichzeitig teuerste Teil eines E-Autos ist der Akku. Laut Experten wissen Verbraucher oftmals nicht, welchen Risiken er ausgesetzt ist. Dabei kann von der Tiefentladung bis hin zum Brand einiges geschehen. Versicherer bieten dafür unterschiedliche Lösungen an – zum Beispiel die Allgefahrendeckung.

GDV stuft KI nicht als hochriskant ein

Derzeit verhandeln die Europäische Kommission, der Rat der EU und das Europäische Parlament über Änderungen am geplanten Gesetz über künstliche Intelligenz. Der Gesamtverband der Versicherer hat sich auf neun Seiten zu den Änderungsvorschlägen geäußert. Besonders die Einstufung von KI-Anwendungen im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung als hochriskant ist dem Branchenverband ein Dorn im Auge. Außerdem könnten Doppelregelungen und Überwachungsstrukturen die Versicherungsbranche teuer zu stehen kommen.

GDV nicht glücklich über Altersvorsorge-Bericht

Die beim Bundesfinanzministerium angesiedelte Fokusgruppe hat ihren Abschlussbericht erstellt und Vorschläge für eine Reform der privaten Altersvorsorge vorgelegt. Die staatlich geförderte Vorsorge soll mit mehr Renditechancen, geringeren Kosten und einer einfachen Förderung für bessere Ergebnisse als Riester-Renten sorgen, auch Selbstständige sollen profitieren. Der Idee eines staatlich verwalteten Fonds erteilen die Mitglieder mehrheitlich eine Absage. Die Versicherer konnten mit ihrem Vorschlag einer Bürgerrente wenig Punkte machen, die Fondsgesellschaften setzten ihr Altersvorsorgedepot durch.

Der Betriebsrente sei Dank

Die Lebensversicherer können angesichts des schrumpfenden Geschäfts gute Nachrichten gebrauchen und finden sie in der betrieblichen Altersversorgung. Die Zahl der Betriebsrenten legte 2022 um 0,7 Prozent auf 16,6 Millionen Verträge zu, freut sich der Versichererverband GDV. Er sieht gerade bei kleineren Unternehmen noch ungenutztes Potenzial. Ein Grund für das Plus dürfte das Betriebsrentenstärkungsgesetz von 2018 sein. Aktuell wartet die Branche allerdings gespannt auf die Vorschläge zur Reform der privaten Altersvorsorge.

Unwetter „Bernd“ war laut Zurich nicht unerwartbar

Tief „Bernd“ hatte vor gut zwei Jahren Verwüstungen angerichtet und Todesopfer gefordert. Vor zwei Wochen hatte das Unwetter „Lambert“ mit Starkregen und Hagelschlag für Schäden gesorgt. Aktuell zieht „Poly“ über den Norden Deutschlands hinweg. Die Zurich Gruppe Deutschland warnt davor, dass aus solchen Szenarien die falschen Schlüsse gezogen würden. „Bernd“ als unerwartbares Szenario einzuschätzen, sei sogar „historisch falsch“, betont Schaden-Vorstand Horst Nussbaumer.

Toncar: Vorschläge für Reform stehen

Die Fokusgruppe private Altersvorsorge der Bundesregierung hat ihre Beratungen abgeschlossen, die Vorschläge sollen im Laufe des Monats veröffentlicht werden. Das sagte der Staatssekretär im federführenden Bundesfinanzministerium Florian Toncar (FDP) auf der Regulierungskonferenz des Versichererverbands GDV in Berlin. Inhaltlich wollte er sich nicht äußern, wollte aber eine Überarbeitung der Regeln für die Riester-Rente nicht ausschließen. Nachhaltigkeit war ein dominierendes Thema auf der Konferenz, auch Klimaaktivisten waren vor Ort.

Neue Klagewelle zu Diesel unwahrscheinlich

 Exklusiv  Durch ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs im Dieselskandal haben nun auch Autobesitzer Anspruch auf Schadenersatz, in deren Fahrzeugen so genannte Thermofenster eingebaut waren. Damit weitet sich die Anzahl der Berechtigten aus. Dennoch erwarten die meisten Rechtsschutzversicherer keinen starken Anstieg der Klagen im Dieselskandal. Auch die Schadensummen werden nicht stark steigen, da die Erfolgsaussichten vor Gericht höher sind als bisher. Dann erhalten die Kunden und damit die Versicherer die Kosten von den Autoherstellern zurück.

Topmanager bleiben optimistisch

 Exklusiv  Die Topmanager der Versicherungsbranche rechnen mit einem guten Geschäftsjahr 2023 – trotz Inflation. Das ergab eine Umfrage der Managerberatung Horvath. Ganz oben in der Prioritätenliste der Manager steht die digitale Transformation. Nachhaltigkeit rutscht im Ranking um zwei Plätze ab.

Zeitreise: Aktienmarkt-Beruhigung, Mannheimer-Ende, Pflichtversicherung

 Vor 20 Jahren  Im Juni 2003 bewegen sich die Aktienmärkte nach ihrem Tiefpunkt im März 2003 wieder leicht nach oben. Kanzler Gerhard Schröder und seine Koalitionspartner von den Grünen setzen intern die Sozialreform Agenda 2010 durch. Im Irak stehen die USA und ihre Verbündeten nach dem gewonnenen Krieg vor der Frage, was sie künftig dort machen wollen. Die Diskussion in der Versicherungswirtschaft wird dominiert vom Ende der Mannheimer Leben.

GDV schätzt Unwetter-Schäden auf 740 Mio. Euro

Der Versichererverband GDV schätzt die durch die Sommerunwetter „Lambert“ und „Kay“ verursachten versicherten Schäden auf 740 Mio. Euro. Sachschäden und Schäden an Fahrzeugen hielten sich dabei die Waage. Das Beratungsunternehmen Meyerthole Siems Kohlruss hatte eine ähnliche Schätzung abgegeben. Der GDV favorisiert weiterhin Opt-out-Lösungen und Prävention statt einer Pflichtversicherung hinsichtlich der steigenden Zahl von Extremwetterereignissen.

GDV: Wo es bei Investitionen in die Klimawende hakt

Die Versicherer stehen als Investoren bereit, um mit den Beitragsgeldern der Kunden die nachhaltige Transformation der Wirtschaft voranzutreiben. Allerdings gibt es derzeit zu wenig Projekte. Das sagte der Finanzchef der Gothaer Harald Epple auf einer Veranstaltung des Versichererverbands GDV. Er warb für einfachere Planungs- und Zulassungsverfahren von Windkraft- oder Solaranlagen. Im Hinblick auf wenig erprobte Technologien wie Wasserstoff zeigte er sich zurückhaltender. Für die Versicherer sind Investitionen in dem Bereich auch wegen des Imagegewinns interessant.

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