Archiv ‘HDI’
BU-Markt: Preisverfall bedroht Stabilität
Sinkende Beiträge und ein harter Wettbewerb setzen die Berufsunfähigkeitsversicherer unter Druck. In einer Analyse warnt die Ratingagentur Franke und Bornberg: Aggressive Kalkulation und lockere Risikoprüfung könnten langfristig die Stabilität in der Sparte gefährden – mit möglichen Folgen für Versicherer und Kunden.
Perseus: „Cyber ist ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel“
Ransomware-Attacken und kompromittierte Geschäfts-E-Mails machen dem Cyberdienstleister Perseus derzeit am meisten zu schaffen. Wenn IT-Systeme gekapert werden, kann das schnell zur Existenzbedrohung werden, sagt Sören Brokamp, Geschäftsführer des Cyberdienstleisters Perseus. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert er, was er mit Perseus vorhat, wie die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern aussieht und was bei vielen Firmen im Umgang mit Cybergefahren das größte Problem ist.
Alte Systeme, neues Verständnis: Wie Nomain Versicherern ihren Code erklärt
Das finnische Start-up Nomain will eines der größten IT-Probleme von Versicherern lösen: den jahrzehntealten Mainframe-Code verständlich machen. CEO und Mitgründer Henri Kasurinen setzt dafür auf KI-gestützte Codeanalyse. Zu den Unterstützern des jungen Unternehmens zählt Ex-HDI-Chef Christopher Lohmann. Er sieht in der Technologie großes Potenzial für die Transformation, die Erfüllung regulatorischer Anforderungen und den KI-Einsatz bei Versicherern. Neben den nordischen Ländern ist für Nomain vor allem der deutsche Markt hochinteressant.
Versicherer sehen EuGH-Urteil größtenteils positiv
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in der vergangenen Woche ein Urteil gefällt, das unter anderem einige Vorgaben aus der Solvency-II-Richtlinie auch auf andere europäische Richtlinien ausgeweitet hat. Überrascht sind Versicherer von dieser Entscheidung nicht. Erste Reaktion sind positiv, allerdings wollen die Gesellschaften das Urteil noch im Detail prüfen. Außerdem bleibt abzuwarten, wie es sich in der Praxis auswirkt.
Zeitreise: Allianz, Gerling, Talanx, Zurich
Drei Ereignisse bestimmten die Schlagzeilen über die deutsche Versicherungswirtschaft im vierten Quartal 2005: Die Allianz änderte ihre Struktur und plante einen weitreichenden Arbeitsplatzabbau. Talanx setzte sich gegen Cerberus bei Gerling durch und übernahm den Rivalen. Außerdem musste die Branche mit den Folgen des Hurrikans „Katrina“ fertigwerden, der Ende August 2005 mehr als 1.800 Menschenleben kostete und Schäden in Milliardenhöhe anrichtete.
Softwareanbieter Proventem unter neuer Leitung
Stilianos Kalaitzidis übernimmt die Leitung von Proventem, einem mit Unterstützung von HDI Solutions aufgebauten Softwareanbieter für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Außerdem hat die ILS-Investmenteinheit des Rückversicherers Swiss Re eine neue Chefin, der Schweizer Krankenversicherer Sanitas angelt sich einen Experten von Axa XL, und Axa XL hat einen neuen Leiter des Geschäfts mit Haftpflichtversicherungen für Medienunternehmen.
Der Rückblick auf 2025, Teil 2: Übernahmen, Captives und Cyberattacken
Naturkatastrophen, politischer Druck und teure Risiken stellen die Versicherungsbranche auch im Sommer auf die Probe. Von Mai bis August reicht die Spanne von Kapitalproblemen beim Bäckerei-Versicherer SHB und der Suche nach einem Käufer über den Boom firmeneigener Versicherer – Captives – bis zu spektakulären D&O-Fällen. Gleichzeitig verschärft die BaFin den Ton im Vertrieb, Munich Re verlässt Klimainitiativen, und Cyberangriffe treffen erneut die Branche. Bei den Maklern eskaliert der Wettbewerb.
Der Rückblick auf 2025, Teil 1: Element-Pleite, Waldbrand und geplatzte Fusionen
Großbrände in Kalifornien, das Aus für ein Berliner Insurtech, harte Einschnitte bei Versicherern und Maklern sowie milliardenschwere Deals, die am Ende scheitern: Das Jahr 2025 beginnt für die Versicherungswirtschaft sehr turbulent. In den ersten vier Monaten sorgen die Insolvenz von Element, verheerende Naturkatastrophenschäden, das angeschlagene Insurtech Wefox und der Stellenabbau bei HDI für Schlagzeilen. Auch der Maklermarkt bleibt in Bewegung.
Von der Element-Insolvenz bis zur Altersvorsorgereform
Podcast Von der Element-Insolvenz Anfang Januar bis zum Kabinetts-Beschluss zur privaten Altersvorsorgereform kurz vor Weihnachten: Dieses Jahr war wieder ein ereignisreiches für die Versicherungsbranche. Auf die wichtigsten Entwicklungen blicken Redakteurin Katrin Berkenkopf und Chefredakteurin Friederike Krieger im aktuellen Podcast zurück. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music.
Agentic Fox setzt auf digitale Mitarbeiter statt Kernsystem-Modernisierung
Digitale Mitarbeiter statt jahrelanger IT-Großprojekte: Mit Agentic Fox gründen der frühere HDI-Manager Sven Lixenfeld und sein Mitstreiter Christian Berngen ein Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, das Versicherern einen alternativen Weg zur Automatisierung verspricht. Ihr Ansatz stellt gängige Annahmen infrage, etwa, dass Effizienz nur über neue Kernsysteme erreichbar ist. Wie das konkret funktioniert, erklären sie im Interview mit dem Versicherungsmonitor.
Neuer Finanzchef für die Bayerische
Die Bayerische ernennt mit Michael Scheriau einen neuen Finanzvorstand, bei der Agila Haustierversicherung übernimmt ein langjähriger Admiral-Direkt-Manager die Führung. Der Finanzchef der GGW Group verkündet via Linkedin seinen Austritt aus der Geschäftsführung, und der ehemalige HDI-Manager Sven Lixenfeld geht mit einer eigenen Firma an den Start. Personelle Veränderungen gibt es auch bei Swiss Life und Nordix.
Lebensversicherer wollen relevant bleiben
Der Vertrieb von Lebensversicherungen steht unter Druck. Die Bedeutung der Lebensversicherung in der Altersvorsorge nimmt ab, der persönliche Vertrieb muss um seine Relevanz bei künftigen Kundengenerationen kämpfen, und Direktversicherer müssen darauf reagieren, dass KI-gestützte Recherche-Tools klassischen Suchmaschinen den Rang ablaufen. Über die Perspektiven diskutierten beim Zukunftskongress Altersvorsorge Cosmos-Vorstand Neven Rebic, HDI-Vertriebsvorstand Thomas Lüer und Deloitte-Experte Nils Dennstedt.
Wie die BaFin die Versicherungsvereine aufwühlt
Mit einer kleinen Änderung an einem Rundschreiben aus dem Jahr 2023 hat die Finanzaufsicht BaFin gerade die Personalplanung in der Führung so mancher Versicherer durcheinandergebracht. Die Behörde verlangt nun auch bei Versicherungsvereinen und öffentlichen Versicherern eine zweijährige Abkühlungszeit, bevor eine Vorstandschefin oder ein Chef an die Spitze des Aufsichtsrats rücken. Für Aktiengesellschaften gilt diese Frist bereits, denn das legt der Corporate Governance Kodex fest. Es ist richtig, dass die Behörde jetzt alle Versicherer gleich behandelt, schreibt Herbert Fromme.
Workation: Viel gefordert, wenig genutzt?
Seit der Corona-Pandemie ist nicht nur das Homeoffice ein fester Bestandteil der Arbeitswelt in vielen Unternehmen. Auch das zeitweise Arbeiten aus dem Ausland, auch Workation genannt, gilt bei vielen als Inbegriff modernen Arbeitens. Viele Versicherer bieten ihren Beschäftigten diese Möglichkeit inzwischen an, meistens zeitlich und auf das EU-Ausland begrenzt. Eine Umfrage des Versicherungsmonitors unter verschiedenen Gesellschaften zeigt auf, ob und wie stark diese Angebote wirklich genutzt werden.














