Max Weinhold, führender Manager beim Makler-Konsolidierer GGW, verlässt das Unternehmen zum 1. März 2026. Weinhold war Anfang 2025 CEO von Leading Brokers United geworden, der Tochter, in der GGW alle Maklerunternehmen bündelt. Nachfolger wird Daniel Besendorfer, bis Ende 2022 CEO der Allianz Technology und seither als Berater und Invester im Fintech-Bereich unterwegs. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Swiss Re und im Industrieversicherungsbereich der Generali.
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Der „Check24-Effekt“
Personelle Änderungen zum Jahreswechsel gab es in der Versicherungsbranche immer schon, doch dieses Mal hat das Thema eine neue Dimension erreicht. Der britische Makler Howden hat rund 200 Mitarbeitende vom US-Konkurrenten Brown & Brown abgeworben. Gesund ist diese Entwicklung nicht, schreibt Friederike Krieger, Chefredakteurin des Versicherungsmonitors. Es droht der „Check24-Effekt“.
Amberg steigt bei der Allianz auf
Auf Florian Amberg kommt im neuen Jahr viel Arbeit zu: Der Sprecher der Allianz in München übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben den Bereich Public Affairs. Der Versicherer will so seine Kommunikation, die politische Interessenvertretung sowie die regulatorische Themensteuerung enger verzahnen. Außerdem: Die GGW Group hat einen neuen Head of M&A. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim US-amerikanischen Versicherer AIG und bei der Lloyd’s Market Association.
Der Rückblick auf 2025, Teil 3: D&O-Beben, PKV-Preisschock und Captive-Comeback
Sinkende Rückversicherungspreise, neue Datenschnittstellen und ein Generationswechsel in der Maklerszene treffen im Herbst auf eine Welle von Großschäden. Von September bis Dezember prägen milliardenschwere D&O-Konflikte, stark steigende PKV-Beiträge, schärfere BaFin-Vorgaben im Vertrieb und im Kfz-Markt sowie weitere Umbrüche bei Maklern und Assekuradeuren die Schlagzeilen. Parallel erlebt das Captive-Thema in Deutschland ein Comeback.
Der Rückblick auf 2025, Teil 2: Übernahmen, Captives und Cyberattacken
Naturkatastrophen, politischer Druck und teure Risiken stellen die Versicherungsbranche auch im Sommer auf die Probe. Von Mai bis August reicht die Spanne von Kapitalproblemen beim Bäckerei-Versicherer SHB und der Suche nach einem Käufer über den Boom firmeneigener Versicherer – Captives – bis zu spektakulären D&O-Fällen. Gleichzeitig verschärft die BaFin den Ton im Vertrieb, Munich Re verlässt Klimainitiativen, und Cyberangriffe treffen erneut die Branche. Bei den Maklern eskaliert der Wettbewerb.
GGW-Tochter Wecoya regelt Nachfolge für CEO Zimmermann
Der Assekuradeur Wecoya beruft Peter Bangsgaard zum neuen CEO. Er folgt auf Thomas Zimmermann, der das Unternehmen zum Jahreswechsel verlässt. Die Financial-Lines-Expertin Janina Mundus, die zuletzt für die GGW GmbH arbeitete, hat nach Informationen des Versicherungsmonitors einen neuen Arbeitgeber. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Axa Deutschland, Simon-Kucher und FM. Außerdem legt sich der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert künftig mit der Finanzlobby an.
GGW kauft viermal in Österreich zu
Der Maklerkonsolidierer GGW aus Hamburg streckt seine Fühler im Nachbarland aus. Über seine Tochter GGW Versicherungsmakler GmbH hat er gleich vier lokale Maklerhäuser übernommen, darunter Gesellschaften in Salzburg und Klagenfurt.
EY: Gewichte im Maklermarkt verschieben sich
Die von Private-Equity-Investoren getriebene Konsolidierungswelle, die steigende Bedeutung von Assekuradeuren und Plattformen und auch wirtschaftliche Probleme bei wichtigen Kundengruppen lassen die Schere im Maklermarkt weiter auseinander gehen, erläuterte Christian Küchler, Versicherungsexperte bei EY Parthenon, beim SZ-Großmaklerdinner in München. Traditionelle Großmakler können längst nicht mehr mit den Wachstumsraten der Konsolidierungsgruppen mithalten.
Ecclesia und Aon erneut vorn im Maklerranking
Die Konsolidierer werden wichtiger, traditionelle Industrie-Versicherungsmakler wachsen moderat. Das zeigt das aktuelle Maklerranking des Versicherungsmonitors. Wir listen die 20 größten Industrie-Versicherungsmakler auf, gemessen am Umsatz in diesem Segment im Jahr 2024. Ecclesia und Aon führen weiter, die GGW Group hat Funk vom dritten Platz verdrängt. Global, Marsh und MRH Trowe folgen. Die Konsolidierer gewinnen Marktanteile.
Thomas Zimmermann verlässt GGW
Thomas Zimmermann, einer der Top-Manager des Maklerkonzerns GGW, verlässt die Gruppe zum Jahresende. Nach Informationen des Versicherungsmonitors sucht Zimmermann, 56, keine neue Position, sondern will sich ins Privatleben zurückziehen. Zimmermann hatte das lange von ihm geführte Maklerhaus Dröge im Jahr 2021 an GGW verkauft, wo er zuletzt CEO der Zwischenholding Wecoya Underwriting war.
HBC verstärkt sich bei bKV und bAV
Die Maklergruppe Hanseatic Broking Center (HBC) aus Hamburg will ihr Angebot in der betrieblichen Vorsorge ausbauen. Dafür übernimmt HBC einen Spezialmakler für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) und ein Unternehmen mit Fokus auf die betriebliche Altersversorgung (bAV). Beide haben ihren Sitz in Deutschland. Innerhalb Deutschlands expandiert mit der Campusmap AG ein Versicherungsmakler, der unter anderem auf Nachfolgelösungen spezialisiert ist. Die GGW Group kauft derweil international zu.
Miriam Marx steigt bei GGW auf
Die Maklergruppe GGW hat Miriam Marx (Bild) zur Geschäftsführerin der neuen Einheit LBU Financial Lines GmbH ernannt, in der das Financial Lines-Geschäft aller zu GGW gehörenden Maklerhäuser gebündelt wird. Geleitet wird die Einheit ab 2026 von Michael Hendricks Junior. Außerdem: Okan Özdemir ist neuer Gesundheitschef von Allianz Partners. Er ersetzt Ida Luka-Lognoné. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei beim Reiseportal Booking.com.
GGW kauft Hamburger Makler O. Giffey
Der Maklerkonsolidierer GGW bleibt umtriebig. Neuester Zukauf ist der familiengeführte Versicherungsmakler O. Giffey mit Sitz in Hamburg. Das Unternehmen ist auf Industrie- und Gewerbekunden spezialisiert mit besonderem Fokus auf Transportrisiken. Die Geschäfte wird Alexandra Schaar führen, die bereits in vierter Generation für das Unternehmen tätig ist.
Private Equity schrumpft. Und die Makler?
Herbert Frommes Kolumne Noch werden Maklerfirmen zum 15- oder 16-Fachen eines schön gerechneten operativen Gewinns gekauft. Die Blase ist zumindest in Deutschland noch nicht geplatzt. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass es schwieriger wird. So sucht der Kölner Makler Global bislang vergeblich einen Käufer für einen Milliardendeal. Das Langfristproblem: Den Private-Equity-Firmen fällt es immer schwerer, Anlegergelder einzuwerben.














