Archiv ‘GVNW’

HDI: Wir wollen ein langfristiger Partner sein

Exklusiv

Industrieversicherer brauchen ein Maß an Profitabilität, um langfristig stabile Partner für ihre Kunden sein zu können, betonen HDI-Global-Chef Edgar Puls und seine Vorstandskollegin Barbara Klimaszewski-Blettner im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Außerdem sprechen sie über die Lage auf dem Cybermarkt, den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Industrieversicherung und darüber, warum Unternehmen, die sehr lange nicht in ihren Schutz investiert haben, nicht erwarten können, Versicherungsschutz zu bekommen.

Captives: Das eigene Risiko im Griff

Auch wenn die Preise in weiten Teilen des Industrieversicherungsmarktes wieder sinken, ist das Interesse an firmeneigenen Versicherern nach wie vor ungebrochen. Unternehmen schätzen die Captives als Risikomanagement-Instrument – und Gewinne werfen die Gesellschaften meist auch noch ab. Trotz widriger Rahmenbedingungen in Deutschland denken Firmen darüber nach, auch hierzulande einen eigenen Versicherer zu gründen.  

Monte Carlo und Lebensversicherer

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das Rückversicherungstreffen in Monte Carlo und das Strategiemeeting Lebensversicherung des Handelsblattes

Feindliche Übernahmen beim Personal

 Exklusiv  Um zu wachsen und in neue Geschäftsbereiche zu expandieren, setzen Industrie- und Gewerbemakler nicht mehr nur auf die Übernahme von Unternehmen. Immer häufiger wildern sie bei der Konkurrenz und werben ganze Expertenteams ab. Das Phänomen ist nicht neu, gewinnt zurzeit aber deutlich an Fahrt. Dabei spielt auch die Konsolidierungswelle bei den Maklern eine Rolle. Die Kunden sehen die Entwicklung mit gemischten Gefühlen.

GVNW-Spezial: Harter Markt am Ende?

Vom 10. bis 12. September 2025 treffen sich Versicherungseinkäufer aus der Industrie mit Versicherern und Maklern beim Symposium des Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) in Unterschleißheim bei München. Wir haben im Vorfeld mit Experten wie dem GVNW-Chef Patrick Fiedler über aktuelle Markttrends gesprochen. Hier finden Sie alle Interviews und Analysen aus unserem GVNW-Spezial in voller Länge.

Corify: Digitale Ausschreibung vor dem Start

 Exklusiv  Der Technologieanbieter Corify liegt bei der Entwicklung eines eigenen Marktplatzes zur Ausschreibung von Industrierisiken im Zeitplan und will bereits im September mit Kfz-Flottenverträgen starten. Artur Reimer, CEO der Hypoport-Tochter, hat die Vision eines Ökosystems rund um das Thema Risiko, an das sich auch andere Anbieter andocken können. Für eine Schnittstelle zur geplanten Datenaustauschplattform der versicherungsnehmenden Wirtschaft ist er offen.

GVNW: Unternehmen nicht vergessen

Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) begrüßt in einem Positionspapier die Vorstöße auf nationaler und europäischer Ebene für eine öffentlich-private Versicherungslösung gegen Naturgefahren. Er mahnt aber auch, die Interessen der Unternehmen nicht zu vergessen. Eine Staatsgarantie wie beim Terrorversicherer Extremus hält er nicht für zielführend. Auch eine Versicherungspflicht gegen Elementargefahren lehnt der Verband ab und plädiert stattdessen für eine Opt-out-Option.

Kommt jetzt der Captive-Boom?

 Kommentar  Neugründungen von Captives gab es in Deutschland lange nicht. Jetzt macht die Telekom ernst und gründet einen eigenen Rückversicherer. Das wird das ohnehin schon recht hohe Interesse deutscher Unternehmen an der Selbstversicherung noch einmal steigen lassen. Doch dass es hierzulande zu einem Captive-Boom kommen wird, ist eher unwahrscheinlich. Zu hoch sind die Hürden, nicht nur durch die Aufsicht. Den Versicherern sollte aber zu denken geben, dass die Eigentragung von Risiken für die Industrie ein Thema bleibt.

KI: Hohe Hürden in der Industrieversicherung

 Dossier – KI in der Praxis  Die Industrieversicherung hat sich lange als immun betrachtet gegenüber den Herausforderungen der Digitalisierung. Das ändert sich mit dem Siegeszug der generativen künstlichen Intelligenz. Doch während für Privatkunden und kleinere Unternehmen die weitgehende Automatisierung großer Geschäftsteile das Ziel ist, bleiben die Hürden in der Industrieversicherung hoch. Mittelfristig erwartet Experte Marc Kirchhofer vom Schweizer Berater Synpulse keine vollständige Dunkelverarbeitung im Geschäft mit großen Unternehmen.

Neue Vorstände beim GVNW

 Leute – Aktuelle Personalien  Christian Böhm hat sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GNVW) niedergelegt. Zu seiner Nachfolgerin wählten die Delegierten Antje Beck vom Autozulieferer Mahle. Im Vorstand des Verbandes gibt es außerdem neue Gesichter. Der Finanzkonzern W&W hat den Vertrag des Vorstandschefs verlängert, und der wachsende Assekuradeur Descartes Underwriting baut sein Team aus.

GDV bringt Ausschluss-Klausel zu PFAS

 Exklusiv  Der Versichererverband GDV hat eine Klausel für den Umgang mit Schäden durch sogenannte per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) für seine unverbindlichen Musterbedingungen erarbeitet. Demnach sind PFAS-Schäden zunächst vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. In einem zweiten Schritt sollen Versicherer mit den Kunden individuell vereinbaren, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe Schäden durch bestimmte PFAS-Stoffe wieder eingeschlossen werden können. Die Industrie kritisiert die PFAS-Klausel des GDV scharf.

Körner: Ich sehe es kritisch, wenn Makler ins Ausland gehen

 Exklusiv  Die Konsolidierung im deutschen Maklermarkt wird weitergehen und sich möglicherweise noch beschleunigen, sagt Ecclesia-Chef Jochen Körner im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Den Trend, auch grenzüberschreitend zuzukaufen, sieht er kritisch. Das Management von Auslandsbeteiligungen sei komplex, die Synergien mit dem deutschen Geschäft seien gering. Ecclesia hat gerade sieben Gesellschaften im Ausland verkauft. Im Inland kann sich Körner dagegen Zukäufe vorstellen.

Wachsende Nervosität im D&O-Markt

Die Preise im D&O-Markt sind weiter im Sinkflug, zeigt eine Umfrage des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW). Gleichzeitig steigen die Insolvenzzahlen und die D&O-Schadenmeldungen. Das sorgt für Unsicherheit, ob der Markt bald wieder drehen könnte, hieß es auf der Financial-Lines-Tagung des GVNW in Köln. Ein datenbasierter Ansatz im Underwriting könnte für mehr Stabilität sorgen, glaubt Alexander Probst von der Zeichnungsagentur VOV, die ein solches Projekt angeschoben hat.

Wie es mit dem Cybermarkt vorangehen kann

Nach einer Phase stark steigender Preise und schrumpfender Kapazitäten ist in die Cyberversicherung wieder mehr Ruhe eingekehrt. So wirklich zufrieden wirken aber weder Versicherer noch Kunden. Unternehmen fürchten, dass die Kapazitäten bei einer schnellen Drehung des Marktes wieder wegbrechen könnten. Versicherer hadern damit, dass sie wahrscheinlich nicht alle Eventualitäten bezüglich der künftigen Schadenentwicklung berücksichtigt haben. Bei einer Fachtagung des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft plädierten Experten für mehr Prävention.

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