Archiv ‘Generali’

Generali verkauft Belgien-Geschäft

Die Athora Holding übernimmt die belgische Tochter des italienischen Generali-Konzerns für 540 Mio. Euro. Athora ist die ehemalige Europa-Holding der Bermuda-Gesellschaft Athene, die nach einer Kapitalerhöhung nur noch einen Minderheitsanteil an dem Run-off-Spezialisten hält. Es ist der erste Zukauf von Athora, der auch Nicht-Lebensgeschäft umfasst. Zuvor hatte das Unternehmen schon Aegon Ireland und die deutsche Tochter von Delta Lloyd geschluckt. Generali zieht sich derzeit aus vielen Märkten zurück, als nächstes könnte die deutsche Generali Leben an der Reihe sein.

Smartphone als Autoschlüssel

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Die Allianz veranstaltet ein Pressegespräch zur Entwicklung eines digitalen Autoschlüssels, die Dual lädt zum Claims Day nach Köln und der GDV gibt eine Einführung in Solvency II.

Rechtliche Fragen bei Vitality und Telematik

Datenbasierte Tarife im Angebot deutscher Versicherer werfen rechtliche Fragen auf, warnte der Jurist Christoph Brömmelmeyer auf der Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten. Seiner Ansicht nach ist es möglich, dass das Vitality-Programm der Generali mit dem Verbot versicherungsfremder Geschäfte kollidiert. Bei Telematik-Tarifen stelle sich die Frage, ob die gesammelten Informationen als personenbezogene Daten im Sinne der Datenschutzgrundverordnung einzustufen sind. Der Versicherungsmathematiker Michael Ortmann erläuterte, warum der Trend hin zur Verwendung von immer mehr Risikomerkmalen notwendig ist.

Ombudsmann sieht Erklärungsbedarf bei Telematik

Versicherer, die Telematik-Tarife in der Autoversicherung verwenden, sollten erklären, wie sie die Daten bewerten, forderte Versicherungsombudsmann Günter Hirsch auf der Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten. Scharfes Bremsen oder starkes Beschleunigen könnten exzellente Reaktionen im Straßenverkehr sein, die Versicherer werten solche Tarife aber in der Regel als unvorsichtige Fahrweise, sagte Hirsch. Ein Einschreiten des Gesetzgebers hält er aber noch nicht für nötig.

Frankfurter Leben übernimmt C&A-Pensionskasse

Der Abwicklungsspezialist Frankfurter Leben übernimmt die Pensionskasse der Cofra-Gruppe, die der Familie Brenninkmeijer gehört und zu deren Tochterunternehmen die Bekleidungskette C&A gehört. Die Prudentia Pensionskasse verwaltet 50.000 Verträge mit rund 1,8 Mrd. Euro Kapitalanlagen. Damit hat die Frankfurter Leben, die dem chinesischen Investor Fosun gehört, bereits den vierten Deal abgeschlossen und kommt  jetzt auf 700.000 Verträge mit 10 Mrd. Euro Kapitalanlagen.

Blockchain-Initiative B3i gründet eigenes Start-up

Die Blockchain-Initiative B3i bringt einen eigenen Anbieter für Versicherungen auf Blockchain-Basis auf den Markt. Das neue Unternehmen heißt B3i Services AG und hat seinen Sitz in Zürich. Das Start-up soll eine erste Police bis Ende 2018 anbieten. Offiziell sind nur 13 der bisher 39 Mitglieder von B3i auch Gründungsunternehmen der B3i Services AG. Sie haben neben einer ersten Investition auch ihre Rechte an geistigem Eigentum auf das Start-up übertragen. In den kommenden Monaten will das Unternehmen weiteres Kapital von anderen Marktteilnehmern einsammeln.

DVAG übernimmt 2.500 Generali-Vertreter

Die Generali Deutschland und der Vertrieb DVAG haben den Wechsel von Vertretern der Generali in München auf die Deutsche Vermögensberatung AG abgeschlossen. Rund 2.500 von 2.800 Vertretern wechseln zu der Frankfurter Gruppe. Damit hat Generali-Deutschlandchef Giovanni Liverani einen weiteren Schritt bei der Restrukturierung der Gruppe abgearbeitet. Jetzt fehlt noch die Entscheidung über die Zukunft der Generali Lebensversicherung. Sie dürfte bis Ende April fallen – wahrscheinlich ist der Verkauf, möglicherweise mit einer Minderheitsbeteiligung der Generali.

Generali: Schrumpfkur endet dieses Jahr

Der italienische Versicherungskonzern Generali will sich nur auf seine Kernmärkte konzentrieren. Im vergangenen Jahr hat er bereits einige Töchter verkauft. Der Schrumpfprozess werde noch dieses Jahr abgeschlossen, sagte Generali-Chef Philippe Donnet. Zur Zukunft der Generali Leben in Deutschland stehe eine Entscheidung kurz bevor, kündigte er an. Nach wie vor sei sowohl ein Verkauf als auch ein interner Run-off eine Option.

Vitality: Diskussion um Datenzugang

Die Generali will das Gesundheitsprogramm Vitality schon bald auf die private Krankenversicherung ausdehnen. Welche Chancen und Risiken datenbasierte Versicherungen bergen, diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in Berlin. Dabei kam die Forderung nach einer Offenlegung von Algorithmen ebenso zur Sprache wie die mögliche Einführung eines neuen Eigentumsrechts für Daten, wie im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt.

Friederike Krieger

Rückversicherung und Cyber

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Bilanzpressekonferenz von Hannover Rück, Munich Re und Generali, SZ-Rückversicherungstag und Fachtagung „Cyber und Financial Lines“ des GVNW

Gesundheits-Apps sind bei Versicherten beliebt

Eine Mehrzahl der Kunden erwartet neben den eigentlichen Versicherungsleistungen zusätzliche Assistanceleistungen – viel bezahlen möchten sie dafür aber nicht. Besonders interessiert sind die Versicherten an Unterstützungsangeboten in der Krankenversicherung, hier erfreuen sich Apps einer zunehmenden Beliebtheit. Das zeigt das aktuelle Assistance-Barometer der zur Generali gehörenden Europ Assistance. Danach messen die allermeisten Versicherer der Assistance eine hohe und in Zukunft noch wachsende Bedeutung zu. Vermittler halten Assistanceleistungen ebenfalls für ein wichtiges Angebot, am skeptischsten sind dabei Makler und Mehrfachagenten.

Abwickler bieten für Generali Leben

Im Gegensatz zur Munich Re-Tochter Ergo, die ihre Verkaufspläne nach öffentlicher Kritik wieder beerdigt hat, wagt die Generali einen weiteren Schritt in Richtung externer Run-off. Nach Informationen des Versicherungsmonitors und der Süddeutschen Zeitung haben die Abwicklungsspezialisten Frankfurter Leben, Viridium und Athene Angebote gemacht. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über das Interesse von Athene und Viridium berichtet.

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